Kein Geld für richtige “Baumpflege”

Im Vordergrund sieht man die noch unbeschnittenen Bäume. Hinten die Skelette die übrig bleiben nach dem "gepflegt" wurde
Im Vordergrund sieht man die noch unbeschnittenen Bäume. Hinten die Skelette die übrig bleiben nach dem “gepflegt” wurde

Ich liebe Luzern und lebe gern hier. Auch die Behörden sind mir eigentlich sympathisch und ich hab nix zu meckern. Ausser jetzt über die “Baumpflege” die die Stadt in der Bruchstrasse und sicher auch anderswo betreibt. Mit dem Argument das die Hauseigentümer wegen fehlenden Lichtes in den Wohnungen reklamieren würden, verunstaltet man die wunderschöne Allee mit einem Beschnitt der selbst bei den Anwohnern für blanken Horror sorgt, wie die offenen Fenster und Reklamationen vor Ort und während der Arbeit zeigen.

Von wegen die Leute würden das so wollen.

Ein Nachfragen bei den Arbeitern ergab dann folgendes: die Stadt hat für die Baumpflege zu wenig Geld. Deshalb muss so zurecht geschnitten werden, damit es wieder für 5 Jahre mindestens hält. Und in der Stadt diskutiere man angeblich sogar, alle Bäume in der Strasse, wegen der Kosten, in naher oder unbestimmter Zukunft zu fällen.

Geht’s noch?

Die Bäume sind im Moment voller Jungvögel, sie schützen vor Sonne, die sonst ungebremst an heissen Tagen in die Fenster glüht, sie sorgen für bessere Luftqualität, für eine angenehme Atmosphäre, sie schenken Behaglichkeit und sind auch ein schönerer Anblick für Touristen als die Gerippe die jetzt übrig bleiben und die den Bäumen noch knapp genug Blätter lassen um Licht aufzunehmen.

Natürlich wird dann im Herbst auch nicht so viel Laub zu entfernen sein, und wenn sie ganz weg wären (und vielleicht junge nachgepflanzt werden), dann spart man wieder eine Stange Geld.

Ist es nicht grässlich in der heutigen Zeit wie überall am falschen Ort gespart wird? Im Bildungssystem, in der Natur, im Lebensraum. 

Es tut einfach nur weh und ich hätte mich nicht gedacht das auch in meinem geliebten Luzern wegen dem Geld so daneben gehandelt wird. Aber eben… Es gibt noch viel das ich nicht verstehen will und kann, weil es meinem gesunden Menschenverstand widerstrebt. Jedenfalls haben wir schon beratschlagt hier in der Nachbarschaft was wir machen können, wenn sie wirklich alle abholzen wollen.

Und die Damen von den Büros vis a vis meinten, sie würden sich dann an die Bäume ketten. Sie sahen sehr ernst aus, als die diesen Vorschlag unterbreiteten…

Schönes Wochenende

Neuer Mond, neuer Schwung ?

RaverzeitenMan sagt dem heutigen Leermond ja nach, das sich danach neuer Schwung einstellt und sich so manche schwerfällige Energie mit der Kraft des Frühlings in Leichtigkeit wandelt. Und ich wäre eigentlich ganz happy über ein bisschen Leichtigkeit, auch bei den Herausforderungen die so anstehen. Wäre eine nette Sache. Witzigerweise hatte ich heute Vormittag so einen richtigen Ausmistfimmel und stürzte mich über ein paar Schubladen. Und was da so alles zum Vorschein kam ist witzig. Alte Bilder aus meiner DJ und Raver Zeit. Eine Zeit die mir viel Freude bereitete und als man noch dachte, das die damalige Trance- und Technobewegung wirklich langfristig etwas verändern könnte, mit ihrer “Love, Peace und Unity” Philosophie.

