Diese magischen Synchronizitäten

Es war ein spontaner Impuls gestern, in den Wald zu gehen um nach der herausfordernden Vorwoche ein bisschen die (Seelen-)Heilung zu fördern. Das leuchtende Grün des Frühlings harmonisiert das Herzchakra und beflügelt den Geist. Und ein wenig Bewegung tut mir gerade sowieso gut.

Schnell kam ich beim Besuchen einiger Kraftplätze und meditieren in Bewegung in einen leichten Trancezustand und es stellte sich eine schöne und guttuende Beschwingtheit ein. Also begann ich – wie öfters wenn ich in der Natur unterwegs bin – als kleines Gegengeschenk für die heilende Kraft – zu chanten.

Manchmal chante ich die üblichen Wicca-Gesänge, öfters jedoch lasse ich der Spontaneität freien Lauf und stimme Chants an, die direkt aus meinem Herzen kommen. Und unter diese “Kategorie” fiel auch der Chant den ich zu Ehren von Cernunnos – einem langjährigen Begleiter der seinerzeit einen starken Impakt auf meine Initiation hatte – anstimmte.

Womit ich nicht rechnete war die Begegnung die ich kurz darauf hatte.

Zuerst liefe mir 3 junge Rehe über den Weg und ich dachte der Zauber sei vorbei als ein Stückchen weiter zu meiner Rechten ein junger Hirsch stand. Er graste vor sich hin und ich blieb stehen, winkte ihm in meiner leichten Euphorie sogar zu und grüsste ihn mit Worten.
(Für jene die es nicht wissen: Cernunnos, der Herr der Tiere wird als Hirsch bzw. mit Hirschgeweih dargestellt.)

Er schaute nur und knabberte ein paar Meter entfernt fröhlich weiter, liess sich von mir auch nicht gross stören dabei. Hin- und wieder blickte er herüber, hielt inne, und machte sich dann weiter an sein saftiges Mahl. Er liess sich sogar dabei filmen.

Nun muss man sagen: der Wald ist einer in dem Spaziergänger keine Seltenheit sind und das Wild vermutlich auch nicht so scheu wie andernorts. Dennoch war diese Synchronizität wieder einmal herrlich und so chantete ich kurz weiter, bevor ich meines Weges weiterzog.

Auch, weil ein paar Hundehalter mit ihren Vierbeinern näher kamen (einer sah mich aus der Ferne und fragte sich wohl was oder wem ich da mit meinen Händen fröhlich zum Abschied zuwinkte, denn durch den Blätterwald konnte er aus der Weite nicht sehen)

Es sind diese kleinen Synchronizitäten die einen zwischendurch immer wieder den magischen Puls erfühlen lassen und die das Herz erfreuen. So wie letzte Woche, als ich Freyja darum bat meiner Luna beizustehen bei ihrer Reise und ich dann prompt auch Freyja unmittelbar nachher aus dem Kartendeck zog.

Und diese Momente – von denen wir auch damals im “Enchanted Forest” so viele im Kollektiv erlebten – sollte man in jenen Momenten in Erinnerung rufen, in denen man vor lauter Emotionen den Kanal temporär verschlossen hält.

Ich bin dankbar für diese magischen Momente und Dankbarkeit ist magisch in sich selbst.

Bright Blessings

 

 

Licht und Schatten zum Blutmond

Der Blutmond hat seinen Namen unter anderem daher, da es früher jene Zeit war in der man jagte um das Überleben durch den Winter zu sichern... Heute ist jagen ein grausames Hobby
Der Blutmond hat seinen Namen unter anderem daher, da es früher jene Zeit war in der man jagte um das Überleben durch den Winter zu sichern… Heute ist jagen hierzulande ein grausames, nutzloses Hobby

Acht Leute sind wir in unserem “Eibenkreis” und vier waren wir gestern unterwegs um unter dem vollen und mächtigen, hell leuchtenden Mond, ein kleines Ritual zu zelebrieren. “Der Eremit” stand im Zentrum unserer Arbeit. Rückzug, auch mitten im hektischen Alltag, Ruhe und Schutz durch innere Gelassenheit.

