Licht trifft Dunkel trifft Licht

Yule ist vorbei, Weihnachten ebenso, die Rauhnächte noch voll am laufen und endlich bahnt sich eine – halbwegs – freie Woche an in der ich nur reduziert tätig sein werde. Diese brauche ich auch, denn die letzten Wochen waren anstrengend, erinnerten mich aber auch daran wie stark ich eigentlich bin, selbst wenn es sich gelegentlich und im grössten Tohuwabohu ganz anders anfühlt. „Licht trifft Dunkel trifft Licht“ weiterlesen

Beltane im kleinen Kreis

Wir waren ein winziger Kreis mit grosser Freude
Wir waren ein winziger Kreis mit grosser Freude

 

Seit 2009 waren wir nicht mehr so wenige Leute an einem Beltane Ritual (und damals waren wir noch 1 mehr). Ganze 5 Kopf hoch zelebrierten wir den Einstieg in die heilige Hexennacht. Dabei war ich davon ausgegangen das an einem Samstag ein Teilnehmer-Rekord aufgestellt werden könnte.

Doch bereits im Vorfeld mussten immer mehr aus persönlichen oder organisatorischen Gründen absagen, selbst von unserem Zirkel schaffte es letztlich nur Katharina. Den letzten Rest gab dann wohl die Wettervorhersage die sich für einmal sogar als zutreffend herausstellte.

Anfangs blieben wir noch trocken an unserem Platz unter dem Weltenbaum, doch während des Rituals vermählten sich tatsächlich Vater Himmel und Mutter Erde vor Ort in einem Regenschauer der, zumindest in dieser Nacht, denn auch kein Ende mehr fand.

Wir hatten es jedoch fröhlich und lachten, alberten, trommelten und den Höhepunkt stellte das Segnen des Kelches den wir alle in Händen hielten und in den wir dann das Athame gleiten liessen um die Kraft von Göttin und Gott, Inspiration und Kreativität, Männlich und Weiblich, Lebenslust und Lebensfreude symbolisch in den süssen und ach so leckeren Honigwein zu laden und uns denn mit dem wärmenden Funken des Lebensfeuers erfüllen zu lassen.

Kreativ war es auf jeden Fall, das Ritual, und die Gedichte die vorgetragen wurden füllten den Kreis und die Herzen. Wurden vom Rauch des lustvollen Rauches der aus der Schale waberte zu den Göttern getragen.

Schön war es, nass und kühl aber gleichzeitig erfrischend und lebendig. Und auch wenn der Sommer immer noch ein wenig abwartet, so schien wenigstens im Innen die Sonne und drückte sich durch das Lachen aus.

Die Temperaturen ziehen sicher bald nach. Und dann wird auch der Regen wärmer

🙂

 

I am back

DreamdancerEffectOkay, der Titel mag etwas irreführend sein, schliesslich war ich ja eigentlich nie weg, aber nach so einer langen Blog-Pause ist es fast schon ein kleines Comeback, wenn man wieder etwas hier erscheint. Aber wie so oft im Leben kamen so viele Dinge anders als geplant, das bloggen schlicht nicht oberste Priorität hatte… „I am back“ weiterlesen

Ein friedlicher Ausklang…

Wir zelebrierten gestern friedlich und harmonisch die Sonnwendfeier – Litha – jenes Fest das offiziell den Sommeranfang einläutet aber gleichzeitig daran erinnert, das die Tage von nun an wieder kürzer werden. Ich hatte die Ehre einen ehemaligen Crafting-Schüler und seine Freundin zu verloben (das Handfasting wäre dann für nächstes Jahr geplant) und es war mir eine Freude, dies im Rahmen mit den anderen zusammen ins Fest einzubeziehen. „Ein friedlicher Ausklang…“ weiterlesen

Freud und Leid

Die Mysterien der Unterwelt.
Die Mysterien der Unterwelt.

Wir befinden uns in der Samhain Zeit in der die Vergänglichkeit des physischen Lebens zum Thema wird. Unser Ritual in der offiziellen Nacht war von Schatten überlagert da eine meiner geliebten Katzen mit geschädigten Nieren in die Kleintierpraxis musste und sich dann auch noch unser Ritualplatz als besetzt erwies.

Da mein Herz bereits schwer war fiel es mir nicht so leicht an einen Platz auszuweichen der mir zwar bekannt war da ich mit meinem ersten Coven dort Rituale feierte, der aber für die geplante Reise in die Unterwelt etwas weniger geeignet schien. Die Betonung lieft auf schien, denn letztlich entfachte er, gesäumt von Kerzenschein und Trommelkraft, eine ureigene Magie und es waren alle sehr begeistert von Ritual, Ort und Atmosphäre.

Meine Rune und Karte für das neue Jahr legt eine tiefe Beschäftigung mit dem weiblich Göttlichen nahe, im Gegensatz zum letzten Jahr wo der Gott etwas mehr im Zentrum stand. Tiefe und Leichtigkeit tanzen einen Reigen der mich gespannt auf die nächsten Monate schauen lässt.

Doch wo Leichtigkeit sich ankündigt schlägt auch Schwere noch einmal zu, denn meine geliebte Jessie Katze wird wohl nicht mehr und alles signalisiert das sie nur leidet, weshalb wir sie morgen ins Sommerland gehen lassen werden. Das nach einem Hoffnungsschimmer gestern, wo sie noch einmal lebendiger wirkte.

Und egal wie sehr man verinnerlicht hat das der physische Abgang geliebter Menschen und Tiere völlig normal ist, und man ja auch selbst irgendwann gehen wird, der Schmerz ist in solchen Momenten immer da und küsst das Herz mit Tränen.

