Wenn ich etwas irritierend finde….

greenman….dann sind es unter anderem Leute die sich im Laden lautstark einfach in Beratungsgespräche einmischen und dann auch noch versuchen, ihre Doktrine und ihre Realität an die Ratsuchenden zu vertickern, auch wenn diese sichtlich auf anderen Wellenlängen unterwegs sind. Beispiel? „Da müssen sie sich mit Licht einhüllen, mit Licht und Liebe und die Engel dabei laut anrufen“, lautet dann manchmal der Rat an den irritierten Kunden, der von einem anderen – scheinbar noch irritierteren aber äusserst „hilfsbereiten“ Besucher kommt. Im Bus sicher eine praktische Unterstützung die viel Publikum generieren wird. Oder „Lavendel, verwenden sie Lavendel“….Antwort: „Ich mag Lavendel nicht“….“Ja dann müssen sie lernen Lavendel zu mögen, denn Lavendel ist das Licht. Wer Lavendel nicht mag ist nicht im Licht“,….und so weiter….

Verdrehte Augen desjenigen der sich im Gespräch gestört fühlt, sind dann noch die manchmal netteste Reaktion.

Ich persönlich bleibe in solchen Fällen ruhig und signalisiere, dass es eben auch noch Alternativen und andere Realitäten und Vorlieben gibt. Gelegentlich jedoch gibt es ab einem gewissen Level und abhängig von der Person die ihre Tipps aufdrängt einen vielsagenden Blick oder ein paar aufklärende Worte.

Natürlich begrüsse ich die gute Absicht derer, die wirklich meinen etwas nettes zu tun, und wenn ich bemerke, dass die Person die sich einmischt dies mit Wissen, Toleranz und Verstand tut, dann ist sie herzlich willkommen.

Wenn jedoch esoterische Binsenweisheiten gepaart mit einer Portion New-Age-Fanatismus störend in die Konversation drängen, dann wird selbst meine Freundlichkeit etwas strapaziert. Denn was haben wir gelernt? Man drängt sich nicht auf!

Und es ist interessant, dass es meist „Engel-und Lichttanten“ bzw. „Onkels“ sind, die so lautstark ihre „Hilfe“ anbieten und dann oft noch einen Geistheiler oder ein Medium kennen, das alle Probleme löst. Was bei der angesprochenen Spezies dann oft noch auffällt ist die Verzweiflung, die sich hinter den aufdringlichen Ratschlägen verbirgt. Vor allem wenn bemerkt wird, das der überforderte Kunde nicht darauf reagiert.

Für mich ist dann klar: man will gar nicht den Kunden überzeugen, sondern einfach sich selbst!

7 Kommentare

  1. oh, ja…. wie gut ich das nachfühlen kann.
    Ich höre es auch oft genug.
    Interessant wird es wenn sich das „Opfer“ dieser gutgemeinten „Hilfe“ wehrt und dem „Helfer“ „helfen“ möchte.

    liebe Grüsse
    Iffi

  2. lol… Schick die Dame mal eine Woche nach Nizza, mal schauen ob sie danach Lavendel noch mag! Dann müsste Nizza DIE Lichtstadt sein… Dort stinkt es nämlich überall nach Licht 😉

    Also ich bin da radikal, ich nehme bei solchen Fällen mein Feuerzeug hervor, zünde an und schreie „brenn Hexe!“ 😀

    Lavendel und Liebe,
    Patric

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