Cerri hatte das Ritual vorbereitet und einge gute Ideen umgesetzt, beginnend beim Setting des kleinen Anlasses bis hin zu einer Wurzelwerk Meditation mit schillernden Farben in der leuchtenden Dunkelheit. Es tat gut und machte die Visualisierungen zu einer wahren Freude an diesem Mond der den Namen “Blutmond” trägt.

Und warum Blutmond? Weil es traditionell die Zeit war in der man, vor dem seinerzeit wesentlich furchteinflössenderem Winter, noch auf die Jagd ging um Fleischvorräte für die damalige harte Zeit anzulegen. Und bevor das Tier in der Sicht vieler Menschen zu einem “Gegenstand” bzw. einem “Nutztier” wurde dem man das Recht auf ein Leben in natürlicher Umgebung weitgehend abspricht, ehrte man das Wild, dankte ihm dafür das es sein Leben gab damit anderes Leben überleben kann und darf.

Das Tier und seine Lebenskraft waren heilig und Fleisch keine Selbstverständlichkeit!

Heute feiert eine – aus meiner persönlichen Sicht – in vielen Bereichen primitivere Gesellschaft so kranke Anlässe wie die “Metzgete” und geht aus Lust am töten auf die Jagd und nicht mehr aus der Notwendigkeit heraus. Das Tier wird unter grausamsten Umständen gezüchtet und in grässlichen Schlachthäusern hingerichtet und nur wenige der Tiere die auf den Tellern der Masse landen hatten ein würdevolles Leben.

YouTube und andere kranke und himmeltraurige Videos zeigen dekadente, irre Menschen die es lustig finden zu quälen und noch mehr Leid zuzufügen. Der “Blutmond” hat seine Heiligkeit in unserer Welt grösstenteils verloren!

Deshalb war es mir wichtig die Heiligkeit des Lebens und des Opfers das jedes getötete Tier darstellt an diesem Abend zu erwähnen, wohl wissend das es auch Fleischesser gibt, die das Ganze bewusster, und mit Respekt angehen, obwohl die letzten Schlagzeilen (“Fleischindustrie legt trotz Vegetarier/Veganertrend mächtig zu”) mich weiterhin daran zweifeln lassen das unserer Spezies in diesem Zivilisations-Zyklus noch zu helfen ist (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt)…

Ja, der Oktobermond inspiriert auch zu einem Blick auf die Schatten und natürlich werfe auch ich solche und habe einige denen ich begegnen darf! Thematisch jedoch war es für mich wichtig darauf hinzuweisen und die Heiligkeit allen Lebens hervorzuarbeiten, mich auch als Veganer stellvertretend für andere bei jenen Tieren zu bedanken die ihr Leben geben um Leben zu ermöglichen. Vor allem in jenen Kulturen wo dies wirklich notwendig ist (unsere derzeitige gehört da einfach nicht mehr dazu)…

Der Fokus lag dann letztlich gleichwohl auf dem Licht und seiner heilenden Kraft sowie der Hoffnung, das der Menschheit der Bewusstseinssprung noch gelingen mag und wir für kommende Generationen an einer gesünderen und auch ethisch vernünftigeren Welt arbeiten.

Und natürlich eben auch darauf das wir selber uns weiter besser erkennen und auch nicht vergessen vor der eigenen Türe zu kehren, denn dort beginnt Veränderung natürlich zu allererst. Auch vor der Meinen! Nur diesbezüglich bzw. dieses Thema betreffend habe ich ja bereits vor Jahren eine bewusste (und damals erst mal nicht so leichte) Entscheidung getroffen die sich tatsächlich auch gesundheitlich positiv bemerkbar macht (Eisenwert verbessert, Leberwert verbessert, Zuckerwert verbessert, Gewicht *hust* jedoch gleich geblieben…). Inzwischen ist dies somit kein Opfer und erst recht kein Verzicht mehr, sondern eine Bereicherung in jeder Hinsicht.

