Ein guter Kursabend

Der gestrige Kursabend unserer Pfadarbeit-Gruppe war durch und durch gelungen. Eigentlich stand er unter chaotischen Vorzeichen, denn in der Hektik des Alltags und den Kopf wohl schon mitten drin in der Vollmondphase, hatte ich Material zu Hause vergessen, das zum Einsatz vorbereitet war. „Ein guter Kursabend“ weiterlesen

Meine Versöhnung mit der Lebensblume :)

BdL

Vollmond ist heute. Im Wassermann sei er. Und eine Mondfinsternis gibt es auch noch. Und scheinbar nutzt Thor/Donar gemeinsam mit seinem keltischen Kollegen Taranis diese wunderbare Konstellation um Party zu feiern. Denn das Schauspiel das wir gestern über Luzern geboten bekamen, stellte jedes 1.August Feuerwerk in den Schatten (das tut übrigens jedes Gewitter). Und nachdem sie ihr Hangover auskuriert hatten, feiern sie heute weiter und begiessen dabei auch ihr geliebtes Midgard mit kühlem Nass.

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Progressiv, Poetisch, Unkonventionell: “Das Lied der Eibe”

das lied der eibe

“Das Lied der Eibe” ist eines ganz sicher nicht: ein gewöhnliches Runenbuch. Der extrovertierte Künstler Duke Meyer war schon immer jemand der mit seiner direkten Schreibe durchaus provoziert, aber dies auch nur die konservativen Gemüter, denn seine intelligenten Texte regen zum Nachdenken an und auch wenn es viele nicht gerne hören: er trifft den Nagel mehr als oft auf den Kopf mit seinen Beobachtungen.

Ein Runenbuch von jemandem der die Runen liebt und erforscht, das war mir eine Freude, weckte sogar grosse VORfreude und ich wurde nicht enttäuscht von seinem Werk, ertappte mich sogar beim lesen oft dabei zustimmend zu nicken und lächeln und meine eigenen Erfahrungen still mit den Seinen abzugleichen. Und die sind in vielerlei Beziehung ähnlich. Aber eben nicht in allen, was jedoch völlig okay ist, denn das Schöne an den Runen ist ja der individuelle Zugang und das persönliche Kennenlernen.

Das es kein gewöhnliches Runenbuch ist habe ich ja eingangs erwähnt, aber das es viel mehr als ein Buch zu den Runen ist, das muss unbedingt als grosse Stärke herausgestellt werden. Denn Duke Meyer nutzt die Beschreibung und Beschäftigung mit den wunderbaren Zauberzeichen gleich dazu viele gesellschaftliche Themen zu behandeln.

Wortgewandt und mit der ihm eigenen “Blumigkeit” schafft er es, das man sich nicht nur mit den Runen, sondern auch mit dem Leben an sich auseinandersetzen muss und darf. Seine Wortspiele sind so wunderbar frisch und poetisch. Die Gedankengänge philosophisch und dabei ebenso erfrischend bodenständig und unverblümt direkt. Also “blumig” ohne “Blumen”, das muss ihm erst einmal einer nachmachen.

Ich mag es sehr, dass er seine Gedanken zu den Runen, Göttern und Welten so hervorragend einfach niederschreibt und sich nicht gross darum zu kümmern scheint, wie das bei den Leserinnen und Lesern wohl ankommen könnte. Nun, ein bisschen doch (wie er selber zugibt) aber eben nur ein bisschen. Und das sicher ganz unauffällig.

Die Beschreibungen der Runen bzw. seine Erfahrungen mit ihnen sind eine unglaubliche Bereicherung zum drögen Themenbrei der zwischen 08/15 Literatur und Eso-Verwässerung hin- und her pendelt (auf deutsch gibt es derzeit sowieso kaum mehr gescheite Bücher da alle langsam vom Markt schwinden).

Das er der rechten Szene und ihrem Runenblabla so richtig mit Wissen und Fakten eine Abfuhr erteilt und das Thema auch im “Lied der Eibe” nicht scheut, machte ihn früher schon zu einem meiner Lieblings-Schreiberlinge (“Als die Sau noch Göttin war” ist ein zeitloser Klassiker für mich). Und das bringt er auch hier gut über die Bühne.

