Ein paar Tage “Ferien”

Die waren ja schnell wieder um, diese paar freien Tage die letztlich meine “Ferien” darstellten, dieses Jahr. Und auch wenn zu Wochenbeginn das Wetter nicht so toll war (ich liebe Regen, aber nicht wenn ich wandern gehen möchte) so  konnten wir ab Wochenmitte doch noch ein paar geplante Ziele ansteuern.  “Ein paar Tage “Ferien”” weiterlesen

Es erzählt der Allvater: Renate Steinbachs Edda Variante

odin allvater“Odin Allvater” von Renate Steinbach war eine angenehme Leseüberraschung. Die Autorin erzählt im grossen und ganzen die Geschichten der Edda – von der Schöpfung bis Ragnarök und darüber hinaus – aus Odins Sicht. Manch ein Purist mag sich an der “Ich” Form stören und Odin ein wenig “soft” wahrnehmen, ich jedoch fand diesen Stil durchaus erfrischend und packend. Die Gedankengänge machen durchaus Sinn und man kann die Beweggründe des nordischen Allvaters durchaus nachvollziehen. Steinbach bleibt durchaus authentisch an der Edda und lässt diese sogar in Auszügen – nach der Übersetzung von Karl Simrock – direkt mittels Zitaten einfliessen.

Es ist ein respektvolles, dem Mythos verpflichtetes und dank des Erzählstiles durchaus verständliches Werk das ein Verständnis für Odin und seine Taten – bzw. “Nichttaten” – weckt und die komplizierte Beziehung zu seinem Blutsbruder Loki aufzeigt. Auch die Beziehung der Asen und Wanen zueinander sowie die Verbindungen und Freundschaften werden aufgezeigt. Natürlich auch gewisse Antipathien und Aversionen die die Beziehung zu den Riesen ausmachen. Man merkt jedoch das dieses Werk nicht professionell editiert wurde, denn in der Kindle Ausgabe sind einige Satzfehler und auch andere Stolpersteine, die den Erzählfluss jedoch in keiner Weise beeinflussen. Ich für meinen Teil raste durch dieses Buch und verschlang die nordische Mythologie aus der Sicht ihres bekannten Oberhauptes der hier so “menschlich” wie selten präsentiert wird und der dennoch durch und durch Gott ist.

Ich freue mich nun auf die Geschichte von Loki Laufeyson, ein weiteres Buch der Autorin mit einer der wohl fehlinterpretiertesten Gottheiten des nordischen Pantheons als Erzähler. Ich kann dieses Buch aus der Sicht Odins allen die die Edda einmal etwas anders erleben wollen in jeder Hinsicht empfehlen. Mir hat es Freude bereitet….Die Götter sind unter uns…

Der mystische Herbstwald

Mystische Impressionen

Gestern durfte ich mich entscheiden: entweder ins Fitness und trainieren, oder in den Wald und meditieren. Ich habe letzteres gewählt und es nicht bereut.

Zu schön die Stimmung in die Dämmerung hinein, zu mystisch die Wanderung durch den stillen Nebel über Luzern und Kriens, zu lockend die Stimmen der Herbstgeister. Zu verführerisch die Umarmung des Spirit die – verkleidet in ein Meer aus grau und lebendiger Schatten – nährend durch alle Ebenen drang. zu brodelnd der Kessel der Cerridwen, dessen Trank Liebe für das Land und die Zeit erwachen liess…

