Offenheit Reloaded – Anmerkungen

Eyes

Im Blog habe ich ja bereits öfters über das Thema „Offenheit“ sinniert und es gestern auch zum Inhalt eines Videos gemacht. Ein Medium vor dem ich immer noch zappeliger bin als mir lieb ist, aber die Sache ist ja noch sehr jung. Beim Redefluss ist mein ADHS ein Vorteil, beim stillstehen weniger *lach*. Vor allem muss ich lernen in die Kamera zu schauen, denn das fiel mir noch nie leicht. Kamera ist eben etwas anderes als ein paar Augen in die man blicken kann während dem plaudern und philosophieren…

Und hier noch ein paar Anmerkungen zum Videoinhalt: es ging mir hier natürlich besonders um die „Offenheit“ als Lehrer/Blogger/Vlogger, wobei ich Ehrlichkeit und Offenheit generell für etwas vom wichtigsten halte, das viel Stress auf dieser Erde verhindern würde, wenn man dieser auch mit Respekt und Toleranz begegnet und sie dann auch als Diskussionsgrundlage nehmen kann.

Aber auch mir ist klar das, gerade wenn es um spirituelle Offenheit geht, man dennoch nicht immer so mutig ist, je nachdem in welchem Umfeld man aufgewachsen ist und sich bewegt. Denn es gibt, und das ist etwas das man akzeptieren muss, nicht nur liebevolle Menschen da draussen und man sollte sich durch seine Offenheit nicht in Gefahr begeben. Religiöse Fanatiker und eben nebst labilen Individuen auch eine Gesellschaft die selbst die Kacke am dampfen hat aber dies mit Konservatismus und durch Aggression übertauchte Angst auf alle anderen die nicht nach „ihrer Norm“ leben projiziert sind eine Realität.

Man sehe sich nur den amerikanischen „Bible Belt“ an…

Wobei man dann ernsthaft darüber nachdenken sollte, ob man in der richtigen Umgebung lebt oder die richtigen Freunde hat. Denn wenn man dazu gezwungen ist, etwas vorzuspielen oder als eigentlich guter Mensch der danach bestrebt ist so wenig Schaden als möglich anzurichten und einfach ein wenig anders ist und denkt sein wahres Selbst verleugnen zu müssen, dann ist das nicht fair und dann sollte man danach streben dies zu ändern.

Um seiner Selbst willen.

Und Geheimnisse oder ein Doppelleben machen einen in Folge nicht nur angreifbarer, sondern dies fordert auch seelisch grossen Tribut und ist ungesund.

Aber das ist eben ein Prozess und ich persönlich kann das aus eigener Erfahrung durchaus nachvollziehen. Denn wie lange stand ich nicht zu meiner Sexualität aus Angst dann in eine Schublade gepresst zu werden. Das es dann aber letztlich gar nicht mal so schlimm war ist eben auch etwas mit dem man rechnen darf, denn oft sind unsere Ängste nichts anderes als das und die Realität kann einen ganz schön überraschen.

Denn es gibt auch viel Gutes und sehr viele liebe Menschen da draussen, die eben einfach nicht so „laut“ sind (warum eigentlich nicht?) und diese sehen einen sowieso als Mensch der man ist und anhand dessen was man nach aussen trägt und nicht aufgrund der Interessen und Orientierung.

Doch auch wenn der Schuss nach hinten los geht, dann hat man die Chance auf ein neues Leben und muss eben vielleicht das Alte hinter sich lassen und wo anders sein Glück suchen…

Was nun die Offenheit als Lehrer, Therapeut oder Coach anbelangt, um die es im Video ja eigentlich geht: in meinem Bereich ist es sicher einfacher als wenn man im System integriert ist oder an einer Schule unterrichtet. Das ist völlig klar. Aber selbst dort wird man angreifbarer wenn man nicht zu sich selbst steht. Ein zweischneidiges Schwert.

Aber es ist meine tiefe Überzeugung das Mensch Selbsterkenntnis und Offenheit gut stehen und auch etwas verändern würde, vor allem wenn man aus Fehlern lernt, sich auf das Konstruktive fokussiert aber auch dazu stehen kann, wenn einen das Destruktive doch manchmal runterzieht. Denn das Leben hat seine Ups und Downs und wir als Teil davon ebenso…

Und wie jeder Mensch habe auch ich noch viel dazu zu lernen…

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