Die Beschreibung der drei Aettiere und der einzelnen Symbole gelingt ihm hervorragend, aber eben bei einigen sehr unkonventionell und nicht überall teile ich die Sichtweise(n), aber eben: das ist okay und jeder einzelne Text stellte dennoch auch für mich eine Bereicherung dar und brachte mich zum nachdenken und nachfühlen.

Seine Kapitel zum Thema “Magie” und die Anleitungen zum ziehen und werfen treffen ebenso völlig meinen Geschmack (vermutlich weil sie so nah an meiner eigenen Philosophie/Praxis liegen) und obwohl ich mich dem Deuten verkehrter Runen bislang immer verwehrte und im “Lied der Eibe” sogar Deutungen je nach Winkel in dem die Runen fallen angesprochen werden, so habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, nach Lesen des Buches, es vielleicht doch auch einmal mit einzubeziehen in die eigene Praxis. Das hat bisher kein einziger Autor bei mir geschafft *grins*.

Ich werde “Das Lied der Eibe” mit Sicherheit von ganzem Herzen im Laden und darüber hinaus empfehlen, sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen. Ersten jedoch weiterhin auch ein “traditionelles” Runenbuch ans Herz legen (von denen es auf deutsch eben leider kaum mehr gute gibt).

Hier zum Beispiel: “Die Blätter von Yggdrassil” (Freya Aswyn), “Helrunar” (Jan Fries) oder das “Handbuch der Runen Magie (von Edred Thorsson). Das, aus meiner Sicht beste “traditionellere” Werk ist sowieso nur auf englisch erhältlich (“Taking Up The Runes” von Diana L. Paxson).

Zusammengefasst: ich liebe den Mix aus Philosophie, Provokation, Poesie, (es gibt immer wieder Gedichte und Auszüge aus Texten des Autoren/Künstlers), persönlicher Erfahrung, Gesellschaftskritik, Offenheit (auch persönlicher) und Fachwissen das Duke Meyer hier präsentiert. Somit hat sich das Buch per sofort zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher zur Runenthematik gemausert.

Es kam übrigens schon lange nicht mehr vor das ich ein “Sachbuch” aus meinem eigenen Praxisumfeld so rasch und fast in einem Zug gelesen habe. Ich könnte noch so viel dazu schreiben, aber lest es doch am besten selbst!

Es ist einfach so erfrischend anders. Es braucht mehr solcher Bücher und Autoren. Vor allem in Zeiten in denen alles wieder konservativer zu werden scheint und das selbstständige Denken sowie Selbstverantwortung oft nicht mehr als Wert gehandelt werden (obwohl sie angeblich doch im Trend sind)…

Seite des Künstlers:

http://www.eibensang.de/

 

 

Ungewöhnliche Runenkarten: Die Halle der Runen

Nun, ungewöhnlich sind nicht unbedingt die Karten, sondern das Begleitheft das dem Deck beiliegt. Denn wer es liest, der hat mit einer sehr persönlichen und individuellen Interpretation der Runen zu rechnen, die den mythologischen Hintergrund dieser kraftvollen Symbole nahezu ignoriert, was der Funktion als eigenständiges Orakel natürlich nicht unbedingt schaden muss…

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Das waren die Wohlfühltage (für mich)

Die MaiHofKirche am Freitag abend
Die MaiHofKirche am Freitag abend

Wer mich kennt weiss ja, das ich “Esoterikmessen” an sich eher skeptisch gegenüber stehe. Als ich aber von der sympathischen Deborah – die dort das Marketing inne hat und die ich aus dem Laden kannte – angefragt wurde ob ich nicht Lust hätte an den 2. Luzerner Wohlfühltagen mitzumachen, und ich von den Ersten ganz gutes gehört hatte, dachte ich mir: ich bin dabei. Wobei sie es mit meinem chaotischen Wesen sicher nicht leicht hatten im Vorfeld, da ich die Hälfte der Kommunikation übersah.

Der Dreamdancer bei der Arbeit an den Wohlfühltagen
Der Dreamdancer bei der Arbeit an den Wohlfühltagen

Der Freitag begann dann abends mit einem Vortrag von Pascal Voggenhuber. Ich musste lachen wie viele mich schon vorab fragen ob ich den kenne. Nein. Nur das was in den Medien über ihn im Umlauf ist. Ich finde ihn sympathisch, flott aber zu seiner Arbeit kann ich nicht viel sagen. Da ich auf den Vortrag nicht soooo scharf war überliess ich das Ticket der Frau meines Freundes Eibenzauber, die Freude daran hatte. Ich verbrachte die dadurch gewonnene Pause zwischen Aussteller-Apero und dem Helfen nach dem Vortrag (Anm. viel zu helfen gab es nicht da alle anderen so beherzt anpackten) zu Hause. Allerdings zischte der Herr Voggenhuber grinsend an mir vorbei und wie es scheint machte er seine Sache gut. Zwar nichts wirklich Neues, aber das mit soviel Humor vorgetragen das die Meisten begeistert waren. Vielleicht hatte ich ja doch etwas verpasst?

