Eine Kultur der Angst und Unzufriedenheit

Bilder_Sonyericsson 178 Es ist eine der wunderbaren Manipulationsmöglichkeiten der Politik aber auch der Religion: Angst säen. Wenn der Mensch Angst bekommt, dann lässt er mit sich machen was er will und schaltet in Konsequenz oft das “selbst denken” ab. Er wählt Regierungen die bei genauem Hinsehen letztlich eigentlich für das Schlamassel verantwortlich sind in dem die Welt steckt oder er drängt in spirituelle Strukturen die ihm zwar die Verantwortung offiziell abnehmen, in dem aber die eigene Freiheit und Weiterentwicklung völlig auf der Strecke bleibt (und ich schreibe nicht nur von den Grossreligionen sondern auch von so manchen esoterischen Sekten/Alternativen die letztlich das Gleiche im Sinn haben).

Eine der Hochburgen dieser Angstpolitik in der westlichen Welt sind derzeit sicher die USA, einst offiziell ein Hort der Freiheit sinkt dieses Wunderland wieder langsam zurück in ein hochtechnisiertes Mittelalter und in eine neue Armut, der gegenüber die reichen Bonzen stehen. Das die Medien in Amerika gezielt benutzt werden um Angst zu säen, ist eigentlich nichts Neues und bewies sich ja in den letzten Jahren. Das hier in Europa diese Mechanismen zunehmend übernommen werden, überrascht auch nicht wirklich. Schliesslich waren die Kirchen hier seit Jahrhunderten Jahrtausenden mit Vorreiter dieser Politik. Und so wunderte es mich gar nicht, als ich letzthin las das der amerikanische Erzkonservativen- und Republikanersender “FOX” herausgefunden haben will, das Terroristen Ziele in Europa im Visier haben und diese auch freigiebig benannte. Und die Aufregung im Volk ist gross, denn wo ist man nun sicher? Eine Angst die sich unbewusst in den Alltag schleicht und diesen mit beeinflusst. Und die von den wichtigen innerpolitischen Themen ablenkt!

Also wählt man gegenwärtig und zukünftig die “Starken”, die “Konservativen”, jene die versprechen gegen “das Böse” zu kämpfen. Hurrah: die Welt wird ein sichererer Ort in der wieder “christliche Werte” und gesellschaftliche Normen zählen. Allerdings sind damit wohl kaum die christlichen Werte wie “Mitgefühl, Toleranz und Nächstenliebe” gemeint. So sorgt diese Angstpolitik mit Hilfe der modernen Medien dafür, das überall wieder die Rechtslastigen und “Religiösen” an Macht gewinnen. Selbst in einst so offenen Ländern wie Schweden oder Holland. Und natürlich stehen auch die Schweiz und Österreich diesbezüglich kaum hinten an. Und während man langsam den Mittelstand ausrottet und die Bonzenkultur fördert sorgt man mit Sparmassnahmen in Schulsystemen für geringen Bildungsstand, denn schliesslich lassen sich Menschen mit geringer Bildung besser beeinflussen, wie man ebenso schon seit Ewigkeiten weiss und nutzt. Sexismus in Musik und Glorifizierung der Gewalt sind dann tolle, industriefördernde Beilagen zu diesem Menü.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich fürchte es wird wirklich bald Anschläge geben, auf europäische Länder. Ob dann allerdings wirklich Terroristen dahinterstecken, da bin ich mir dann nicht so sicher in einer Welt in der die gezielte Manipulation zu einem so machtvollen Werkzeug erhoben wird. Seufz…

Es ginge uns doch eigentlich so gut und es hätte genug für alle. Warum schaffen wir es nach soviel Erfahrung und mit diesem Wissenshintergrund, mit dieser tollen technischen Entwicklung und all den wunderbaren Möglichkeiten immer noch nicht, eine Welt aufzubauen in der keine Angst mehr gesät werden muss. Nein, ich spreche nicht von einem “Paradies”. Wir sind Menschen und werden immer mit Konstruktivität und Destruktivität zu tun haben. Doch wir hätten alle Mittel um für Zweites immer weniger Anlass zu geben. Denn glückliche und vertrauensvolle Menschen richten selten mutwillig Schaden an. Und zufriedene Menschen lassen sich nicht so leicht um den Finger wickeln von Menschen die “besseres” versprechen. Kein Wunder das in dieser Kultur der gesäten Angst und Unzufriedenheit so unschöne Dinge wie Mobbing und Bullying zunehmen.

Wenn Mensch allerdings darauf wartet, das jemand “starker” im Aussen das richtet, dann ist er auf dem Holzweg. Dort ist man sich bekannterweise meist selbst der Nächste. Jene die an die Macht drängen brauchen Schwache um stark und an der Macht zu bleiben und warum sollte man dann gerade jene fördern von denen man abhängig ist? Aber selbst ausbrechen aus dieser Unkultur der Angst und Unzufriedenheit, das ist eine Verantwortung die nur der Einzelne übernehmen kann. Eine Verantwortung die letztlich, wenn sich dieser “konstruktive Virus” tatsächlich ausbreiten sollte, dann vielleicht doch auf lange Sicht etwas bewirkt.

Man darf ja noch träumen…

5 comments to “Eine Kultur der Angst und Unzufriedenheit”
  1. Oh, danke fürs Mitteilen. Ich sehe es ziemlich klar und crisp, kann es trotz meiner Sehschwäche gut lesen (mit Brille oder Linse jedenfalls *g*). Muss mal mehr Reaktionen abwarten und schau dann, ob ich es farblich wieder ändere. Ich finde es einfach sehr schön, so… Aber thanx…