Ein guter Kursabend

Der gestrige Kursabend unserer Pfadarbeit-Gruppe war durch und durch gelungen. Eigentlich stand er unter chaotischen Vorzeichen, denn in der Hektik des Alltags und den Kopf wohl schon mitten drin in der Vollmondphase, hatte ich Material zu Hause vergessen, das zum Einsatz vorbereitet war. „Ein guter Kursabend“ weiterlesen

Ungewöhnliche Runenkarten: Die Halle der Runen

Nun, ungewöhnlich sind nicht unbedingt die Karten, sondern das Begleitheft das dem Deck beiliegt. Denn wer es liest, der hat mit einer sehr persönlichen und individuellen Interpretation der Runen zu rechnen, die den mythologischen Hintergrund dieser kraftvollen Symbole nahezu ignoriert, was der Funktion als eigenständiges Orakel natürlich nicht unbedingt schaden muss…

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Nach Innen statt nach Aussen… Meditiert zur Sonnenfinsternis

 

So, das war sie also die Sonnenfinsternis, die Teilweise, an einem Leermond. Symbolträchtig. Die Dunkelheit die noch einmal so richtig Aufmerksamkeit sucht, bevor das Licht strahlend und kraftvoll das Zepter in die Hand nimmt. Das Gleichgewicht das von nun an weiter Richtung Helligkeit tendiert. Natürlich wird damit nicht alles anders, aber es macht doch Hoffnung auf eine positive Veränderung und die Zunahme lichtvoller Qualitäten die mit der Dunkelheit eine wunderbare Symbiose eingehen und wo eines das Andere nährt. Kein Kampf “Licht gegen Dunkel”, sondern einfach “Sein”, im Gleichgewicht…

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Neuer Mond, neuer Schwung ?

RaverzeitenMan sagt dem heutigen Leermond ja nach, das sich danach neuer Schwung einstellt und sich so manche schwerfällige Energie mit der Kraft des Frühlings in Leichtigkeit wandelt. Und ich wäre eigentlich ganz happy über ein bisschen Leichtigkeit, auch bei den Herausforderungen die so anstehen. Wäre eine nette Sache. Witzigerweise hatte ich heute Vormittag so einen richtigen Ausmistfimmel und stürzte mich über ein paar Schubladen. Und was da so alles zum Vorschein kam ist witzig. Alte Bilder aus meiner DJ und Raver Zeit. Eine Zeit die mir viel Freude bereitete und als man noch dachte, das die damalige Trance- und Technobewegung wirklich langfristig etwas verändern könnte, mit ihrer “Love, Peace und Unity” Philosophie.

Ich fand es sehr inspirierend durch diese alten Dinge zu wühlen und das absolut nicht aus Nostalgie (ich lebe im Jetzt), sondern einfach weil es mich an eine Zeit erinnerte, als ich noch voller Ideale war von denen viele sogar, auf andere Art, überlebt hatten. Und ich mit Freude feststellte, was für verschiedene Aspekte einen während dieses Erdenlebens ausmachen. Man muss vielleicht wissen, das ich damals auch kein Teenager mehr war, sondern diese Aspekte durchaus als Erwachsener lebte 😉

Ich sehe diesen freudigen Ausmistschub als Zeichen dafür, dass dieser Leermond tatsächlich etwas verändert und ich durch das Auffinden dieser Bilder und Artikel daran erinnert werden sollte, diese Leichtigkeit und Freude niemals zu verlieren, die damals so ein Licht in meinem Leben darstellte, das übrigens damals in mehreren Bereichen nicht weniger herausfordernd verlief. Und ich glaube heute werde ich später zu Trommelklängen ein bisschen in den neuen Mond tanzen :).

Einen erkenntnisreichen Leermond wünsche ich Euch

Chaosnacht mit Liebesfunken

drachenliebeWow, dieser Vollmond kündigt sich ja vollmondig, äh, vollmundig an. Kein Wunder, denn der Frühlingsmond hat es so oder so in sich so knapp vor Ostara. Diese Nacht raubte er mir den Schlaf und liess meine Gedanken um die Wohnungssuche sowie das damit verbundene Umziehen kreisen und erst gegen 07.00 schlief ich noch einmal hinüber in die typisch morgendliche Tiefentrance, allerdings mit einem ziemlich intensiven Feuerwerk an akustischen Eindrücken (Hellhörigkeit) sowie einem bunten Reigen an intensiven Träumen oder Reisen die jetzt nur mehr in Einzelbildern abrufbar sind. Kein Wunder fiel es mir schwer mich aus dem Bett in die Alltägliche Wirklichkeit zurück zu wälzen und den Hintern Richtung Kaffeemaschine zu bewegen.