Jörg "Eibenzauber" und seine Runenkunst. Was für eine Bereicherung
Jörg “Eibenzauber” und seine Runenkunst. Was für eine Bereicherung

Samstag war dann eine Herausforderung, da ich schon um 5.30 Uhr rum aus den Federn musste. Wäre ja nicht so schlimm, aber irgendwie konnte ich die paar Stunden die mir noch blieben nicht wirklich in tiefen Schlummer fallen. Das machte sich dann bemerkbar als Jörg vor meiner Türe stand und wir zum Ausladen und Infotisch ausbauen gingen. Ich war den ganzen Samstag über wahnsinnig erschöpft, auch wenn die Menschen nett, das vegane “Raw” Bistro vom kulinarischen her sensationell (organisatorisch müssen sie noch ein bisschen lernen) und die Besucher klasse waren. Leider hatte es nicht so viele Besucher wie erwartet und ja, für einmal sage ich auch ganz bestimmt dass das Wetter daran mit schuld war.

Als ich abends dann nach Hause kam hatten wir noch Besuch und ich war so etwas von am Anschlag, denn so viel Energie kann trotz Erdungsarbeit ziemlich “einfahren”. Die Erschöpfung führte dann zu einer weiteren schlafarmen Nacht. Okay, vielleicht hätte ich auch den Sekt nicht trinken sollen, den wir zum Abendessen auftischten.

Dieses Kirchenfenster war eine Wucht. Wunderschön wie die Sonne durchschien
Dieses Kirchenfenster war eine Wucht. Wunderschön wie die Sonne durchschien

Sonntag dann wieder strahlend blauer Himmel und sommerlich warm. Gleichwohl war es auch in der Kirche an der Messe ein herrlicher Tag an dem auch unser Infotisch etwas mehr besucht wurde und an dem auch die anderen Aussteller mehr zu tun hatten als am Samstag.

Da ich jedoch derzeit sehr sensibel bin (Herbst eben) und auf Orte an denen viele Menschen sind ein wenig empfindlich reagiere merkte ich trotz aller Freude und den guten Energien das ich immer erschöpfter wurde und gegen Schluss, als das wunderbare Trommelkonzert den krönenden Abschluss bildete, kaum mehr stehen konnte.

So packten wir dann abends erschöpft aber happy zusammen, der Eibenzauber und ich, und freuten uns auf ein bisschen Rest vom Sonntag.

Meine ganze Sympathie gilt den Veranstaltern Marco und Deborah die da eine wirklich tolle Sache auf die Beine stellten, dem Raw Buffet das eine so gute Idee und Küche darstellte, allen die mithalfen und den vielen netten Menschen ich entweder als Aussteller oder als Besucher kennenlernen durfte. Bzw. näher kennenlernen durfte weil wir uns unterhalten und austauschen konnten.

Es war eine Freude das immer wieder Menschen zum Runen- und Kartenziehen kamen und viele sichtlich beeindruckt waren von den Ergebnissen und Mitteilungen. Und das Ziel der Messe an sich, neues Bewusstsein zu bilden, darf definitiv als erreicht gesehen werden.

Ich bin zwar nun umso sicherer das grosse Esoterikmessen energetisch nix für mich wären, aber die erdigeren Wohlfühltage sind klasse und auch nicht so typisch. Da wäre ich sogar nächstes Jahr wieder gerne mit dabei. Nette Menschen, nettes Team, gute Organisation. Tolle Erfahrung für einen Messe Newbie wie mich 😀

Danke auch an unsere Eiben und ihre Familien die uns besuchten, an Jörg und seine bezaubernde Family die uns unterstützte und an Cerri, die wieder einmal einsprang wo Not am Mann/der Frau herrschte. Und generell an alle die uns in irgend einer Form berührten.

