Mangel, Fülle und Dankbarkeit – fallen lassen ins Vertrauen

Wolken

Tja, Mabon naht und mit diesem Feste die dunkle Jahreszeit. Eigentlich habe ich den Herbst ja sehr gerne. Der Ahnenkontakt nimmt zu, die Antennen werden sensibler, die Natur scheint prachtvoll in vielen Farben und der kalte, kühle Wind klärt die Gedanken. Doch dieses Jahr fühlt man irgendwie so eine Spannung in der Luft die sich – wie man den Medien aber auch der eigenen Beobachtung nach entnehmen kann – wie eine dicke Walze durchs Kollektiv drückt. Und obwohl mich die weltweite Finanzkrise eigentlich recht kalt lässt und vorhersehbar war, spüre auch ich erstmals seit langem ziemliche Spannungen in diesem Bereich.  Und zwar solche die einen nachdenklich werden lassen,….

Denn letztlich geht der erarbeitete Lohn über den man sich freut an Ämter, Ärzte, Tierarzt Vorsorge, Versicherung, Steuer, und und und… was man ja gerne in Kauf nimmt, so lange es die Lebensqualität nicht zu sehr einschränkt. Wenn aber irgendwann mal das Gefühl wächst, das man nur für diese Institutionen arbeitet, dann stellt sich ein schales Gefühl ein. Und wenn man dann noch bedenkt wie der Staat den Reichen und Wohlhabenden an allen Ecken und Enden entgegenzukommen scheint, aber der Mittelstand ausgetrocknet wird und um jede Erleichterung zu kämpfen hat, dann fragt man sich auch ein bisschen, wo das langfristig hinführen soll.

Nein, ich beschwere mich nicht. Ich gönne den Reichen ihren Reichtum und freue mich für sie, sofern sie ihn nicht mit Gaunereien, schrägen Spekulationen und auf Kosten “des Volkes” erwirtschaften. Aber die Schere die da aufgeht wird auch für mich immer spürbarer und gerade dieses Mabon stellt mich diesbezüglich vor Herausforderungen die ich so schon lange nicht mehr kennenlernen durfte. Und wenn ich meinem Umfeld und Bekanntenkreis lausche, auch dem spirituellen, so stehe ich damit nicht alleine da.

Ich bin zwar auf meinem Gebiet sehr gut, aber nicht so versiert was Geschäftliches, Buchhalterisches, all die Lücken im Steuerrecht und andernorts betrifft, und gehe einfach brav meiner Tätigkeit und den damit zusammenhängenden Verpflichtungen nach. Das interessierte mich einfach nicht so sehr. Ich merkte immer wenn genug da war und wenn man ein bisschen aufpassen musste.  Einen professionellen Berater, der dann oft hilfreich wäre, kann man sich eben aufgrund derer Tarife auch kaum leisten, obwohl die sicher die Kniffe und Tricks wüssten mit denen man Kosten in diesen wichtigen Bereichen sparen könnte. Ich wundere mich ja schon was das normale ausfüllen der Steuererklärung durch den Treuhänder kostet, und dabei ist meiner günstig, habe ich mir sagen lassen 🙂

Mabon, die Zeit der Fülle trägt eben auch schon den Hauch des kargen Winters in sich und so wird man auch einmal angeregt, sich und seine Bedürfnisse diesbezüglich wieder einmal zu reflektieren. Und es geht mir eigentlich sehr gut und soweit mangelt es mir an nichts, wofür ich durchaus dankbar bin.

Dankbarkeit ist interessanterweise ein Gefühl das mich trotz der Herausforderungen nie verlassen hat. Dankbarkeit für die Freunde die ich habe, die schönen Dinge die ich in der Natur geniessen kann, die Begleiter die meine Wege ein Stück weit mit mir gehen, meinen Coven der die Bande im November festigt, die Reisen in die Anderswelt, jene die mir sehr Nahestehen, die treuen Kunden im Laden, auch das ich im Oktober mein 10-jähriges Ladenjubiläum feiern darf (obwohl man mir damals höchstens 2 gab), und und und. Es ist so viel Liebe um mich, aber eben auch so viel Herausforderung…

An Mabon wird der Dank im Vordergrund stehen, wird der Mangel ein Thema sein, aber auch und vor allem die Fülle. Bekannterweise ist nicht alles im Materiellen zu finden und doch reflektiert dieses Materielle auch oft unser Inneres. Und alles dreht sich, bewegt sich, wandelt sich, stetig…  Und motiviert zum weiterlernen…  Nur manchmal ist auch die Erschöpfung verführerisch und haucht einem zu, sich einfach einmal fallen zu lassen. Wenn es ins Vertrauen ist, warum nicht…

One comment to “Mangel, Fülle und Dankbarkeit – fallen lassen ins Vertrauen”
  1. Lieber Dreamy
    Danke für die schönen Worte.
    Ich habe heute die ersten Zugvögel gesehen und es war ein wunderschöner Frühherbsttag.
    Gerade betrachtete ich traurig mein halbleeres Glas und Du hast mich an das halbvolle erinnert….

    😉
    Liebe Grüsse
    Ethra