Wieder Veggie

VeggieSo, ab heute ist es wieder soweit. Wie meine langjährigen Freunde wissen war ich mehrere Jahre lang Vegetarier bevor ich 2002 wieder damit begann gelegentlich Fleisch zu essen und zwar überwiegend aus deklariertem Bio- und Freilandfleisch. Doch damit ist jetzt wieder Schluss, denn ich habe mich entschlossen nun wieder vegetarisch zu leben. Und das aus mehreren Gründen wobei einer davon sicher die immer noch erbärmliche Haltung der Tiere ist und mein mangelndes Vertrauen in die diesbezüglichen Deklarationen des Handels.

Des weiteren liebe ich Tiere über alles und seh nun nicht mehr ein weshalb ich sie essen soll. Das war übrigens vor Jahren mein Hauptargument.

Warum begann ich dann seinerzeit wieder mit dem Fleischverzehr? Damals merkte ich nach einer Mahlzeit bei meinen „Schwiegereltern“ (aus Fleisch direkt vom Bauern), das mich Fleisch erdete. Das war zum damaligen Zeitpunkt genau das Richtige, denn ich war seinerzeit noch „gspüriger“ als sonst und meine Sensibilität hatte zugenommen. Doch nun sind die Signale eindeutig und anders.

Wenn Körper, Geist und Seele übereinstimmend mitteilen, dass Fleisch nichts mehr für mich ist, dann hinterfrage ich das nicht, sondern handle. Und seit ich den Entschluss fasste, hat mich eine grosse Erleichterung erfasst und dieser Mitteilung meiner Intuition kann ich vertrauen. Wie man weiss richtet der Fleischkonsum heutzutage sowieso umfassend mehr Schaden als Nutzen an. Sarkastiker die es nicht glauben, werden auch die diesbezüglichen Informationen nicht ernst nehmen.

Ich freue mich, (wieder) das für mich Richtige zu tun 🙂

„En Guate“

12 Kommentare

  1. na dann willkommen zurück *grins*

    Würden wir Westler wie noch unsere Grosseltern uns mit dem Sonntagsbraten zufrieden geben, wären die globalen Auwirkungen der Massentierhaltung nicht so katastrophal.

    Aber mittlerweile sehe ich das pflanzliche Leben genauso als Leben an und versuche, da auch auf Herkunft zu achten. Bei meinen aktuellen finanziellen Verhälltnissen nicht immer leicht.

    cu
    P.

  2. Dann ist immer das richtig, was du grad brauchst? Wenn du kein Fleisch brauchst, ist Vegi richtig. Wenn du Fleisch zum Erden brauchst ist das richtig? Wobei du noch explizit schreibst, dass du mit Fleischkonsum angefangen hast, nachdem du grad in einer besonders sensiblen Phase warst. Ist das nicht ziemlich paradox?

    Ich find Veganismus gut und bin sicher, er wird eines Tages Weltstandard. Aber die seltsam zwiespältig moralischen Vorträge von Vegetarieren sind (aufgrund mangelnder Informationen) meist ziemlich scheinheilig. Von wegen „weil ich die Tiere so liebe“.

    Woher stammt das Leder für Schuhe und Jacken?
    Wieso gilt Fisch nicht als Fleisch? Als wären Fische keine Tiere.
    Mit dem Leiden der Hühner und anderen Vögel für Eier in Keksen, Pasta und anderen Nahrungsmitteln fang ich erst gar nicht an.
    Milchkonsum (Käse, Joghurt, etc.) fördert ebenfalls die Schlachtungen, weil nur die Tiere ordentlich Milch geben, die auch regelmässig Nachwuchs produzieren und damit gibts zuviele Jungtiere, die aber praktischerweise gleich wieder als Burger auf dem Brot landen.
    Ausserdem weiss anscheinend kein Mensch etwas vom Leiden und Sterben der Bienen für Honig. Das sind so kleine Viechlein, da kann man das Leid ignorieren http://maqi.de/txt/bienenerbrochenes.html
    Ich denke, diese Beispiele zeigen schon etwas auf.

