Aprilwetter der Seele

Der Jahreskreis lehrt uns nicht nur vom Zyklus und Kreislauf der Natur, er drückt auch die Phasen und Momente des Lebens aus die man durchreist. Während man sich durch das Jahr durch, und während eines gelebten Lebens von der Geburt bis zum Gehen so halbwegs an einen Zeitrahmen halten kann, durchläuft man die “inneren Jahreszeiten” jedoch oft im Zeitraffer. Auf Frühling und Sommern können Herbst und Winter manchmal schneller folgen als einem lieb ist, und man muss keine bipolare Erkrankung haben, um dies zu erleben. “Aprilwetter der Seele” weiterlesen

Empfehlung: The Path Of Paganism, John Becket

Ich folge dem Blog von John Becket schon längere Zeit und mag die Meinungen und Beiträge dieses, im Druidentum verwurzelten, Neuheiden. Nun ist sein erstes Buch auf dem Markt, “The Path Of Paganism”, und wie schon seine Blogbeiträge so ist auch dieses Werk rundum empfehlenswert.

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Gebet zu Litha – Blessed Summer Solstice

An unserer Sonnwendfeier war es eine Aufgabe als Beitrag zum Ritual und als kleine Danksagung an die Jahreszeit und Kräfte mit denen wir arbeiten, ein kleines Gedicht oder Gebet zu schreiben. Hier teile ich meines mit Euch.

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Beltane Afterglow und Nachdenklichkeiten

Sonntag vor einer Woche zelebrierten wir unser schönes und stimmiges Beltane Ritual und wir waren erstaunlich Wenige dafür, dass es an einem freien Tag stattfand. Wir wurden diesmal dabei gefilmt, aber dazu mag ich noch nicht gross etwas schreiben, denn da ist alles noch sehr vage. Speziell war es dennoch, zu wissen das alles was man sagt oder flüstert dann aufgenommen ist. Mein Mann machte schöne Bilder, auch eine Premiere, und diese wiederum schenken uns wunderbare Erinnerungen. Letztlich war das Ritual so, als wäre gar niemand ausser uns und den Göttern und Geistern dabei gewesen. Es ist klasse, wie schnell man so eine Kamera ignorieren kann.  “Beltane Afterglow und Nachdenklichkeiten” weiterlesen

Licht trifft Dunkel trifft Licht

Yule ist vorbei, Weihnachten ebenso, die Rauhnächte noch voll am laufen und endlich bahnt sich eine – halbwegs – freie Woche an in der ich nur reduziert tätig sein werde. Diese brauche ich auch, denn die letzten Wochen waren anstrengend, erinnerten mich aber auch daran wie stark ich eigentlich bin, selbst wenn es sich gelegentlich und im grössten Tohuwabohu ganz anders anfühlt. “Licht trifft Dunkel trifft Licht” weiterlesen

Keine Zeit! … Keine Zeit?

Aus dem "Avalon" OrakelWir waren ein wirklich kleines Grüppchen am diesjährigen Mabon-Treff mit Ritual. Es ist erstaunlich denn noch kein Jahr zuvor hatten wir immer so wenige Teilnehmer an den Hexenfesten wie dieses. Eigentlich sollten es immer mehr werden aber die Menschen haben so viel um die Ohren und Verpflichtungen, das immer irgend etwas ansteht das wichtiger oder unaufschiebbar scheint und manchmal einfach ist (Arbeitszeiten, z.B.) “Keine Zeit! … Keine Zeit?” weiterlesen

Doppelt gemoppelt… Litha x 2 und den Vollmond gleich dazu….

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Als letzte Woche das grauenhafte Shooting in Orlando geschah schrieb ich einen langen Artikel über unsere Zeit, Wut, Zorn, Ohnmacht und Trauer aber auch Hoffnung und Aktivismus. Ich entschied mich dann letztlich ihn nicht zu veröffentlichen werde ihn aber zum Anlass für ein paar kritischere Themen nehmen die mir so im Kopf herumschwirren und die durch den Zeitgeist auch wunderbar befeuert werden. Aber alles zu seiner Zeit und jetzt mal zu schönen Dingen, denn die braucht es derzeit mehr.

Heute ist ja für einmal ein herrlicher Sommertag. Pünktlich zur Sonnwende und dem astrologischen Sommerbeginn lacht unser strahlender Stern vom blauen Himmel und treibt die Temperaturen gleich mal so richtig hoch. Schön ist das, auch wenn der plötzliche Wechsel etwas anstrengend ist und es bei dem Wetter die Menschen natürlich mehr an den See als in die Geschäfte treibt.