Schön war die Tatsache, dass ich trotz des Nichtschlafes und auch dann am Morgen enorm viel Liebe empfand. Eine wunderbare, tiefe Liebe die sich ebenso ein bisschen in den Morgen mit hinüber rettete. So entstand aus dem Gedankenchaos doch noch etwas wunderbares und tragendes und ich würde eigentlich gerne wissen, welche Bilder mich berührten bevor ich meine Augen wieder aufschlug. Aber ist ja nicht so wichtig. Wie immer wird sich dies irgendwann entfalten.

Schönen Sonnentag, Euch Allen

Reifer,…oder doch nur bequemer und faul?

textgram Gestern haben sich mein Schatz und ich über den Ausgang unterhalten. Tatsache ist, dass wir beide regelrechte Ausgangsmuffel geworden sind. Und die letzten paar Mal wo wir es versuchten waren ernüchternd denn dann merkt man wieder wie sehr unterschiedlichste Substanzen das Nachtleben im Griff haben und wenn man selber gesünder lebt, fällt einem das einfach irgendwie mehr auf. Ob es mit dem älter werden zu tun hat? Oder damit das wir zu lange im Gastgewerbe und Nachtleben tätig waren? Das ich früher lange als DJ und Veranstalter arbeitete und das ne Überdosis Clubbing gab? Sind wir reifer? Bequemer? Fauler?

Nunja, das mit dem “reifer sein” ist sicher nur eine Ausrede denn ich kenne einige die über 50 sind und immer noch in Clubs zu House, Techno und Trance abtanzen (tun wir übrigens auch noch, aber einfach im Privaten). Bequemer trifft es sicher etwas mehr, denn einmal zu Hause hat man in unserem Falle kaum mehr Lust auf Ausgang und darauf den Hintern raus zu bewegen (unter der Woche sowieso nicht). Und am Wochenende ist nun wirklich die Zeit wo wir runter fahren und versuchen die Woche zu verarbeiten.

Fauler?  Nun, da müssen wir uns die Frage stellen, was “faul” eigentlich ist. Die Lust zum Nichtstun wäre eine gute Definition und so sehe ich das gar als etwas Gutes. Vor allem wenn man die ganze Woche mit Menschen zu tun hatte und so wieder ein bisschen zu sich zurück finden kann.

Ich denke für mich haben das Wandern, die Natur und das Fitness nun einfach mehr Raum eingenommen. Ich bin froh das die Zeit der “Hangover” vorbei ist und es macht mehr Spass seinen Körper auf gesündere Weise zu fordern. Ich vermisse dennoch die House- und Technoevents wo man locker und euphorisch abtanzen kann, ohne dass der Grossteil  auf “stimulierenden Mittelchen” unterwegs ist bin aber auch zu bequem geworden um wieder mal privat was auf die Beine zu stellen. Abgesehen davon das ich die Zeit dazu gar nicht mehr hätte.

Bleibt nur das Fazit: ja, wir sind reifer, bequemer aber auch fauler geworden. Und irgendwie fühlt sich das nicht mal so schlecht an. Und für Ü40 und 70er/80er/90er Partys mitsamt dem dort vorherrschenden Sound sind wir gefühlsmässig noch zu jung *grins*…

Magische Momente in einer lauten Zeit

Samhainkreis Gestern Abend fand sich ein Teil unseres Kreises am Fusse des Drachenberges zusammen um im dichten Nebel für die Drachen und Geister des Ortes zu trommeln und zu räuchern. Die Nebelgeister hatten ihre Schleier über die Wege und Landschaften geworfen und dennoch fanden wir einen wunderbaren Platz dessen Energie nicht nur durch die Mystik des Momentes genährt wurde. Mit Kerzen und Fackeln beleuchteten wir einen kleinen Ausschnitt in dieser grauen Zwischenwelt und unsere Schatten wurden hoch über uns in den Himmel geworfen und traten in Konkurrenz zu den Umrissen der hohen Baumwipfel. Während der durch das Trommeln hervorgerufenen Trance begegnete ich tatsächlich der Crone in einem violetten Umhang hinter einem grossen Kessel und als im Hintergrund dann noch ein grosser Drache seine Schwingen erhob, war mein Herz so voller Liebe und Fülle das es zu zerspringen drohte. Die Einzelheiten dieser Trancebegegnung behalte ich für mich, aber es hinterliess ein warmes und wunderschönes Gefühl des Ankommens und zu Hause seins. Als wir uns dann nach dieser kleinen Session verabschiedeten klarte doch tatsächlich der Himmel über uns auf und die Sterne wurden glitzernd sichtbar nur um Minuten später wieder hinter dichtem Nebel zu verschwinden. Es sind solche Momente in denen ich mich glücklich schätze diese Pfade zu beschreiten und die Wunder unserer Wege atmen und erleben zu dürfen. Magische Momente im Innen und Aussen inmitten einer herausfordernden und lauten Zeit. Und ein kleiner Kreis von vielen die sich in dieser Zeit finden um die Schönheit der Nacht zu zelebrieren.