Ich mag eine Erfahrung noch anmerken, da sie für mich essentiell war. Erstmals nahm ich die Wächter der Himmelsrichtungen als mächtige, engelsgleiche Kräfte wahr von deren Präsenz eine Liebe in den Kreis strömte und die sich mit der Drachenenergie des Ortes in einer zauberhaften Synergie verwob.

Das war unser gestriger Abend, unsere Gedanken zum “Blutmond” und der Zeit der Schattenarbeit sowie der Selbsterkenntnis…

Euch allen eine gesegete Zeit.

Winter is coming 🙂

Der mystische Herbstwald

Mystische Impressionen

Gestern durfte ich mich entscheiden: entweder ins Fitness und trainieren, oder in den Wald und meditieren. Ich habe letzteres gewählt und es nicht bereut.

Zu schön die Stimmung in die Dämmerung hinein, zu mystisch die Wanderung durch den stillen Nebel über Luzern und Kriens, zu lockend die Stimmen der Herbstgeister. Zu verführerisch die Umarmung des Spirit die – verkleidet in ein Meer aus grau und lebendiger Schatten – nährend durch alle Ebenen drang. zu brodelnd der Kessel der Cerridwen, dessen Trank Liebe für das Land und die Zeit erwachen liess…

Es war einfach nur schön. Danke Wald und Dank Deinen Geistern

Spaziergang im Herbstwald um Luzern

Eile mit Weile…

2012-08-19 13.11.29

Naja, es war ein bisschen optimistisch gestern zu hoffen das bei dieser glühenden Hitze ein Boot für uns zu mieten wäre. Bis 15.00 Uhr waren natürlich alle in Frage kommenden bereits weg oder reserviert und so entschlossen wir uns zu einem kleinen Grillen im Wald mit damit verbundener Fotosession. Das erwies sich vermutlich eh als bessere Option, denn diese atemraubende Hitze wäre vermutlich trotz See nicht sonderlich gut zu ertragen gewesen. So spendeten die Bäume Schatten und es war ganz gut auszuhalten. Abgesehen davon ist derzeit die üppige Vegetation einfach ein Traum der nur durch den von dummen Leuten einfach hingeworfenen Müll getrübt wird. Etwas, das mich immer wieder ärgert und mit Unverständnis erfüllt. Aber das passiert eben wenn die Natur auch nur zum “Konsumgut” für gelangweilte Menschen und respektlose Charaktere wird, die den Wert der uns umgebenden Natur nicht zu schätzen wissen und vergessen, das wir dem Pflanzenreichtum alleine schon eines der wichtigsten Elemente verdanken: die Luft. Aber lassen wir das. Bringt eh nichts, weil die die einfach Zeugs wegwerfen wohl kaum sensibel für Kritik sein dürften und nur selten darüber nachdenken. In jedem Fall war es ein schöner Nachmittag. Ich sollte mir mehr davon gönnen, denn ich stecke schon seit einiger Zeit in einer inneren Umbruchsphase von der ich noch nicht weiss wo sie mich genau hinführen wird. Und immer wenn man denkt sie sei vorbei kommt der nächste Happen mit dem man sich auseinandersetzen darf. Es ordnet sich einiges neu und auch wenn das nicht unbedingt immer ein angenehmer Prozess ist, so ist es doch einer der notwendig war. Jetzt einfach mal kucken und das was ist und kommt Schritt für Schritt anpacken. Und bei der Hitze ist das Gehirn sowieso etwas funktionsschwächer und man sollte das alte Sprichwort “Eile mit Weile” immer wieder in Erinnerung rufen. Und jetzt bin ich einfach gespannt, wie das Fitnesstraining bei der Temperatur werden wird. Meditieren ist angenehm Zwinkerndes Smiley. Guten Wochenstart, miteinander…