Blessings

 

 

 

Das (temporäre?) Aussterben der guten Fachbücher

Eine der vielen Buchjuwelen vom Thema die bisher nicht mehr aufgelegt werden.
Eine der vielen Buchjuwelen vom Thema die bisher nicht mehr aufgelegt werden.

Es ist irgendwie unglaublich wie ein Klassiker nach dem anderen vom deutschsprachigen Markt verschwindet und meistens, leider, von Eso-Quatsch und oberflächlichem Zeilendurchfall ersetzt wird. Zuerst war dies im Bereich Wicca- und Hexenliteratur festzustellen (oder ich bemerkte es einfach zuerst, da dies mein Fachgebiet ist), und jetzt trifft es auch die Bücher zum Thema Runen.

Das auch Klassiker des Schamanismus und der Krafttier-Bücher unter der neuen Trendwelle leiden und es nun plötzlich von “Kristalldrachen aus Lemuria” bis zu “Kraftieren aus Licht- und Liebe Atlantis” alles zu geben scheint war ja abzusehen, denn dieser Trend zeichnete sich ja schon die letzten Jahre hinweg ab als der den einstigen New Agern vorher zu erdige Schamanismus  (“Schamanismus und Hexentum haben so niedrige Schwingungen”) plötzlich als hip erschien und sich das nun rundum bemerkbar macht…

Doch wenigstens ist hier auch immer noch einiges Gutes zu empfehlen und lieferbar.

Ganz bitter ist jedoch das es hierzulande kaum noch die Klassiker der Wicca- und Hexenliteratur (Starhawk, Valiente, Cunningham, etc…) zu kaufen gibt und sogar einige kommerzielle Autoren die man dennoch bedingt empfehlen konnte (Ravenwolf, usw…) sich aus dem Angebot verabschiedet haben und nur mehr im englischen Original oder aber antiquarisch zu beschaffen sind.

Auch Bücher von modernen Autoren wie Christopher Penzsack oder Raven Grimassi würden eine Bereicherung darstellen, wenn sie denn übersetzt werden würden. Phyllis Curott und Francesca de Grandis gab es mal, doch auch sie überlebten hier nicht lange in den Regalen…

Und als ich eben letzthin das Angebot an seriösen Runenbüchern wieder aufstocken wollte (mein Favorit hierbei war und ist Edred Thorsson) bekam ich einen Schreck, denn auch hier ist nun das grosse Verschwinden vom Markt eingetroffen und das Angebot für jene die sich ernsthaft damit auseinandersetzen wollen ziemlich geschrumpft. Nur mehr ein Titel dieses Urgesteins der Runenforschung ist –  im Verbund mit einem Runenset – zu haben.

Gehts noch?

Ist der Markt hier wirklich zu klein? An mangelndem Interesse kann es nicht liegen, denn die Leute verlangen – bei mir zumindest – nach den Klassikern und sind bitter enttäuscht wenn sie diese nicht mehr bekommen und lesen können…

Bei den Runenbüchern gibt es ja noch einige die man empfehlen kann (Freya Aswynn, Jan Fries,…) aber bei den Wicca- und Hexenbüchern wird es knapp. Nichts gegen neue Autorinnen und Autoren. Einige machen einen guten Job was Hexentum allgemein anbelangt, aber gerade eine Tradition wie Wicca – das ja einen enormen Impakt auf die Sicht des Hexentums heute hatte –  ruft danach zeitloses Wissen und den Spirit der Anfänge weiter zu tragen. Und es ist logisch das viele Menschen erst einmal in bewährtes hinein lesen wollen bevor sie auch neue Ansätze erforschen.

Somit hoffe ich das die Rechte an diesen zeitlosen Fundamenten des Wicca bald frei werden und sich vielleicht ein paar Verlagshäuser daran machen, diese wichtigen Bücher für die deutschsprachige Welt wieder anzubieten.

Auch wenn es für das Geschäft nicht dienlich wäre, so wäre ich sogar froh wenn das zumindest in elektronischer Form (Kindle, etc.) möglich werden würde. Denn dann blieben sie zumindest erhalten und könnten empfohlen werden….

Man darf hoffen….