Und so wird Samhain, an dem ich viele Menschen die gegangen sind grüsste, auch meine tierischen Begleiter, und einen Segen schickte, zu einer Zeit in der auch meine Tränen fliessen und mir so die Schattenseite der Jahreszeit ins Bewusstsein ruft. Denn irgendwo spürte ich das es nicht wirklich gut wird mit meiner vierbeinigen, bis vor kurzem noch so fröhlichen Begleiterin.

Liebe und Schmerz. Licht und Schatten. Tränen der Freude und des Trauerns.

Leben….

 

 

Samhain 2011

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An meiner Flexibilität muss ich noch arbeiten. Als gestern Tele 1 anrief um zu fragen ob sie noch ein kleines Interview wegen Halloween/Samhain machen dürften geriet mein Tagesablauf schon mal flott durcheinander. Einerseits wollte ich natürlich zusagen, andererseits hatte ich doch sooooviel anderes im Kopf und vorzubereiten. Natürlich siegte die Vernunft und ich sagte ja. Die sympathische Mitarbeiterin Namens Andrea schuf aus dem Material dann aber auch einen schönen und ehrlichen Beitrag der für einmal nicht in der Klischeekiste tauchte und dafür bin ich dem Tele 1 Team unendlich dankbar. Der Hauptevent des Tages lag aber noch vor mir: unser Samhain Ritual dessen Thema “Reise in die Unterwelt” lautete und für das wir einen Pfad aus Lichtern und Energie webten der auch ziemlich intensiv die Wesen der Anderswelt lockte, die sich durch die dünnen Schleier zeigten und schon vor dem Ritual ihre Präsenz signalisierten. Unser “Trommler” Jörg brachte das Reiseinstrument im wahrsten Sinne des Wortes zum singen und dieser mystisch monotone Gesang vibrierte zwischen den Welten und begleitete uns auf dem Gang in die Tiefe und die Rückkehr in den Lichterkreis.

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Samhain ist eines der wenigen Feste an denen wir nicht aus dem Bauch heraus ritualisieren, sondern uns ein Thema einfallen lassen und an dem ich sogar – was selten vor kommt – in meine Ritualrobe schlüpfe. Es ist mein liebstes Fest im Jahreskreis und ich schwelge jedes mal in Erinnerungen auch an jene Zeiten als unser “Enchanted Forest” (mein ehemaliger Coven) an der Wegkreuzung im Seetal in die Dunkelheit eintauchte und getragen von der Energie eines liebevollen Kreises mit den Elementen einen wilden Tanz zelebrierte. Gegründet und aufgelöst jeweils an Samhain.

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Und auch dieses Jahr wird in der Samhain Zeit ein neuer Wicca-Kreis geboren, denn die Initiation meiner neuen magischen Familie wird zwischen Samhain und Yule zelebriert und ich freue mich sehr auf die heilende Arbeit inmitten von Menschen die gemeinsames Weben und Wachsen zum Ziel setzen, auch wenn für mich damit – zumindest Anfangs – ein wenig Arbeit verbunden sein wird… Aber das spornt auch zu mehr Kreativität an, denn ich bin diesbezüglich etwas bequem geworden…20111101_084119

Heute am eigentlichen Samhain-Tag oder dem christlichen Allerheiligen streifte ich früh durch den Wald und begegnete für etwa 90 Minuten keiner Menschenseele. War alleine mit den Tieren, dem Nebel, den Wesen und Begleitern. Es war im wahrsten Sinne des Wortes magisch und die erste Begegnung hatte ich dann mit einer Frau die auf der Suche nach einem Platz für ihren Trommelkreis war. Es war so ruhig und mystisch, bis dann natürlich wie auf Kommando alle Sportler mit Stöcken und Joggingschuhen auf einmal los stürmten. Aber so hat eben alles und jede/r seine Zeit.

Zweimal Beltane und ein schmerzender Zahn…

Druiden und Hexen tanzend am Beltanefeuer

Lange nix mehr geschrieben hier im Blog. Das sollte man jetzt aber unbedingt beenden, dieses pausieren. Los gewesen wäre ja genug in den letzten Wochen. Wunderschönes zum Beispiel, wie das Beltanefest mit Craftern und Coven das wir am Vorabend zum Maifest am 30.April feierten. Oder letzten Samstag das, um eine Woche verschobene, Beltaneritual lieber Freunde, an dem ich teilnehmen durfte und das von Druiden über Wiccas bis zu Neulingen bzw. Interessierten viele naturspirituelle Menschen unter einem Maibaum vereinte. Beides sehr gelungene Anlässe in deren Zentrum die Fruchtbarkeit der Natur stand und die Lebensfreude hoch gehalten wurde…

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Zeit der “Finsternisse”…

AngelNebula…der partiellen zumindest. Heute haben wir ja Vollmond und wie grad letztlich die partielle Sonnenfinsternis, so soll heute eine partielle Vollmondfinsternis stattfinden. Viele feiern ja heute übrigens Lughnasad und es ist doch irgendwie interessant, das beide Sabbatdaten von “partiellen” Finsternissen verdunkelt werden. Was da wohl wieder für Zeichen gesehen werden. Ich persönlich werde heute den Esbat ausnahmsweise nicht gross zelebrieren. Ich konzentriere mich auf den abnehmenden Mond ab morgen, denn mit diesem verbinde ich einige Ziele die ich rituell einleiten werde. Des weiteren habe ich die wunderbare Aufgabe mich mit bekommenen Antworten auf gestellte Fragen zu beschäftigen und gegebenenfalls notwendige Veränderungen bewusst einzuleiten. Das heisst, es ist wieder mal Zeit zum weben.