Waldtrance

20110807_112103Gestern im Wald erlebte ich eine wunderschöne Meditation. Ich sass an einem – für gewöhnlich – stark begangenem Weg auf dem Bänkchen, herrlich bewacht von den Bäumen und umgeben vom rauschenden Wind der seinen Weg durch die sich wiegenden Blätter bahnte. Durch das Flüstern der Brise, die das Gesicht des grünen Mannes streichelte, geriet ich in einen meditativen Trancezustand und war ganz im Hier und Jetzt. Happy. Im Einklang. Sehr stimmungsvoll und harmonisch und das Beste: während etwa 40 Minuten wanderte kein Mensch an diesem Ort vorbei. Als ich mich anschliessend bedankte, verabschiedete und meines Weges zog, war der Bann gebrochen und nahezu von einem Moment auf den anderen liefen wieder Menschen den Weg entlang. Es war, als hätte jemand alle umgeleitet während ich mit dem Grün und der Energie dieses wunderbaren Tages verschmolz. Solche Momente sind ein Segen und mein Dank schallt hinaus in die Anderswelten. Wieder zu Hause meditierte ich dennoch ein weiteres mal und machte mich an meine Sonntagsritualarbeit inklusive Kartenziehung. Und wenn das stimmt was sich da so zeigte, ist es gut wenn ich diese Woche ein bisschen sensibilisiert und aufmerksam bleibe. Vor allem aber Ruhephasen suche und möglicherweise etwas mehr als üblich meditiere. Heute wird ein Vollmondgebet geschrieben und die Vorbereitungen für das Juli Crafting werden getroffen. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an. Aber sachte…

Entspannung zum Julimond

 

Wir könnten uns an diesem Vollmond überlegen, für welche Dinge man sich eigentlich wirklich Zeit nimmt, im Leben und ob das überhaupt so wichtig ist?

Warum nicht einfach langsamer bewegen, anstatt immer schneller.

Julimondschnecke

Warum nicht einfach ein bisschen fröhlicher, anstatt immer unzufriedener?

Julimondblumen

Warum nicht einfach mehr treiben, statt schwimmen?

Julimondpool

Und warum nicht einfach mal einfach dankbar sein für das was ist, anstatt immer mehr zu wollen

Julimondräucherwerk

Cerri und ich waren heute vor dem Vollmond am Tag unterwegs und taten einfach das. Und es hat gut getan den Esbat ohne Zwang, Druck oder Erwartungen einzuläuten und somit dem Julimond symbolisch die Ehre zu erweisen. Während rund um uns mit verbissenem Gesicht die Nordic Walking Stöcke geschwungen wurden und alle irgendwie irgendein Ziel zu haben schienen das dem Sonntag so gar nicht gerecht wurde, naja, zumindest aus unserer persönlichen Sicht nicht.

Blessed Esbat, everyone and relax… Die Woche startet früh genug 🙂

Julimondpilze Julimond

Herbstspaziergang in Bildern

Bild 243

Wir spazierten heute bei wunderschönem Herbstwetter ausgiebig durch den Wald, meditierten und legten Karten. Man merkt, dass das Chateau Gütsch wieder offen ist und noble Gäste anzieht, denn einige WaldspaziergängerInnen sahen aus, als hätten sie sich von der Schicki-Micki-Metropole St. Moritz in die Luzerner Umgebung verirrt. Das besonders die amerikanischen Staatsbürger durch auffallend lautes Kommunzieren herausstechen, sei hier besonders erwähnt, auch wenn dies ja allseits bekannt sein dürfte. Jedenfalls entlockten mir drei besonders lautstarke Exemplare die nebeneinanderliefen und schrien als wären sie 30 Meter voneinander entfernt heute gar einen ironischen Kommentar aus dem Background. Und das ist selten. Viel Freude mit den Bildern…

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Geschenk im Regen

Regen WaldRegen. Wald. Aufsteigender Dunst. Dünne Schleier. Tanzende Geister. Gelüfteter Vorhang. Elemente-Gebet. Trance. Ein Griff. Ein Geschenk.

Ich danke für diese überraschende und seltene Gabe die ich entgegennehmen durfte. Was ich daraus mache liegt nun an mir. Hand-Werk. (Anm. für Leser: mehr Infos dazu gibt es dann, wenn’s fertig ist, was noch ein bisschen dauern wird. Gut Ding braucht Weile)