Ich fand es sehr inspirierend durch diese alten Dinge zu wühlen und das absolut nicht aus Nostalgie (ich lebe im Jetzt), sondern einfach weil es mich an eine Zeit erinnerte, als ich noch voller Ideale war von denen viele sogar, auf andere Art, überlebt hatten. Und ich mit Freude feststellte, was für verschiedene Aspekte einen während dieses Erdenlebens ausmachen. Man muss vielleicht wissen, das ich damals auch kein Teenager mehr war, sondern diese Aspekte durchaus als Erwachsener lebte 😉

Ich sehe diesen freudigen Ausmistschub als Zeichen dafür, dass dieser Leermond tatsächlich etwas verändert und ich durch das Auffinden dieser Bilder und Artikel daran erinnert werden sollte, diese Leichtigkeit und Freude niemals zu verlieren, die damals so ein Licht in meinem Leben darstellte, das übrigens damals in mehreren Bereichen nicht weniger herausfordernd verlief. Und ich glaube heute werde ich später zu Trommelklängen ein bisschen in den neuen Mond tanzen :).

Einen erkenntnisreichen Leermond wünsche ich Euch

Schreib Blo(G)ckade

Eigentlich doof, da hat man einen Blog und sogar Leute die scheinbar mitlesen (ich staune manchmal wie viele Leute im Laden mich drauf ansprechen), und dann schreib ich hier fast nix. Dabei ist es nicht so, das ich keine Themen hätte, aber irgendwie bekomme ich die gerade nicht in die Tasten. Manchmal sausen mir zwar spontane Dinge durch den Kopf die es wert wären hier zu landen, aber bevor ich mich auch dran mache zu schreiben denke ich so Sachen wie “hmmmm….so wichtig ist das eigentlich nicht”, oder “hmmmm…ist das jetzt wirklich etwas das man teilen sollte oder entsteht das nur aus einer Emotion heraus”? Es ist manchmal wirklich nicht so leicht, vor allem weil man sich manchmal später fragt ob das jetzt wirklich notwendig war, es auf den Bildschirm zu bringen und den Mitmenschen als Lesefutter zu unterbreiten.

Schliesslich hinterlässt jeder Beitrag einen Eindruck von Dir und unterstützt die Wahrnehmung die Mensch von Dir hat. “Moment mal, schreibt der nicht immer davon das man sich nicht drum kümmern sollte was andere denken”?, mag jetzt dem einen oder anderen durch den Kopf gehen. Und da trifft man einen interessanten Punkt. Denn egal ob man das verinnerlicht hat oder nicht, so ganz Wurst ist es einem ja dann doch nicht. Wobei ja letztlich eh jeder das denkt von einem was er will, egal was man schreibt. Das ist Zeitgeist mit dem man sich zu arrangieren hat, wenn man “öffentlich” ist.

In jedem Fall winke ich jetzt allen Leserinnen und Lesern mal dankbar zu und vielleicht dienen diese spontanen Zeilen und Gedanken ja irgendwie auch dem “wieder in Gang kommen” diesbezüglich. Ich glaube übrigens auch dass das Vernetzen durch die Social Networks hier mit eine grosse Rolle spielt. Schliesslich blogge ich ja mit kurzen Einträgen in englisch auf Google+, bin auch auf Twitter und Facebook, wobei letzteres tatsächlich eher eine private Sache für mich ist. Aber man bekommt so schnell das Gefühl sowieso “aktiv” zu sein, obwohl die dortigen Gedankenergüsse ja meist eher kurz und nicht sonderlich tiefgehend sind… Den Blog hab ich auf jeden Fall schon am längsten und deshalb sollte ich dem auch mehr Aufmerksamkeit schenken… Der Vorsatz steht… Und ist heute wirklich schon wieder Freitag? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht… Wer englisch kann ist auf jeden Fall herzlich willkommen mich auf meinem englischsprachigen Google+ “Zweitblog” einzukreisen. Ich freu mich…. Schönen Tag

Technikbegeisterung = Unspirituell?

