Wiedersehen mit „alten“ Büchern

witchcrafting

Im Moment bin ich daran mich durch ein paar Klassiker der Wicca- und Hexenliteratur durchzulesen, die ich vor vielen vielen Jahren durchgearbeitet hatte und von denen mich einige ziemlich berührten zur damaligen Zeit. Und es ist spannend festzustellen, wie sehr man sich von einigen Dingen/Philosophien entfernt hat, die einen damals völlig begeisterten und andere wiederum heute mehr denn je aktuell sind und bleiben.

Man muss wissen: als ich auf Wicca stiess, mich in diesem Pfad erkannte und dort meine spirituelle Heimat fand, lebte ich in den Vereinigten Staaten und bevor ich noch mit einem Coven lernen durfte, waren dort (und in der Zeit knapp nach meiner Rückkehr) Bücher meine primäre Quelle.

Und  natürlich stiess ich in meiner damaligen Begeisterung nicht nur auf Perlen, sondern auch auf viele Bücher die mich ganz und gar nicht ansprachen. Aber damals war meine Euphorie ungebremst und ich verschlang jedes Buch zum Thema das ich mir leisten konnte. Und selbst aus den „Schlechten“ konnte ich vieles lernen.

Und später, als ich meinen Laden eröffnete und ein regelrechter, aber kurzer, Boom einsetzte ging es weiter, denn ich wollte ja wissen welche Werke ich ins Regal stelle. Und die Verlage veröffentlichten zu dieser Zeit ja eine Masse an Büchern. Von denen man im übrigen heute kaum noch eines in deutscher Sprache bekommt.

Zwei jener Bücher die damals einen nachhaltigen Eindruck hinterliessen lese ich im Moment noch einmal, diesmal natürlich mit wesentlich mehr Erfahrung und Praxis als damals. Beide sind leider nicht mehr in deutscher Sprache erhältlich.

Das Eine ist „Witch Crafting“ („Spirituelle Magie“) von Phyllis Currot und das Andere „Be A Goddess“ („Die Macht der Göttin ist in Dir“) von Francesca de Grandis (die ich heute dank Internet zu meinen Freunden zählen darf). Letzteres stellt eine Variante der Feri-Tradition vor in die ich zwar nie initiiert wurde, deren Philosophie jedoch in meiner persönlichen Praxis tiefe Spuren hinterliess weil sie mich sofort ansprach.

Und es ist faszinierend zu realisieren, wie sehr man inzwischen doch seinen eigenen Weg gefunden hat und wie sehr sich die eigene Wahrnehmung auf gewisse Passagen veränderte. Im Fall von „Witch Crafting“ übrigens mehr als bei „Be A Goddess“.

Denn während zum Beispiel damals die magische Praxis einen grossen Teil meines Lernens einnahm, spielt sie heute nur mehr eine Nebenrolle auf meinem persönlichen Weg und wird nur mehr in besonderen Momenten praktiziert.

Gleichwohl sind die Werke an sich erfrischend zeitlos geblieben und auch wenn sie schon einige Jahre auf dem Buckel haben, so kann man sie durchaus als „modern“ betrachten und ich würde sie beide durchaus weiterempfehlen.

Lange Rede kurzer Sinn, es ist sehr spannend nach so langer Zeit zu vergleichen wie man Dinge früher wahrnahm und wie es jetzt aussieht. Man erkennt daran mit die eigene Entwicklung und kann mit eigenen Erfahrungen abgleichen, was damals in dieser Form ja noch nicht möglich war.

Und mit Sicherheit gehe ich dann auch nochmal über die Werke von Starhawk sowie Scott Cunningham.

Mensch es gibt so viel Neues zu lesen (obwohl nicht alles davon wirklich „neues“ bietet) und gleichwohl „Altes“ wieder zu entdecken…

Macht Spass zwischendurch…

 

 

 

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