Vollmondkraft und schlafarme Nächte…

Aus Ciro Marchettis "Legend of the Divine" Tarot
Aus Ciro Marchettis “Legend of the Divine” Tarot

Morgen ist Vollmond und ich spüre ihn mit jeder Faser. Kraftvoll, auch wenn das Grau der Wolkendecke sein Licht nur beschränkt durchlässt und tags¨über auch von den Nebelgeistern gebremst wird. Visuell starke Träume holen mich öfters aus dem Schlaf, vergessene Gefühle und Themen tauchen auf und versuchen sich unter dem fahlen Schein einen Platz in der Zeit zu sichern. Der Engel der Erschöpfung und der Geist der Lebenskraft im Tanz vereint. Wirbelwind mit kleinen Aussetzern.

Ich mag diese Zeit sehr und erfreue mich an den dünnen Schleiern und jenen Erfahrungen die damit verbunden sind. Einzig die damit verbundene Schlafarmut krallt sich ein bisschen unangenehm an die körperliche Empfindung durch den Tag und ruft nach Pausen, die derzeit kaum gewährt werden können.

Und so gähne ich herzhaft, greife zur Kaffeetasse und atme ein paar mal tief durch ( gepaart mit einem herzhaften Gähnen) um abends auf den Kurs hin fit zu sein.

Ein Insel im Innen finden…

wildwoodDie Geburt des Covens liegt hinter uns und der Alltag ist wieder eingekehrt. Ich hadere mit der Buchhaltung, weil ich das einfach nicht gerne mache und so viele Herausforderungen anstehen, auch geschäftliche, das es mir schwer fällt mich darauf zu konzentrieren. Und auch die anderen Mitglieder unserer magischen Familie bleiben nicht von den Tücken des Alltags verschont. Das Leben hält einen heutzutage unendlich beschäftigt, und nicht immer nur mit jenen Dingen für die wirklich das Herz schlägt. In solchen Momenten fällt das eine oder andere mal auch der Gedanke: Aussteigen. Im Sinn von: Zelte abbrechen und irgendwo einen Neustart wagen. Doch ist das der Sinn der Sache? Für die Einen mag das völlig so in Ordnung sein, ich für meinen Teil denke mir das ich meine Berufung ja aus einem bestimmten Grund lebe, das es auch einen Grund hat, diese Herausforderungen anzunehmen und gestärkt aus ihnen hervor zu gehen. Auf der Welle zu reiten. Doch unsere westliche Welt, und vermutlich nicht nur die, legt einem viele Stolpersteine in den Weg, füllt einen mit Verpflichtungen die so beschäftigt halten das man zwischendurch einfach müde Momente hat und sich fragt: warum? Ich habe heute den Eremiten gezogen (Wild Wood Tarot) und die Karte entspricht einem Bedürfnis das ich immer um diese Jahreszeit verspüre und das mir – schliesslich ist diese Zeit des Jahres enorm wichtig für das Fortbestehen des Ladens im nächsten Jahr – ziemlich verwehrt bleibt. Also muss ich mir auch dieses Jahr wieder Inseln schaffen, Räume im Innen in die ich mich zurückziehen kann um Kraft zu tanken. Und die mir die Energie schenken um das Notwendige zu erledigen ohne dabei zu viel Energie zu verlieren. Eine Übung in Zen, könnte man fast sagen. Da überlappen sich die spirituellen Wege wieder einmal und zeigen den gemeinsamen Kern.

Ab und raus und los und ich …

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Die geballte Kraft von Johanniskraut und Rosenwurz von Innen und ein Räuchertraum aus Rosmarin und Weihrauch im Aussen: da kann es ja nur aufwärts gehen. Letzte Woche tat ich etwas das schon lange überfällig gewesen war: ich ging wandern! Einfach so. Laden zu und ab auf den Pilatus. Zwar war der Berg unten und oben voll mit Touristen und die Wartezeit auf die Gondel vom Gipfel hinab zum Fräkmüntegg nahezu unterträglich, aber der Weg hinauf und hinab bot genug Gelegenheit zum schwitzen, rasten und ungestörten sinnieren in zauberhafter Landschaft vor den Toren Luzerns…

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Eine interessante Zeit, so ab 40 ;)

Mein Lieblings-Eremit aus dem "Cosmic Tribe Tarot" Ich mache in meinem Leben gerade eine spannende Zeit durch sowie interessante Prozesse und Wandlungen. Dabei stelle ich fest, das ich manchen Dingen die ich bislang ablehnte nun aufgeschlossener gegenüberstehe, andererseits aber auch einen kritischeren bzw. klareren Blick auf manches Gewohntes werfe. Nicht immer gelingt mir dabei der Balanceakt auf diesem neu gespannten Seil und manchmal beginnt dieses so intensiv zu schaukeln, so das ich mich kontrolliert wieder ins Gleichgewicht bringen muss. Ich vergleiche meine Gegenwart auch gerne mit einem umzäunten Garten wo gerade neue Pflänzchen zwischen die Vertrauten gesetzt werden, die nun gehegt und gepflegt werden wollen, bevor ich die Pforten wieder öffne. Dass dabei nach Aussen einige Dinge zu kurz kommen mögen ist nicht auszuschliessen, aber es langfristig lohnt es sich. Nun verstehe ich auch zunehmend die Bedeutung meiner Jahreskarte für dieses Lebensjahr, des Eremiten. Kein vollständiger Rückzug, aber mit der Laterne ins Dunkel, das im Übrigen so finster gar nicht ist. Das Jahrzehnt zwischen 40. und 50. Lebensjahr ist tatsächlich voller kleiner Wunder und trägt viel Potential in sich.

Der Eremit liess nicht locker

cosmichermit Gestern zog ich im Rahmen meiner Sonntagsarbeit dreimal hintereinander den Eremiten. Die erste Frage war die nach meiner unterstützenden Kraft für die Woche doch als eben der Eremit mir entgegenlief wollte ich ihn nicht akzeptieren, da diese Woche sehr arbeitsintensiv wird. Also zur Kenntnis genommen, nochmal gemischt, nochmal gezogen, nochmal Eremit. Und da aller guten Dinge drei sind wollte ich mich entgegen besseren Wissens überlisten und fragte nach einer alternativen Kraftkarte und (Trommelwirbel) hatte wieder den Eremit in den Händen. Die Götter waren wahrlich mit mir und die Botschaft scheint eine sehr dringliche zu sein. Nun muss ich den Eremiten gerade in dieser arbeitsintensiven Woche integrieren. Ich wusste ja bereits beim ersten mal was er mir sagen will. Aber mein Verstand sagte: “geht nicht, will ich nicht, mag ich nicht, brauche doch,…”. Aber tief drin weiss ich, das gerade der Eremit sehr wichtig ist derzeit. Und seine Energie auch und gerade in den intensiven Alltag integriert werden kann. Ein guter Weg aber ein herausfordernder…

Ein Entschluss

Mit jedem Tag im neuen Jahr steigt die Gewissheit, das ich dieses Jahr unbedingt Ferien machen muss. Zwar mogel ich mich immer wieder durch und motiviere mich stets auf’s Neue, dennoch brauche ich nach 7 Jahren durcharbeiten nun eine Auszeit, die ich mir dieses Jahr definitiv nehmen werde. Diesen Entschluss habe ich heute morgen gefasst. Mein Partner geht in Kürze einen ganzen Monat nach Hause in die Karibik und da unser sehr alter Kater pflegebedürftig ist, kann ich ihn nicht begleiten. Das nehme ich in Kauf aber für mich ist klar, dass ich im Anschluss mindestens 14 Tage brauche um selbst wieder andere Perspektiven zu bekommen und neue Energie zu tanken. Mal wieder die Familie zu besuchen und auch irgendwohin gehen – vielleicht in den Norden – um notwendigen Abstand zu bekommen, ein paar Tage lang ununterbrochen in die Natur einzutauchen, mich aufzutanken und abzuschalten. So sei es!