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Am Samstag als ich Litha mit den lieben Freunden von der Wegkreuzung und deren Freunden zelebrierte hatten wir ebenso Glück und das verdankten wir auch der guten Planung sowie dem Tempel den meine liebste (und älteste) Hexenfreundin mit ihren Männern eingerichtet hatte. Wir waren im Zelt das wiederum in einem der verzaubertsten und schönsten Gärten stand, die ich kenne, und gerade als ich das Feuerelement ehrte und ans Wasser weitergab donnerte es laut und es begann zu schütten, was uns im Zelt natürlich nicht gross betraf, aber eine wunderbare Atmosphäre schuf.

Alle Elemente vertreten und ein heiliges Ritual mit dem Segen des keltischen Sonnengottes Lugh. Seufz. Traumhaftes Ambiente.

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Und der Schmaus den Sträggele dann zubereitete war einfach gut und mit Curry auch etwas feurig. Tja, ist ja schliesslich ein Feuerfest das wir da zelebrierten.

Am Vollmond-Montag war es dann an “unserem” Grüppchen den Vorabend zu Litha zu zelebrieren und auch uns waren die Wettergötter hold. Erst gegen Ende des Anlasses grollten in der Ferne die Donner und später gab es dann noch ein wenig Regen, aber da waren wir bereits im Trockenen. Leider konnte von meinem Zirkel niemand dabei sein (das erste Mal dass das vorkam) aber es war auch ohne Coven so eine feine und herzliche Runde die sich um Mandala und Altar scharte um den längsten Tag des Jahres (und die kürzeste Nacht) zu ehren. Ich hatte sogar an beiden Festen meine grüne Ritualrobe an, die ich nur sehr selten überziehe.

Aber gerade in diesen Zeiten gebühren dem Licht und der Schönheit besonders viel Dank und die Sonnwendfeier zelebrierte deren Höhepunkt. Da darf es auch etwas Besonderes sein. Auch ein neues Cernunnos Amulett gönnte ich mir zu diesem Fest an dem der Zenith bereits überschritten wird und Sol am Höchststand ankam. Aber keine Bange: da der Sommer nun erst so richtig da ist werden wir es kaum realisieren, das die eigentlichen Tage sich schon wieder verkürzen.

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Wir hatten alle die nicht dabei sein konnten in unseren Herzen. Wir sind eben ein “Kreis in einem Kreis” und es freut mich immer wenn an den spezifischen Daten alle Hexen und Heiden, im Herzen oder rituell, solitär oder in Gruppen, eine besondere Energie ins Kollektiv weben. Und es wäre so schön wenn sich in den Herzen der Menschen und der Gesellschaft wieder etwas mehr Lebensfreude und Mitgefühl sowie Zufriedenheit und Dankbarkeit einnisten würden.

Denn die Richtung in die wir gesellschaftlich derzeit schlittern bereitet jedem vernünftigen Menschen etwas Sorge. Aber das ist nun tatsächlich eines der Themen die ich ein anderes mal ansprechen werde (im letzten Zwischenwelt-Beitrag zu Litha brachte ich das bereits etwas zur Sprache)…

Achja, ich habe vor meinen Video-Channel wieder zu beleben. Ich weiss… Blablablablabla… das sag ich ja schon lange, aber es ist wirklich wieder an der Zeit. Wenn das nur nicht so viel eben jener (Zeit) in Anspruch nehmen würde. Aber das ist ja schon wieder Gejammer (diesmal meinerseits) und eine Ausrede. Er sitzt eben immer noch im Sonnenlicht und wärmt sich den Bauch. Der Schweinehund. Mein geliebtes Anti-Krafttier. Oder Krafttier? Hmmm…. irgendwie beides 😛

Bright Blessings

 

Vorfreude …

Lange ist es her und ich nutze absichtlich ein verschwommenes Bild... Der Herr im roten Umhang bin ich *lach*
Lange ist es her und ich nutze absichtlich ein verschwommenes Bild… Der Herr im roten Umhang bin ich *lach*

 

Viele viele Jahre sind nun schon seit der Auflösung jenes Covens vergangen in dem ich lernen und meinen Weg zur Priesterschaft beschreiten durfte. Und immer noch sind die meisten von uns freundschaftlich verbunden und im Herzen immer noch ein Teil jenes “Verzauberten Waldes” der damals mit der “Macht der Acht” (ein running Gag nach einem kraftvollen, magischen Akt) doch so einiges erlebte, das ein Leben lang unvergesslich bleiben wird.

Auch wenn ich vereinzelt einige meiner ehemaligen Zirkel-Hexenschwestern (und einen Bro) an Events (Pagan Federation Conference, Sträggeles Handfasting, die Rituale unserer OBOD Kolleginnen,…) treffen durfte, so haben wir nie wieder zu einem Ritual zusammengefunden.

Gelegenheit zum vereinzelten Mitfeiern mit zumindest einzelnen Freunden dieser Zeit  hätte ich schon gehabt, aber aus Zeit oder Bequemlichkeitsgründen wollte es einfach nicht klappen bisher (ein gesamtes Treffen ist immer noch ausständig). Denn ich muss zugeben: da ich selbst Jahreskreisfeste mit der Hexenschule, unserem Mini-Zirkel und Freunden aus den vergangenen Jahren ausrichte war es mir neben Laden, Kursen und wenig Freizeit meist zu viel um noch anderswo teilzunehmen oder aber es kam zu einer Terminkollision die es mir verunmöglichte.

Dieses Jahr jedoch, zur Sonnwendfeier, springe ich über meinen Schatten und werde Litha zweimal feiern, denn mein Herz sehnt sich danach wieder mal mit meiner lieben Hexenschwester Sträggele und ihren Liebsten zu feiern.

Denn wir zwei haben – obwohl wir uns am längsten von allen kennen –  seit der Trennung des “Enchanted Forest” nie wieder gemeinsam in einem Kreis stehen dürfen (das Handfasting jetzt mal ausgenommen, aber da stand ja anderes im Mittelpunkt).

Und auch wenn es wegen des Arbeitens im Vorfeld für mich wieder einmal etwas stressiger zugehen wird und ich kurz darauf “unser” Litha vorbereiten darf, so ist die Vorfreude gross, denn Sträggi gehört zu meinen Hexenfreundinnen erster Stunde. Das waren noch Zeiten vor Facebook und Co.. Viel persönlicher und spannender.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf das Treffen und Zusammensein….

Eine völlig neue Art das Tarot zu erleben...
Eine völlig neue Art das Tarot zu erleben…

 

Vorfreude hatte ich übrigens auch als ich via eines Kollegen ein neues Tarot entdeckte, das anders ist als alle die ich bisher kennenlernen durfte. Das “Transparent Tarot”. Transparente Karten die man nicht nur legen kann, sondern die sich aufgrund ihrer Beschaffenheit auch übereinander legen lassen und die so Bilder schaffen, Geschichten erzählen, Magie weben,… Einfach grossartig und das sie sogar meinem Schatz gefallen, das mag etwas heissen… (ich werde hier in den nächsten Tagen ein Review schreiben)…

Vielleicht weihe ich die Karten an Litha?

 

Beltane im kleinen Kreis

Wir waren ein winziger Kreis mit grosser Freude
Wir waren ein winziger Kreis mit grosser Freude

 

Seit 2009 waren wir nicht mehr so wenige Leute an einem Beltane Ritual (und damals waren wir noch 1 mehr). Ganze 5 Kopf hoch zelebrierten wir den Einstieg in die heilige Hexennacht. Dabei war ich davon ausgegangen das an einem Samstag ein Teilnehmer-Rekord aufgestellt werden könnte.

Doch bereits im Vorfeld mussten immer mehr aus persönlichen oder organisatorischen Gründen absagen, selbst von unserem Zirkel schaffte es letztlich nur Katharina. Den letzten Rest gab dann wohl die Wettervorhersage die sich für einmal sogar als zutreffend herausstellte.

Anfangs blieben wir noch trocken an unserem Platz unter dem Weltenbaum, doch während des Rituals vermählten sich tatsächlich Vater Himmel und Mutter Erde vor Ort in einem Regenschauer der, zumindest in dieser Nacht, denn auch kein Ende mehr fand.

Wir hatten es jedoch fröhlich und lachten, alberten, trommelten und den Höhepunkt stellte das Segnen des Kelches den wir alle in Händen hielten und in den wir dann das Athame gleiten liessen um die Kraft von Göttin und Gott, Inspiration und Kreativität, Männlich und Weiblich, Lebenslust und Lebensfreude symbolisch in den süssen und ach so leckeren Honigwein zu laden und uns denn mit dem wärmenden Funken des Lebensfeuers erfüllen zu lassen.

Kreativ war es auf jeden Fall, das Ritual, und die Gedichte die vorgetragen wurden füllten den Kreis und die Herzen. Wurden vom Rauch des lustvollen Rauches der aus der Schale waberte zu den Göttern getragen.

Schön war es, nass und kühl aber gleichzeitig erfrischend und lebendig. Und auch wenn der Sommer immer noch ein wenig abwartet, so schien wenigstens im Innen die Sonne und drückte sich durch das Lachen aus.

Die Temperaturen ziehen sicher bald nach. Und dann wird auch der Regen wärmer

🙂