Wieder voll auf den Thron gekommen :)

gameofthronesEs hat lange gedauert bis wir endlich die dritte Staffel von “Game of Thrones” anschauen konnten und ich war doch tatsächlich so weit zu behaupten das mir “Vikings” besser gefiele als das Fantasy Epos. Das passierte wohl auch nur weil ich so lange Pause hatte und vergass wie eindrücklich und mitreissend die Geschehnisse in den 7 Realms (klingt besser als Königreiche) eigentlich sind.

Nun wo wir mitten drin sind und nur mehr zwei Folgen bis zur ominösen “Red Wedding” in der Folge “The Rains of Castamere” haben stelle ich fest, dass “Game of Thrones” tatsächlich unschlagbar ist, was das Genre im TV derzeit anbelangt. Und die Intrigen und Dramen die dort gesponnen werden stehen den Vorlagen der damaligen Soaps ala Dallas und Co in nichts nach. Einzig der Gewaltlevel ist wesentlich höher und…..graphischer. Von den skandalösen Sexszenen habe ich – zumindest bis jetzt – nicht viel mitbekommen. Aber die Amerikaner waren ja immer schon besser darin Gewalt den Vorzug vor allem körperlichen zu geben, was die Medien anbelangt.

Jedenfalls ist die Serie auch in der dritten Staffel atemberaubend gut und da ja jeder so seine Fraktion hat zu der er hält muss ich sagen, das ich natürlich voll auf der Seite von Daenerys Targaryen stehe, die mit ihren Drachen hoffentlich einmal Kings Landing und seine dekadente und falsche Bande aufmischen wird. Da der Autor der Bücher jedoch dafür bekannt ist seine beliebtesten Charaktere schon auch mal überraschend um die Ecke zu bringen, mache ich mir da keine allzugrossen Hoffnungen.

Ich könnte natürlich lesen, so wie ich es normal mache wenn mir eine Serie gefällt. Aber derzeit stapeln sich bei mir die Bücher und so geniesse ich vorerst lieber die Story auf dem Bildschirm und lasse mich so von Westeros in den Bann ziehen. Irgendwann jedoch werde ich mir George R. R. Martins Monsterwerk auf meinen Kindle holen. Da nimmt es auch nich so viel Platz weg.

Freu mich auf die vierte Staffel, die jetzt bereits angelaufen ist, und blicke den “Rains Of Castamere” schaudernd entgegen…

Titanic 3D, DiCaprio und eine Überraschung

titanic-3d-blu-rayTitanic zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und Regisseur James Cameron hat hier ganze Arbeit geleistet als er das Schiff 1997 noch einmal spektakulär sinken liess. Der einzige der mir damals den Film etwas verleidete war Leonardo DiCaprio der mir für die Rolle des Jack zu bübchenhaft war und dessen Schauspiel ich so gut als möglich verdrängte, während ich mich auf die Darstellerriege um ihn konzentrierte, allen voran die bezaubernde Kate Winslet…

Gestern kuckten wir die 3D Variante dieses modernen Filmklassikers und nach so vielen Jahren muss ich zugeben, dass meine Beurteilung von DiCaprios schauspielerischen Leistungen damals wohl von Vorurteilen geprägt war. Denn ich erkannte so viele Jahre später überraschend das er weder eine Fehlbesetzung war noch ein schlechter Schauspieler ist. Im Gegenteil. Der Film war natürlich auch in 3D ein Meisterwerk, auch wenn man durch die Nachbearbeitung die CGI Graphiken wesentlich leichter durchschaute. Er war gelungen und keine billige Portierung.

Was ich durch meine DiCaprio Erfahrung gestern einmal mehr bewiesen bekam ist, wie sehr persönliche Sympathien oder Antipathien die Wahrnehmung beeinflussen können. Denn während der Film ja durch und durch der Gleiche blieb, bekam ich gestern eine völlig neue Sichtweise auf ihn, in der sich Leonardo als guter und passender Schauspieler erwies, während ich vor über einem Jahrzehnt völlig anderer Meinung war. Vermutlich hat es auch damit zu tun, das er sich mittlerweile mit anderen Rollen als ernstzunehmend etablierte und er auch durch sein Engagement bei mir Sympathiepunkte sammeln konnte, weshalb sich mein Bild von ihm etwas wandelte über die Jahre.

Somit zeigt sich wieder einmal wie sehr man bei der Beurteilung anderer aufpassen muss, denn das was man sieht hat meist mehr mit der eigenen Befindlichkeit und Sichtweise zu tun, als mit dem Gegenüber selbst. Was aber nicht heissen soll, das man seine gesunde Intuition verdrängt. Einfach, das man sich ein bisschen bewusster wird und ist und aufpasst das man nicht zum Projektor wird…

Die Faszination der Zombie-Szenarien

Zombieapokalypse Gerade kürzlich fragte mich eine Kollegin die mir auf Facebook folgt, wie ich nur Zombie Romane lesen könnte. Ich sei doch “so ein lieber” und das würde im Konflikt mit meiner Wicca-Philosophie stehen. Daraus ergab sich eine interessante Diskussion und ich darf auch darüber bloggen :). Was ich eben besonders witzig finde: sie selbst steht auf Vampir Romane und Werwolf Geschichten. Aber Zombies? Wie kann man nur. Diese vor sich hin modernden, geistlosen, stinkenden, menschenfressenden Geschöpfe ohne Stil und Grazie. Beim Werwolf denkt sie wohl an Testosteron geschwängerte Jünglinge mit Hardcore Muskeln und Six Pack. Und bei Vampiren an Lestat, diese romantische Fantasie von Anne Rice. Wenigstens nicht an die farblosen Glitzervampire aus der Twilight Saga 🙂

Nun, zugegeben. ich finde den Zombie an sich auch nicht unbedingt in irgend einer Weise anziehend und mir reicht geruchlich schon der Müllsack der darauf wartet entsorgt zu werden, da brauche ich nicht auch noch so einen stinkenden, lebenden Toten in meinem Umfeld der versucht mich zu beissen. Und gleichwohl übt die Materie schon seit Jugendzeit eine Faszination auf mich aus, obwohl ich mir bei den Filmen in den Achtzigern fast in die Hose machte und mir angesichts der Film-Bilder absolut grauste (heute sieht man ja in CSI und Co. mehr Blut und Eingeweide als in den damaligen Filmen).

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Ein berührender Film und ganz grosses Kino

Cloud Atlas

Ich bin ja nicht mehr so rasch zu begeistern von Filmen und denke manchmal das jedes Genre schon bis zum geht nicht mehr ausgereizt wurde. Den Hobbit habe ich seit einer Woche zu Hause liegen und gar nicht recht Lust ihn anzusehen. Dennoch schoben wir dieses Wochenende zwei wunderbare Filme in den BluRay Player. Einer davon war “Cloud Atlas” und was soll ich sagen: der berührte mein Herz und schüttelte mich (im positiven) durch. Nicht nur wegen der atemberaubenden visuellen Inszenierung, Ich habe schon lange keinen so schönen Film gesehen und obwohl mir “Life of Pi” ebenso zu Herzen ging schaffte “Cloud Atlas” es mich regelrecht zu verzaubern. Die stimmungsvolle Reise durch verschiedene Epochen und Inkarnationen der Hauptprotagonisten hatte alles: Romantik, Spiritualität, Philosophie, Drama, Action, Humor, Lebensfreude und Tränen. Dies alles unterlegt von einem Soundtrack der die Emotionen gut einfängt. Anfänglich verwirrte der Sprung zwischen den Zeiten und Geschichten ein wenig, doch dann entfaltete sich ein wunderbarer Film dessen Faden alle Storys miteinander verband und letztlich in einem bewegenden Finale gipfelte. Auch Darstellerisch war er überzeugend und es war eine Freude die gleichen Darsteller unter diversen Gesichtern zu erkennen. Tom Hanks sticht hier natürlich besonders hervor. Dieser Film hätte wesentlich mehr Erfolg verdient als ihm im Kino vergönnt war und ich hoffe dass die BluRay/DVD Veröffentlichung noch eine Menge Leute zugreifen und schauen lässt. Im Abspann wurde übrigens klar, das mindestens eine Storyline für die Kinofassung gekappt wurde. Ich bin gespannt ob ich irgendwann bei einer “Extended Edition” zugreifen darf. Denn obwohl die Laufzeit ziemlich lang war, so bekam ich dennoch nicht genug. Und das kommt heutzutage selten vor. Das Buch landet auf meiner “to read” Liste und der Film rangiert unter meinen “All time favorites”… Soviel ist klar…PS: wen es interessiert, der andere schöne und sehenswerte Film war “Silver Linings”

Hier wird nicht geschlurft: Hollywood goes “World War Z”

So, jetzt ist er also draussen, der Trailer zu “World War Z”, dem Film nach einer Buchvorlage die zu meinen absoluten Lieblingsbüchern der letzten Jahre zählt (siehe mein älterer Beitrag) und die mich absolut gefesselt und erschreckt hat. Vor allem wegen des Spiegels den der Roman in Form einer Pseudodokumentation unserer Gesellschaft vorhält und einiger wirklich bedrohlicher Szenarien. