Ein neues Jahr – Und was ist mit den Vorsätzen?

...und letztlich bedeutet sie nicht viel... Nur so viel wie Du daraus machst...

…und letztlich bedeutet sie nicht viel… Nur so viel wie Du daraus machst…

So, da ist es nun also, das neue Kalenderjahr. Unspektakulär ging es hinüber in das so genannte 2015 unserer Zeitrechnung. Ich war nicht wirklich fit an diesem Abend – eine Erkältung plagte mich und wollte mir ein bisschen die Laune verderben – und so entschieden wir uns zu einem Übergang in trauter Zweisamkeit. Ich gebe es zu: auch wenn ich nach dem heidnischen Kalender lebe, so haben auch die kollektiven Feste für mich eine Magie die aus der allgemeinen Erwartungshaltung heraus resultiert, die die Schleier dünn macht und die das Netz zum vibrieren bringt. Und genau deshalb erfreue ich mich an diesen Tagen und Nächten, tauche auch aus vollem Herzen ein in den Abglanz jener Gefühle die ich mit diesen Events verband als ich noch Kind und Jugendlicher war, und geniesse das Kribbeln und die Atmosphäre.

Das “hinüber rutschen” jedoch war die letzten Jahre hinweg generell etwas das für mich nicht mehr unbedingt mit rauschenden Festen und grossen Parties in Verbindung gebracht wurde und das im Privaten oder kleinstem Freundeskreis stattfand. Vermutlich musste ich während meiner Gastgewerbe, DJ und Clubmanagerzeit zu oft arbeiten an diesem Abend. Und auch wenn dies gelegentlich seinen Reiz hatte und je nach Location manchmal sogar Spass machte, so war es letztlich doch Arbeit und ein Stress. Vor allem wenn das grosse Feiern vorbei war und man noch Abrechnung machen durfte, aufräumen und Büro… Oft dann noch Inventar am nächsten Tag…

Ich habe seither nie wieder grosse Lust auf grosse Parties oder Ausgang verspürt…

Gerne feiere ich den Kalenderjahrwechsel jedoch im Freien, der Stadt oder dem Wald, was aber dieses Jahr eben wegen der Erkältung dann letztlich auf Eis gelegt wurde. Der Balkon tat es diesbezüglich auch…

Jetzt aber zum Thema “Vorsätze”. Habe ich welche gefasst? Selbstverständlich! Warum auch nicht. Ich finde es witzig mir etwas spielerisch vorzunehmen von dem ich weiss, das ich es – wenn nicht wirklich der Wille zur Umsetzung dahinter steckt – wieder sausen lasse.

Mich mehr zwischen den Welten bewegen ist kein Vorsatz von mir, sondern ein Statement :)

Mich mehr zwischen den Welten bewegen ist kein Vorsatz von mir, sondern ein Statement 🙂

 

Und wenn dem so ist, dann mache ich deshalb kein Drama oder entwickle Schuldgefühle. Schuldgefühle sind sowieso etwas vom Schlimmsten das man sich antun kann. Nein. Dann lache ich herzlich über mich und meine Eigenheiten. Und über die Gewissheit das ich, wenn ich etwas wirklich will, es auch umsetzen kann und werde. Das ganze Jahr über. Zu jeder Zeit und in jedem Moment. Vorausgesetzt natürlich, es ist etwas das ich selber in der Hand haben kann.

Weltfrieden ist wohl kaum möglich. Im Frieden mit mir und der Welt zu sein jedoch schon…

Im Übrigen brauche ich manchmal ein gewisses Mass an Disziplin um etwas wirklich in Gang zu setzen. Und mir selbst gegenüber etwas zu versichern, mir etwas vorzunehmen, ein für mich lohnenswertes Ziel zu setzen, das gehört dazu. Genauso sehr wie es für mich dazugehört mich nicht zu bestrafen wenn es nicht klappt oder ich einmal einen Durchhänger habe. Hauptsache, ich verliere das Ziel nicht aus dem Auge und hab mich selbst gern genug um es auch weiterhin erreichen zu wollen. Ausgenommen natürlich jene Momente in denen ich ein ehemaliges Ziel vielleicht noch einmal anschaue und mich frage ob es wirklich etwas ist das ich möchte oder das mir im Moment (noch) wichtig ist.

Meine grossen und kleinen Schweinehunderln kenn ich nahezu alle beim Namen und kann ganz gut unterscheiden wo eines von ihnen wieder mal zieht und zerrt oder mir etwas vor den Latz knallt das so gross ist, das ich wunderbar abgelenkt bin, und wo sich etwas wirklich überlebt hat…

Das bringt mich zum grossen Schluss-Statement für meinen ersten Blogbeitrag 2015: Letztlich ist der Jahreswechsel eine Farce: es ändert sich nix, die Nachrichten sind nach Mitternacht genauso negativ wie vor Mitternacht und im Grunde genommen zelebriert man die Hoffnung auf Besserung, quasi über Nacht. Aber besser wird alles, vom persönlichen Leben bis zum kollektiven Geschehen, erst dann wenn jeder für sich den Finger aus dem Hintern nimmt und selber etwas zu dieser Verbesserung beiträgt. Nicht darauf wartet das die Anderen es schon richten.

Basierend auf den ersten 5 Tagen im neuen Kalenderjahr hat sich dahingehend jedoch selbst mit Feuerwerk und Champagner nicht viel getan auf der Welt. Meine persönlichen Vorsätze jedoch habe ich in diesen ersten Tagen ganz gut leben können und ich freue mich darauf, dies auch weiter im Auge zu behalten.

Bright Wishes 🙂