Es war einfach nur schön. Danke Wald und Dank Deinen Geistern

Spaziergang im Herbstwald um Luzern

Samhain Afterglow: Stolz hier, Selbsterkenntnis da…

samhainimpressions

Das “offizielle” Samhain feierten wir Mittwoch vor einer Woche und es war ein schöner Abend, bei dem wir eine Reise in die Unterwelt antraten, altes losliessen und mit einer Karten- und Runenziehung neues Willkommen hiessen. Wir schickten Grüsse an die Ahnen und gedachten jener, die von uns gegangen sind. Beschäftigten uns mit der Vergänglichkeit und der Wiederkehr. Unsere Aufmerksamkeit galt den Göttinnen und Göttern der dunklen Jahreszeit, sowie den Drachen, jenen mächtigen Wächtern und Kräften die Segen aber auch Chaos bringen können. Liebe durchflutete die Nacht und unser Ritual. Die Rune und Karte die ich für dieses Jahr zur Unterstützung zog sind eindeutig welche, die ich bislang noch nie als Jahresbegleiter hatte und das macht mich natürlich sehr neugierig auf die Entwicklungen, die ich vor mir habe. Was im Tarot zu mir wollte macht auf jeden Fall Sinn. Es ist in jedem Fall eine durchrüttelnde Zeit und nein, das hat nix mit 2012 zu tun sondern mit Herausforderungen an allen Ecken und Enden. Ich höre von vielen, dass sie eine heftige Traumzeit durchleben und kann das auch in meinem Fall bestätigen. Nur das meine Träume in letzter Zeit immer ziemlich prominente Gäste haben mit denen ich um die Häuser ziehe, was ich eigentlich sehr witzig und spannend finde. Stolz bin ich auch zum Jahresende, und zwar darauf, das ich immer noch nicht wieder rauche (jaja, ich hatte wieder angefangen und bin nun seit über vier Wochen wieder weg von den Glimmstengeln), das ich immer noch Vegetarier bin (eigentlich schon ein 80% Veganer), das ich meinen Laden immer noch in ein elftes Jahr führen kann und die Leute Inspiration im Crafting, an meinen Workshops und Ritualen finden (auch wenn einige Workshops sich vom Interesse her als Nieten erwiesen) und auch das ich immer wieder die Kraft finde dort anzupacken, wo angepackt werden sollte, selbst wenn es manchmal dauert. Mein liebstes Unwort ist nämlich immer noch: morgen! Die Dinge auf die ich nicht stolz bin, nehme ich zur Kenntnis und freue mich, das ich sie wenigstens erkannt habe und dran arbeiten kann. Ist doch schön und menschlich, wenn man immer eine Aufgabe hat und was lernen darf. Unter die Kategorie “das muss geändert werden” fällt im übrigen meine “Internetsucht”. Naja, es ist nicht so schlimm, aber mir fiel auf das ich – im Gegensatz zu früher – nun wesentlich mehr dumm konsumierend in Social Networks umher surfe, als selber mit produktiv zu sein. Das muss sich reduzieren. Es macht zwar Spass, aber manchmal wäre die Zeit besser investiert, vor allem weil sie so schnell vergeht, vor dem Bildschirm. Tja, dieses Jahr war auch wahnsinnig schnell um. Ob es am älter werden liegt oder eben an all den Dingen die die Aufmerksamkeit beanspruchen, lass ich jetzt mal im Raum stehen. Morgen feiern übrigens einige Samhain nach dem Sonnenstand und das Jahresende zieht sich ja bis Yule und der Wiederkehr der Sonne hin. In diesem Sinne: Euch allen eine aufschlussreiche Zeit.

Zeitrasen

GeminispiralUnd wieder ein Wochenende vorbei. Bilde ich mir das ein oder rasen die Wochen und Monate dieses Jahr einfach so vorüber? Mir hat mal jemand erklärt dass diese zunehmende Geschwindigkeit bzw. das Empfinden jener Geschwindigkeitszunahme im Leben und mit zunehmendem Alter neurologisch bedingt sei. Ob mich das wirklich beruhigt, kann ich nicht sagen. Nein, eigentlich nicht wirklich. Ich persönlich schiebe es ja ein bisschen auf die totale Vernetzung und die Nutzung des Internets die einem viel Zeit klaut. Natürlich ist das etwas das man selbst im Griff haben sollte. Aber hat man das wirklich? Alleine schon die Arbeit sorgt dafür, das man nicht darum herum kommt, die virtuellen Möglichkeiten zu nutzen. Und es ist ja auch nicht wirklich schlecht, denn wir befinden uns nun einmal im 21. Jahrhundert und die Entwicklungen der Zeit bringen ja auch enorm viele Vorteile die vermutlich so manchem der vor hunderten, wenn nicht tausenden von Jahren gelebt hat, wie ein Traum vorkommen mögen. Das Tolle daran ist, das auch unsere Götter mit uns mitwachsen und sie nun in vielerlei neuen Formen ihren Ausdruck finden. So ist Hermes der Götterbote mit Sicherheit auch im Internet unterwegs und die Riesen der germanischen Götterwelt findet man nun als Trolle im Netz. Jaja, der Zeitgeist. Ich bin immer noch daran irgendwie eine Balance zu finden und mich zwischendurch aufs Wesentliche zu besinnen. Meine Naturreligion gibt mir hierbei die notwendigen Wurzeln und Möglichkeiten. Mein Traum von der Zukunft wäre auf jeden Fall eine Welt in der Natur und Technik sich unter die Arme greifen, Magie und Mythos sich von den Musen des Fortschrittes küssen lassen und eine harmonische Synergie bilden. Die Möglichkeiten hätten wir. Das notwendige Bewusstsein fehlt leider noch. Vor allem bei jenen die nur Geld und Gewinn im Auge haben und die wirtschaftlich noch am Drücker sind. So, und mit diesen Gedanken verabschiede ich mich und denke mal darüber nach, ob und wie ich meine Facebook Aktivität etwas einschränke. Das Teil zieht nämlich wirklich etwas, wenn man es zulässt. Da fällt mir aber gerade noch ein, das auch meine Grosseltern, die noch sehr bescheiden im Wien der Nachkriegszeit lebten, darüber klagten das die Uhr mit zunehmendem Alter immer schneller ticke. Also doch neurologisch, das Ganze…………………………………………………….. Beruhigend?

Sol Invictus: Das Götter Tarot

Tja, ich besitze schönere und tiefgehendere Tarotdecks in meiner Sammlung und dennoch habe ich es mir gestern bestellt: Das “God Tarot”. Warum das? Weil es endlich einmal ein Tarot bzw. Kartenorakel ist, welches auf den Mythen der Götter, des Maskulinen aufbaut. Ich habe bereits mehrere Göttinnen Orakel und Tarots in meiner Kollektion und schon lange suche ich nach einem Deck das auch einmal die Männermythen- und Archetypen behandelt. Nun: das God Tarot glänzt wie gesagt nicht durch besonders schöne Zeichnungen (es gibt aber auch viel infantilere und noch einfachere), aber es ist in jedem Fall einmal ein Schritt in Richtung Orakel für Männer. Das unterstütze ich und deshalb freue ich mich auch darauf. Rezension gibt’s dann, wenn ich es in Händen halte und das Begleitbuch studieren konnte.

Emperor

Zusammenfassung: Samhain 2008

040Es war interessant: obwohl auch ich normalerweise Samhain dem Dunkel- oder Schwarzmond zuordne und es dementsprechend vor Tagen meditativ beging, war der gestrige “offizielle” 31.Oktober energetisch sehr speziell. Es lag eine Erwartungshaltung in der Luft, die ich ansonsten eher an “normalen”, gesellschaftlichen Feiertagen wie Weihnachten oder Silvester wahrnehme. Die dünnen Schleier waren wohl für viele Menschen erfassbar was sich in der Stimmung niederschlug. Hat sich “Halloween” bereits so einen festen Platz hier erobert? Sieht fast so aus, denn auf dem Weg in den Wald kamen wir an so manchem Verkleidetem vorbei. Diese Stimmung, diese Energie empfand ich gestern als sehr unterstützend…

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