4ergalaxy Als ich heute beim Optiker zur Kontrolle war und im Wartezimmer sass, las ich auf meinem Smartphone ein wenig Nachrichten. Als ich dann dran kam war mein sympathischer Optiker fast ein wenig verwundert, das ich als “spiritueller” Mensch das Handy so nutze da viele seiner “esoterisch angehauchten” Freunde oft sogar den Monitor vom PC wegen der Strahlung weit vor sich stehen hätten. Nicht das er das schlecht gefunden hätte, das ich so keine Berührungsängste mit der Technik und Unterhaltungselektronik habe, aber er hätte vermutet das ich “einer von denen” sei, die das verabscheuen würden. Wir plauderten dann noch ein bisschen über Tablets, E-Reader und den Umgang mit der Elektronik aber irgendwie wurde ich den Gedanken nicht los, das es sich als spirituell bezeichnende Menschen gibt (nein, mein Optiker gehört nicht dazu) die einen automatisch als “unspirituell” werten, wenn man die moderne Technik nutzt und – so wie ich – sogar begeistert davon ist. Als ich ihm dann noch erzählte, das ich in meiner Kindheit ein absoluter Science Fiction Fan war und dies vermutlich auch heute noch meine Vorliebe für den technischen und elektronischen Fortschritt beeinflusst, war er noch verwirrter. SciFi und Magie? Wie passt das denn zusammen, schien er sich zu fragen. Sehr gut, aus meiner Sicht und aus der vieler anderer Mithexen- und Heiden sicher auch. Ich persönlich würde mir schlicht wünschen, dass der Fortschritt und die sich uns dadurch eröffnenden Möglichkeiten etwas intelligenter genutzt und umweltfreundlicher produziert werden würden. Was ich vergass zu fragen war dann, wie viele seiner spirituellen Freunde und technikablehnenden Kollegen dann doch eine eigene Homepage oder gar ein Facebook Profil hätten. Ich bin sicher, da sind dann so einige drunter 😉

…aber schade niemandem…

HarmNone “Tu was Du willst, aber schade niemandem” heisst einer der meistzitierten Sätze in Wicca und natürlich fordert dies immer wieder Provokateure und Kritiker heraus die dann lakonisch meinen: “das geht doch gar nicht, man schadet immer etwas oder jemandem, alleine dadurch das man lebt, und atmet und isst und durch den Wald läuft “(jaja, die armen Ameisen) und so weiter… Und natürlich haben sie recht. Und dennoch ist es die Philosophie dahinter die zählt, denn wer vor seinen bewussten Taten und Entscheidungen kurz mal die Konsequenzen durchdenkt lebt dem zufolge auch bewusster und verantwortungsvoller. Kein Mensch sagt einem das man nicht auch mal kopflos sein darf und keine Fehler mehr macht nur weil man sich bemüht so wenig Schaden wie möglich anzurichten. Gerade das Hexentum lehrt doch das man seine persönliche Freiheit (wieder) erlangt und lebt, mit allen Ecken und Kanten und Freuden und Herausforderungen und Leidenschaften und Missgeschicken. Aber es lässt einen schlicht mehr abwägen und wenn man sich auf den Pfad einlässt, dann übernimmt man auch die Verantwortung das Hirn öfter einzuschalten, bevor man etwas unternimmt ohne daran zu denken was dies anrichten könnte. Und wenn man Mist baut, und da wir Menschen sind passiert das, dann sollte man daraus lernen und es das nächste Mal besser machen (nachdem man sich darum bemüht hat den Mist auch wieder abzubauen oder auszugleichen). Und auch wenn viele den Satz nur auf die magische Arbeit übertragen, so ist es doch einer der vor allem im Alltag zu etwas mehr Achtsamkeit führt. Und zu mehr Demut vor dem Leben und der Vergänglichkeit. (Eintrag inspiriert durch eine Diskussion die ich führen durfte)….

Nur nicht anstecken lassen!

Chargegoddess

Es ist eine Herausforderung angesichts der negativen Nachrichten rundum fröhlich zu bleiben und das kollektive Bewusstsein nicht mit weiterer destruktiver Energie zu füttern. Istanbul brodelt, Russland erklärt Homosexuelle zum Freiwild und auch sonst scheint der Verstand vieler Regierungen irgendwie kurzgeschlossen zu sein. Anstatt das Volk zu vertreten und für ein friedliches Zusammenleben zu sorgen, werden Wut, Hass, Verständnislosigkeit geschürt, Flächen zugebaut, üben Kirchen lebensfeindlichen Einfluss auf jene Regierungen aus die Staat und Kirche nicht trennen, und so weiter. Früher hätte ich mich von soviel Müll – für den ich kein Verständnis habe – runter ziehen lassen. Doch heute bin ich ein bisschen weiter. Warum? Weil ich gelernt und erfahren habe dass es doch genau das ist was diese “Menschen” wollen. Das man den Mut verliert, Angst bekommt, klein beigibt, sich einschüchtern lässt.