    Naja, was ich sagen wollte: Wenn du aus Tierliebe Vegetarier wirst, bringt das – bei einer ehrlichen Rechnung (http://antispe.de/) den Tieren gar nichts. Anders siehts aus, wenn du Veganer wirst. Aber Vegetarier aus Tierliebe ist nur eine Scheinübung. Unterm Strich kanns dir als Vegetarier sogar passieren, dass deinetwegen mehr Tiere sterben als wenn du hie und da ein wenig Biofleisch verzehren würdest.

    Ich war auch einst etwas über vier Jahre Vegetarierin und habs dann eingestellt, als ich vertiefter recherchiert habe. Mein Ergebnis vor zehn Jahren war: Ich tue mehr für die Tierwelt, wenn ich gezielt massvoll Bio-Fleisch konsumiere und damit eine Vorbildfunktion ausübe, als wenn ich auf Vegetarier mache und mich damit im Scheinheiligenkult einfädle, der sein Gewissen für reiner hält, weil er keine vertieften Informationen hat.

    Und ein Vielfaches mehr (als ein doppelmoraliger Vegetarier) tut man für Tiere und Umwelt, wenn man keine importierten Lebensmittel mehr konsumiert. Auf dieser Schiene lässt sich viel mehr ausrichten. Keine Spargeln aus den USA, keine Tomaten aus Spanien, keine Bananen aus Afrika, keine Haselnüsse aus der Türkei, etc. etc. etc.

    Naja, deine Intention ist toll und ich bewundere die Kraft, einen Strich zu ziehen und konsequent zu leben. Nur dummerweise bringt das eigentlich niemandem etwas ausser deinem Gewissen und evtl. deinem Ruf. Die Tierwelt jedenfalls hat kaum etwas davon.

    Eines fernen Tages wird vegane Ernährung das Normale auf dieser Welt sein.

    *knuddels*

  3. Liebe Elli

    hurrah, die erwartete Moralpredigt 😛 😉 😀

    Ich schreibe nirgends das ich Fleischkonsum generell verurteile und betone sehr wohl das es für mich nun so richtig ist.

    Die von Dir dargebrachten und durchaus berechtigten Argumentationen sind mir bestens bekannt, vor allem da ich dies in einem Forum im Rahmen einer Vegetarierdiskussion von Dir bereits in ähnlicher Form lesen durfte.

    Da ich aber sowieso das mache was mir für mich aus meinem Herzen heraus im jeweiligen Moment richtig erscheint bzw. signalisiert wird, tangiert es mich nicht wirklich.

    Bewusst einkaufen werde ich nach wie vor und ebenso auch weiterhin die Verantwortung dafür unternehmen was ich mache und auch für das was ich nicht mache.

    Für mich stimmt es so und ist so richtig. Und das zählt 🙂 . Und bei mir sagen derzeit Körper, Geist und Seele definitiv *nein* zum Fleischkonsum.

    Es wäre schön, wenn ein schrittweises Umdenken die Leute generell zu veganer Ernährung als Normalzustand führt. Meine Unterstützung hat diese Vision.

    *Zurückknuddel*

  4. Ich habe nicht dich im Speziellen kritisiert, sondern lediglich die Gelegenheit genutzt, diese Information zu verbreiten. Das tu ich bei jeder Gelegenheit auf allen Plattformen, auf denen ich mich bewege. Nur schon, weil die meisten Vegetarierer das so gern ausklammern.

    Dass du persönlich bedachtvoller vorgehst, ist mir schon klar. Ich weiss, dass du ein herzensguter Mensch bist. Wollte dich nur – für den Fall der Fälle – auf ein paar Dinge aufmerksam machen.