 

 

 

Und wieder einmal zusammgefasst… :)

Viel Wasser floss seit meinem letzten Blogbeitrag die Flüsse dieser Welt hinab und einiges hat sich getan während dieser Wochen. Nichts weltbewegendes, aber gleichwohl Dinge die sicher ihre Abdrücke in diesem Jahr hinterlassen werden. So feierte ich in der Nähe von Biel das Sonnenfest “Litha” und somit den Höhepunkt des Sommers, meisterte einige Herausforderungen während andere nahezu ohne Übergang ins Leben traten. Viele schöne Momente gingen Hand in Hand mit weniger schönen und im Innen war und ist vieles am arbeiten…. „Und wieder einmal zusammgefasst… :)“ weiterlesen

Der kleine Schreck zum Feierabend

pentagrams

Gestern abend war ich schon am nach Hause gehen und sperrte gerade den Laden zu, als eine liebe Teilnehmerin des Runenkurses kam, weil sie dachte, es wäre Kurs. Grosser Schreck meinerseits. Der Runenkurs am letzten Dienstag des Monats. Den musste ich glatt vergessen haben. Also mal geflucht und schnell mit meiner lieben Freundin Cerridwen noch flott alles wieder aktiviert,  Snacks raus, innerlich vorbereiten (da für die äussere Vorbereitung ja keine Zeit mehr blieb) und nach dem Schreck kam dann auch flott wieder der Humor zurück und die Entspannung. Schliesslich sind meine KursteilnehmerInnen ja verständnisvoll und lachen sicher mit mir.

Um 19.00 Uhr dann warteten wir…und warteten…und warteten… und dann dämmerte es mir. Ich hatte ja gar nicht vergessen. Dieser April hat ja 5 Dienstage also ist der 4. für einmal nicht der Letzte. Uiuiui, das war J. dann unangenehm obwohl sie keinen Grund dazu hatte, denn auch ich hatte ja nicht daran gedacht und mein Hirn hatte kurz auf Blackout geschalten und sich tricksen lassen.

Letztlich musste ich darüber lachen und ich hoffe die liebe J. kann das auch. Für mich war es ja nicht so schlimm und so ein kleiner Adrenalinschub am Abend macht für den Feierabend dann noch mal so richtig wach :).  Aber zur Regelmässigkeit mag ich das dann doch nicht werden lassen 🙂

 

Mensch sein – Ein Runenabend und seine Fragen

Man Gestern gab ich den Runenkurs für Fortgeschrittene zu den Runen Ehwaz und Mannaz des Älteren Futhark und es war ein wirklich spannender Abend, auch für mich. Bei der tieferen Erforschung der “Mensch-Rune” Mannaz stellte ich den Teilnehmerinnen die Frage danach, was den Menschen als solchen innerhalb der Tierwelt eigentlich ausmacht. Ich dachte eigentlich, dass dies eine einfache Frage wäre doch es kam fast schon eine philosophische Diskussion zustande, was bei einer solchen Frage auch irgendwie nachvollziehbar ist.

Ich mag hier nicht ins Detail eingehen, aber es war ein wenig erschreckend, dass Anfangs fast nur negative Wahrnehmung auf unsere Spezies Raum fand. Dies mag damit zu tun haben, dass naturspirituelle Menschen meist sehr sensibel sind und unter der derzeitigen Entwicklung und Einstellung der gegenwärtigen “Wohlstandsgesellschaft” zur Umwelt das kalte Grausen bekommen und auch im Miteinander eher die machtgierigen, dominanten Kräfte sehr im Mittelpunkt stehen und so viel unmenschliches fördern. Vom “Miteinander” gar nicht zu reden.

Ich konnte viele Beispiele für die positiven Aspekte des Mensch-Seins, unserer Verantwortung und unserer Eigenschaften finden und ins Zentrum rücken und damit sichtlich zum nachdenken anregen.Doch auch ich stellte mir im Verlauf des Kurses und darüber hinaus Fragen die mich sehr tief bewegten, auch da ich selbst so vieles nicht nachvollziehen möchte und mir mit meinen Gedanken und Intentionen manchmal wie ein Alien vorkomme, wohl bewusst, das es manch anderem Menschen ebenso geht. Übrigens etwas das ich schon als Kind fühlte, wenn ich das Leid und den Schmerz den Menschen absichtlich anrichten nicht nachvollziehen konnte.