Was für eine Leermondmeditation

Mondphasenabstrakt

Gestern legte ich meine Meditation und Ritualarbeit ausnahmsweise einmal auf die Zeit vor dem Schlafen und es war….ein Erlebnis. Unter der Leermondenergie liefen meine Gedanken Amok, warfen mich in Licht und Schatten, in die tiefsten Brunnen und die ekstatischsten Höhen gleichzeitig. Angst und Hoffnung, Mindfuck und Realität wirbelten in einem kosmischen Strudel durcheinander den ich – mit einem Lächeln auf den Lippen – über mich ergehen liess. In Trance wurden Standpunkte in Frage gestellt und der Gehängte machte es sich an der Eibe gemütlich, mit Blick auf die Wurzeln, die Baumkrone über den Füssen. Die Thematik der Vergänglichkeit drängte ins Bewusstsein und die des Lebens war eng damit verbunden. Ein irrer und überraschender Tanz der einiges an Selbsterkenntnis mit sich brachte. Kein Wunder, dass die Nacht sich dann als Zwischenwelt zwischen schlafen und wachen erwies und von verrückten Träumen gesegnet war. Was für ein Leermond….

Waldtrance

20110807_112103Gestern im Wald erlebte ich eine wunderschöne Meditation. Ich sass an einem – für gewöhnlich – stark begangenem Weg auf dem Bänkchen, herrlich bewacht von den Bäumen und umgeben vom rauschenden Wind der seinen Weg durch die sich wiegenden Blätter bahnte. Durch das Flüstern der Brise, die das Gesicht des grünen Mannes streichelte, geriet ich in einen meditativen Trancezustand und war ganz im Hier und Jetzt. Happy. Im Einklang. Sehr stimmungsvoll und harmonisch und das Beste: während etwa 40 Minuten wanderte kein Mensch an diesem Ort vorbei. Als ich mich anschliessend bedankte, verabschiedete und meines Weges zog, war der Bann gebrochen und nahezu von einem Moment auf den anderen liefen wieder Menschen den Weg entlang. Es war, als hätte jemand alle umgeleitet während ich mit dem Grün und der Energie dieses wunderbaren Tages verschmolz. Solche Momente sind ein Segen und mein Dank schallt hinaus in die Anderswelten. Wieder zu Hause meditierte ich dennoch ein weiteres mal und machte mich an meine Sonntagsritualarbeit inklusive Kartenziehung. Und wenn das stimmt was sich da so zeigte, ist es gut wenn ich diese Woche ein bisschen sensibilisiert und aufmerksam bleibe. Vor allem aber Ruhephasen suche und möglicherweise etwas mehr als üblich meditiere. Heute wird ein Vollmondgebet geschrieben und die Vorbereitungen für das Juli Crafting werden getroffen. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an. Aber sachte…

Techno Hexe? Techno Hexe!

modernshaman

In meinem neuen Workshop-Programm habe ich unter anderem einen mit dem Titel “Die Techno-Hexe” was bei einigen interessante Reaktionen per Mail oder Telefon hervorruft von “cool” bis “fürchterlich” und “wie kann man nur”.  Klar, ich habe den Titel bewusst ein bisschen provokativ und aus meinem  Blickwinkel witzig gewählt, aber es ist dennoch ein Begriff hinter dem ich vollkommen stehe. Warum? Weil es für mich, in unserer Zeit, auch als Zaunreiter wichtig ist, die Mittel und Instrumente unserer Zeit einzusetzen, und das mache ich persönlich ja auch. Schliesslich leben wir im 21. Jahrhundert und gerade heute, wo sich viele Wiccas und Hexen über Computer und Internet vernetzen, Handys gebrauchen und manchmal gar ihr Essen in der Mikrowelle aufwärmen (ich letzteres eher nicht *g*) ist es durchaus angebracht die modernen Mittel auch in den magischen Alltag mit einzubeziehen.

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