    Naja, abgesehen davon, dass ich es seltsam finde, dass jemand ausgerechnet in einer „besonders sensiblen Phase“ den Fleischkonsum wieder aufnimmt. Das fand ich etwas irritierend. Beim Rest ist mir klar, dass DU Bescheid weisst. Aber ich halte jede Wette, dass das nicht für alle Leser deines Blogs gilt.

    beruhigt?

    *fg+knuddel*

  5. Olà!

    @ Phoenix: Ich seh es genau wie Du betr. pflanzlichem Leben. Auch dort töten wir! Es ist Natur

    und dann werd ich mich demnächst mal mit Tuillin kurzschliessen um an ein paar veganische Rezepte zu gelangen *ggg* Hoffe dass „ein bisschen veganisch“ und „darin stetig besser werden“ auch schon was bringt!

    Knutschies an alle!

    Berne

  6. *lol*…naja, ich kann ja nun selbst wählen wie ich diese Antwort lesen möchte. Ob mit oder ohne Sarkasmus (von wegen *Herzensgut*) *lol*.

    Aber mal das beiseite. Ich verstehe den eigenen Widerspruch von wegen „sensibel“. Ist vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Das wurde mir nun erst durch Deinen Denkanstoss klar und entbehrt bei genauerem hinlesen nicht eines unfreiwlligen Humors :D.

    Ich hätte vielleicht „ungeerdet“ schreiben sollen. Vielleicht war’s damals auch ne Mangelerscheinung *g*, aber es ist eine Tatsache das ich mich damals nach der Fleischmahlzeit körperlich und geistig kraftvoller fühlte. Waren andere Zeiten und damals stimmte es so einfach.

    Was wäre ich übrigens für ne Hex wenn ich meinem Gefühl nicht folgen würde? *zwinker*

  7. Öhm, dann vielen Dank, Elli. Ich nehm mich selbst nicht immer so wahr und nehms vermutlich deshalb auch nicht so leicht an ;).

    Übrigens bin ich sicher, dass Mensch – würde er wieder zum „Sonntagsbraten“ zurückkehren, auch wieder Fleisch zu schätzen lernen wüsste, und generell gesünder leben würde. Als ich noch klein war, waren Schnitzel und Fleischspeisen tatsächlich sehr selten auf dem Tisch und etwas besonderes. Heute ist es für viele Menschen der reichen Länder „täglich Brot“ was eben auch diese grauenhaften Zustände (und viele Zivilisationskrankheiten) mitverantwortet. Deshalb plädiere ich letztlich mit für Ernährung mit Bewusstsein.

    Greets

  8. lol 🙂 Elli nutzt die Gelegenheit um „Information“ zu verbreiten 😀 Zum Glück schreibste keine Zeitungen, wäre nämlich ähnlich wie das, was wir schon alle kennen…

    Bro, ich finde es gut und wenn Du willst, gehen wir mal gemeinsam Fiorentina (T-Bone) essen! Die servieren nämlich noch Salat und Kartoffeln dazu, die kannste dann haben 😀

    Knuff,
    Patric

  9. Vielleicht Elli 😉 Das verallgemeinende Niveau „Veganer gut“, „Vegetarier böse“ und „Fleischkonsum okay, wenn Bio“ finde ich etwas tief, was ja sonst nicht der Fall ist. Wie Willie schreibt: Auch als Vegi kann man bewusster einkaufen. Besser etwas kleines tun als gar nichts, denn auch wenn Willies Vorgehen „Standart“ werden würde (was ich nicht glaube, noch weniger beim Veganer…), würde es massiv etwas bringen bei den Menschen und für die Umwelt – IMAO.

    Bro, ich weiss nicht welches Dressing da mitkommt… Ich betrachtete das Zeugs immer nur als Dekoration für den Teller 😀 Aber in Italien wird ja meistens automatisch gut gegessen, ich denke beim Dressing werdens keine Fehler machen, wenn sie schon das T-Bone so hammermässig hinkriegen 😉

Kommentar hinterlassen