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“Ich kann ohne Käse nicht”… lass ich nicht mehr gelten :)

Vegustocheese Ich habe einige, vegetarisch lebende, Freunde und Freundinnen die immer sagen das sie ja vegan leben würden, aber einfach auf Käse nicht verzichten könnten, was nicht mit etwaigen gesundheitlichen (und so gesund is er eh nicht) zu tun hätte, sondern einfach mit dem Geschmack und der Konsistenz. Nun, tolle Nachrichten für Euch: ich habe ein veganes Produkt entdeckt das wie Käse schmeckt und sich auch so anfühlt: die “No Muh” Produkte von Vegusto. Die sind nämlich geschmacklich der Hammer und ich habe mich bereits happy durch 3 Sorten durchprobiert. Ich war nämlich auch einer dessen Frühstück ganz langweilig aus zwei Käsebroten und Kaffee bestand und der Käse als Snack schätzte. Ich finde es genial, das ich nun eine Alternative gefunden habe die schmeckt und die –meiner Ansicht nach – jedem der das mit dem Käse als Ausrede benutzt um den Schritt zum Veganer nicht machen zu müssen des besseren belehrt. Tja meine Lieben, jetzt müsst Ihr Euch eine neue Ausrede suchen, denn der Käse mit dem Käse, den lass ich nicht mehr gelten *g*…. En Guate

Alle Jahre wieder….

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…beginnt eine neue Craftingklasse bei mir ihr Hexenjahr. Und immer wieder wundere ich mich, wie schnell so ein Jahr vorbei geht. Alle Jahre wieder lerne ich so interessante Menschen kennen mir ihren eigenen Geschichten und Vorstellungen vom Hexenpfad. Manche (die Meisten) sind erfreut und überrascht wenn sie den Kurs besuchen, andere erwarten sich mehr “Klischee” und nehmen sich letztendlich einfach mit was sie für gut befinden und in ihren eigenen Weg implementieren können. Jedes Jahr ist es für uns alle eine spannende Reise durch den Jahreskreis in der jeder sich selber ein wenig besser kennen lernt. Auch ich mich. Und heute ist es wieder soweit… Eine neue Reise beginnt…

Wintermagie

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Es fällt mir schwer in Worte zu fassen was ich empfinde, wenn ich im Winter unterwegs bin und die Natur durchstreife. Für mich hat Winter etwas heiliges. Schon als Kind eilte ich beim ersten Schnee hinaus, atmete die frische Luft und ein Glücksgefühl durchflutete mich, das alle meine Zellen nährte. Ich fühlte mich mit meiner Seelenheimat verbunden und gleichwohl auf dieser Welt damals so oft fehl am Platze. Wenn die Sterne über mir funkelten, die Landschaft in weiss getaucht von der Stille in Beschlag genommen wurde, fühlte ich Euphorie und Frieden, aber eben auch dieses unstillbare “Heimweh” und diese starke Verbindung zu anderen Welten. Viele Veränderungen durchlebte ich bisher, doch dieses Gefühl veränderte sich kaum und auch wenn die Euphorie nicht mehr so hohe Wellen wirft, so badet meine Seele weiterhin in diesem Versprechen das der Schnee in sich trägt. Auch wenn der Winter zu anderen Zeiten eine harte und oft gnadenlose Zeit war, und in einigen Regionen der Welt immer noch ist, so ist seine Magie zeitlos, verschmelzen die Innen- mit den Anderswelten und Zauber, Mythen und Legenden liegen ebenso in der verschneiten Stille wie auch im brausenden Wind oder im tobenden Wintersturm der mit kalter Härte zwar die Glieder schmerzen lässt, der jedoch das Feuer des Herzens anfacht und so die Seele wärmt. Es ist eine Schönheit der Widersprüche die im Winter liegt. Eine Schönheit die nur dank der Gewissheit eines warmen Herdes ihre volle Kraft entfalten kann, an den man  – wenn die klare Luft die Zellen reinigte und man sich lebendig gefroren hat – erfrischt zurückkehren kann. Es ist die Zeit der weisen Alten und der wilden Götter, der Magie, des Funkelns und der Lebenskraft die aus der Stille erwächst. Wintermagie ist lebendige Magie in einer Zeit in der die Erde nach aussen hin schläft, in der ihr kraftvoller Kern jedoch lebendig ist wie nie und bereits das neue Leben in sich birgt. Und Wintermagie ist eine Kraft in der Licht und Dunkelheit sich umarmen und daraus reine Kraft und Schönheit entstehen kann sowie eine Liebe, deren Wärme die Zeiten überdauert…