Und doch bin auch ich durch und durch Mensch – Mannaz – und finde immer noch viele Punkte die unsere Spezies wunderbar macht, aber eben auch schrecklich. Mir geht es in diesem Blogbeitrag nicht wirklich darum jetzt Beispiele zu geben, aber ich finde es ist ein sehr guter Denkanstoss für jeden, über das “Mensch sein” nachzudenken und eben über die Frage was uns Menschen als solche eigentlich ausmacht. In Licht und Schatten. Im Göttlichen und Animalischen. In der Vereinigung der Gegensätze. Und wenn Ihr das macht, fokussiert Euch ein wenig auf die wunderbaren Dinge und nicht nur auf die Negativen, auch wenn letztes irgendwie im Trend zu sein scheint.

Und niemals vergessen dass diese Frage nicht zur Folge haben soll, das man sich als “etwas besseres” vorkommt. Denn wir sind ein Teil des Netzes, wir gehören mit den anderen Spezies auf unserem Planeten untrennbar zusammen und stehen in keiner Weise darüber. Zumindest aus meiner Sicht nicht.

Mensch!

Samhain Afterglow: Stolz hier, Selbsterkenntnis da…

samhainimpressions

Das “offizielle” Samhain feierten wir Mittwoch vor einer Woche und es war ein schöner Abend, bei dem wir eine Reise in die Unterwelt antraten, altes losliessen und mit einer Karten- und Runenziehung neues Willkommen hiessen. Wir schickten Grüsse an die Ahnen und gedachten jener, die von uns gegangen sind. Beschäftigten uns mit der Vergänglichkeit und der Wiederkehr. Unsere Aufmerksamkeit galt den Göttinnen und Göttern der dunklen Jahreszeit, sowie den Drachen, jenen mächtigen Wächtern und Kräften die Segen aber auch Chaos bringen können. Liebe durchflutete die Nacht und unser Ritual. Die Rune und Karte die ich für dieses Jahr zur Unterstützung zog sind eindeutig welche, die ich bislang noch nie als Jahresbegleiter hatte und das macht mich natürlich sehr neugierig auf die Entwicklungen, die ich vor mir habe. Was im Tarot zu mir wollte macht auf jeden Fall Sinn. Es ist in jedem Fall eine durchrüttelnde Zeit und nein, das hat nix mit 2012 zu tun sondern mit Herausforderungen an allen Ecken und Enden. Ich höre von vielen, dass sie eine heftige Traumzeit durchleben und kann das auch in meinem Fall bestätigen. Nur das meine Träume in letzter Zeit immer ziemlich prominente Gäste haben mit denen ich um die Häuser ziehe, was ich eigentlich sehr witzig und spannend finde. Stolz bin ich auch zum Jahresende, und zwar darauf, das ich immer noch nicht wieder rauche (jaja, ich hatte wieder angefangen und bin nun seit über vier Wochen wieder weg von den Glimmstengeln), das ich immer noch Vegetarier bin (eigentlich schon ein 80% Veganer), das ich meinen Laden immer noch in ein elftes Jahr führen kann und die Leute Inspiration im Crafting, an meinen Workshops und Ritualen finden (auch wenn einige Workshops sich vom Interesse her als Nieten erwiesen) und auch das ich immer wieder die Kraft finde dort anzupacken, wo angepackt werden sollte, selbst wenn es manchmal dauert. Mein liebstes Unwort ist nämlich immer noch: morgen! Die Dinge auf die ich nicht stolz bin, nehme ich zur Kenntnis und freue mich, das ich sie wenigstens erkannt habe und dran arbeiten kann. Ist doch schön und menschlich, wenn man immer eine Aufgabe hat und was lernen darf. Unter die Kategorie “das muss geändert werden” fällt im übrigen meine “Internetsucht”. Naja, es ist nicht so schlimm, aber mir fiel auf das ich – im Gegensatz zu früher – nun wesentlich mehr dumm konsumierend in Social Networks umher surfe, als selber mit produktiv zu sein. Das muss sich reduzieren. Es macht zwar Spass, aber manchmal wäre die Zeit besser investiert, vor allem weil sie so schnell vergeht, vor dem Bildschirm. Tja, dieses Jahr war auch wahnsinnig schnell um. Ob es am älter werden liegt oder eben an all den Dingen die die Aufmerksamkeit beanspruchen, lass ich jetzt mal im Raum stehen. Morgen feiern übrigens einige Samhain nach dem Sonnenstand und das Jahresende zieht sich ja bis Yule und der Wiederkehr der Sonne hin. In diesem Sinne: Euch allen eine aufschlussreiche Zeit.