Ein trauriger Leermond

DSC00005Gestern abend stellte mein Partner bei unserem Anubis eine Schwellung am Hals fest, ungefähr im gleichen Augenblick als mein Heim-PC mit einer Meldung völlig das Zeitliche segnete. Heute habe ich um 11.00 Uhr einen Tierarzttermin und nachdem es dem alten Kater gestern gar nicht gut ging (heute ist er natürlich wieder aufgestellt) steht nun die grosse Frage der Euthanasie im Raum, wenn jetzt tatsächlich noch etwas dazukommt (könnte eine Schwellung aber auch anderes sein) ist es eigentlich auch gar keine Frage mehr.

Seit über einem Jahr wird der Kleine wegen eines Darmdefektes jeden zweiten Tag mit einer Mikrotube klisitiert und war dann immer wieder fit, doch die letzten Wochen zeigten, dass sein Magen/Darm Trakt davon doch schon sehr irritiert ist. Und quälen wollen wir den kleinen Kerl nicht. Da er aber frisst und noch sehr fröhliche Phasen hat, schmust und kuschelt und schnurrt, war Einschläfern bislang nur eine Randthematik in der Besprechung. Heute könnte sich alles ändern. Ich bin sehr traurig und sage jetzt gar einen Beratungstermin ab. Auch wenn man um die Anderswelt weiss, so ist ein mögliches Abschiednehmen immer wieder mit Schmerz und Trauer verbunden.

5 comments to “Ein trauriger Leermond”
  1. Ich lese zwar erst seit kurzem hier mit, aber trotzdem:

    Erst einmal drücke ich euch dreien ganz fest die Daumen, dass der Schritt noch nicht notwendig ist.

    Ich weiß, wie es dir gerade jetzt gehen muss, da ich auch einmal, beim meinem Vincent, als die diagnostizierte Lungenentzündung sich als Lungekrebs entpuppte, vor der Entscheidung stand. Ich hatte daran wirklich zu knabbern, und, als er beim Tierarzt die Spritze bekam, fast den Behandlungsraum unter Wasser gesetzt. Aber, ich weiß, dass es der richtige Weg war. Ich habe ihm weiteres Leid beim aussichtlosen Kampf ums Überleben erspart.
    Damals gab mir der Tierarzt die Möglichkeit, allein mit meinem Kater zu sein und ihn im Arm zu halten, während er sich auf den Weg machte. Vielleicht hast du auch diese Möglichkeit.

    Aber es ist eben so schwer, ein geliebtes Wesen gehen zu lassen.

    LG
    Crow

  2. Hallo Crow

    ich kenne das nur zu gut, denn ich bin ja mit Tieren aufgewachsen und bei meinem Tootsie war auch die vermeintliche Schilddrüsensache dann ein böser Tumor der nur per Zufall ertastet wurde, gerade als wir ihn wieder ins Kistchen setzen wollten…

    Trotzdem: in dieser Sache werde ich wohl nie “reifer” werden. Ich weiss um die Notwendigkeit, aber als sehr emotionalem Menschen siegen die Tränen und Sorgen über Vernunft und Intuition. Und das gar, obwohl zum Beispiel mein Tootsie heute noch manchmal zu Besuch kommt…

    Da kann man – glaub ich – noch soviel Wissen und Erfahrung haben. Abschied schmerzt und der Gedanke daran ebenso…

    KnuffEuch