Ein bisschen Geplauder

Winterbackground

Nach dem wunderschönen Ritual am Pilatus ging in mehreren Bereichen die Post ab. Wir hiessen ein neues Mitglied im Coven willkommen, das nun die einjährige “Testzeit” bei uns absolvieren wird. Es ist eine liebe Freundin und ihr Beitritt ist eine grosse Freude und Bereicherung. Inzwischen ist auch nach einigen Wetterkapriolen, die wohl eher zu April passen würden, das passende Yulewetter angebrochen und Luzern ist gerade so richtig schön Blütenweiss. Das ist zwar dem Geschäft nicht unbedingt dienlich, aber das Gemüt fühlt sich wohl damit. Ich glaube kaum wie schnell dieses Kalenderjahr vorüber war. Oder sagen wir mal wie schnell dieses Kalenderjahr gefühlt vorüber ist. In wenigen Wochen dürfen wir schon 2013 auf Belegen und Formularen verwenden. Es ist eine seltsame Zeit und kein Wunder hoffen wohl manche auf grossartige Veränderungen. Doch diese brauchen Zeit (Naturkatastrophen ausgenommen) und werden nicht an einem bestimmten Datum über Nacht kommen (genau, ich meine den ominösen Mayakalender). Vor allem beginnt Veränderung immer bei einem selbst! Wie dem auch sei: die Sonnwende steht fast vor der Türe und trotz Schnee komme ich gerade nicht richtig in Stimmung. Könnte auch mit den Rückenschmerzen zu tun haben, die mich gerade plagen. Sollte wohl mal wieder zum massieren, für den Moment muss es jedoch die Weihrauchsalbe irgendwie hinkriegen. Gestern hatte ich die Idee mal mit dem Bus ein Stück weit hinaus zu fahren und dann vom Verkehrshaus am See entlang zum Laden zu laufen. War eine gute Idee, denn so konnte ich ein wenig durchatmen und ich fühlte mich mental gereinigt, als ich letztlich die Türe im Geschäft aufschloss. Es ist einfach so schön hier. Luzern ist ein Juwel! Was mich jedoch zum nachdenken anregte, war die Reaktion der Menschen auf Fröhlichkeit. Gestärkt von dem kleinen Spaziergang war ich nämlich gut gelaunt und lächelte viel. Doch mit Ausnahme einer älteren Frau die mich angrinste, war die Reaktion eher ernüchternd, denn man wird – wenn man fröhlich aussieht – angekuckt als hätte man einen Zacken an der Krone. Oder Mensch sieht betreten weg. Griesgram und leidender Gesichtsausdruck ist wohl mehr “angesagt” zur Zeit. Das fällt mir übrigens nicht zum ersten mal auf und auch Freunde von mir machten bereits ähnliche Erfahrungen.Ich frage mich warum diese “Qualität des Leidens” hier so hoch geschätzt wird. Das ist eine der schönsten Städte der Welt in einem der reichsten Länder der Welt. Natürlich geht auch hier einiges bachab oder wird einem schwer gemacht, das merke ich als Geschäftsinhaber ja selbst, aber es geht uns doch immer noch so verdammt gut im Vergleich zu vielen anderen. Und es gibt so vieles über das man dankbar sein kann und sollte. Und Freundlichkeit ist doch so etwas schönes und kann anstecken. Naja, wie dem auch sei: gerade wird der Schnee wieder dichter und ich bereite mich auf den Runenabend vor. Mit einem Lächeln, auch wenn es im Geschäft gerade sehr ruhig ist  :).