Wiedersehen mit “alten” Büchern

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Im Moment bin ich daran mich durch ein paar Klassiker der Wicca- und Hexenliteratur durchzulesen, die ich vor vielen vielen Jahren durchgearbeitet hatte und von denen mich einige ziemlich berührten zur damaligen Zeit. Und es ist spannend festzustellen, wie sehr man sich von einigen Dingen/Philosophien entfernt hat, die einen damals völlig begeisterten und andere wiederum heute mehr denn je aktuell sind und bleiben.

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Das Ende einer langen Lesereise: Good bye Midkemia

Ich war schon lange nicht mehr von einem Buch so emotional berührt das ich in den letzten Kapiteln Rotz und Wasser heulte: vor Aufregung, vor mitempfundenen Leid aber zuletzt auch vor Rührung und Freude. “Magicians End” – der letzte Roman der grossartigen und langen Fantasy Sage um Midkemia vollbrachte dies und trumpfte gleichzeitig mit einem Finale kosmischen Ausmasses auf, denn letztlich stand nichts anderes auf dem Spiel als das Universum, das Sein selbst. Die logische Konsequenz die sich schon über die letzten Chroniken hin abzeichnete. Raymond E. Feist hätte seine epischen Finalepisoden der letzten Sagen auch gar nicht anders toppen können….

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Das (temporäre?) Aussterben der guten Fachbücher

Eine der vielen Buchjuwelen vom Thema die bisher nicht mehr aufgelegt werden.
Eine der vielen Buchjuwelen vom Thema die bisher nicht mehr aufgelegt werden.

Es ist irgendwie unglaublich wie ein Klassiker nach dem anderen vom deutschsprachigen Markt verschwindet und meistens, leider, von Eso-Quatsch und oberflächlichem Zeilendurchfall ersetzt wird. Zuerst war dies im Bereich Wicca- und Hexenliteratur festzustellen (oder ich bemerkte es einfach zuerst, da dies mein Fachgebiet ist), und jetzt trifft es auch die Bücher zum Thema Runen.

Das auch Klassiker des Schamanismus und der Krafttier-Bücher unter der neuen Trendwelle leiden und es nun plötzlich von “Kristalldrachen aus Lemuria” bis zu “Kraftieren aus Licht- und Liebe Atlantis” alles zu geben scheint war ja abzusehen, denn dieser Trend zeichnete sich ja schon die letzten Jahre hinweg ab als der den einstigen New Agern vorher zu erdige Schamanismus  (“Schamanismus und Hexentum haben so niedrige Schwingungen”) plötzlich als hip erschien und sich das nun rundum bemerkbar macht…

Doch wenigstens ist hier auch immer noch einiges Gutes zu empfehlen und lieferbar.

Ganz bitter ist jedoch das es hierzulande kaum noch die Klassiker der Wicca- und Hexenliteratur (Starhawk, Valiente, Cunningham, etc…) zu kaufen gibt und sogar einige kommerzielle Autoren die man dennoch bedingt empfehlen konnte (Ravenwolf, usw…) sich aus dem Angebot verabschiedet haben und nur mehr im englischen Original oder aber antiquarisch zu beschaffen sind.

Auch Bücher von modernen Autoren wie Christopher Penzsack oder Raven Grimassi würden eine Bereicherung darstellen, wenn sie denn übersetzt werden würden. Phyllis Curott und Francesca de Grandis gab es mal, doch auch sie überlebten hier nicht lange in den Regalen…

Und als ich eben letzthin das Angebot an seriösen Runenbüchern wieder aufstocken wollte (mein Favorit hierbei war und ist Edred Thorsson) bekam ich einen Schreck, denn auch hier ist nun das grosse Verschwinden vom Markt eingetroffen und das Angebot für jene die sich ernsthaft damit auseinandersetzen wollen ziemlich geschrumpft. Nur mehr ein Titel dieses Urgesteins der Runenforschung ist –  im Verbund mit einem Runenset – zu haben.

Gehts noch?

Ist der Markt hier wirklich zu klein? An mangelndem Interesse kann es nicht liegen, denn die Leute verlangen – bei mir zumindest – nach den Klassikern und sind bitter enttäuscht wenn sie diese nicht mehr bekommen und lesen können…

Bei den Runenbüchern gibt es ja noch einige die man empfehlen kann (Freya Aswynn, Jan Fries,…) aber bei den Wicca- und Hexenbüchern wird es knapp. Nichts gegen neue Autorinnen und Autoren. Einige machen einen guten Job was Hexentum allgemein anbelangt, aber gerade eine Tradition wie Wicca – das ja einen enormen Impakt auf die Sicht des Hexentums heute hatte –  ruft danach zeitloses Wissen und den Spirit der Anfänge weiter zu tragen. Und es ist logisch das viele Menschen erst einmal in bewährtes hinein lesen wollen bevor sie auch neue Ansätze erforschen.

Somit hoffe ich das die Rechte an diesen zeitlosen Fundamenten des Wicca bald frei werden und sich vielleicht ein paar Verlagshäuser daran machen, diese wichtigen Bücher für die deutschsprachige Welt wieder anzubieten.

Auch wenn es für das Geschäft nicht dienlich wäre, so wäre ich sogar froh wenn das zumindest in elektronischer Form (Kindle, etc.) möglich werden würde. Denn dann blieben sie zumindest erhalten und könnten empfohlen werden….

Man darf hoffen….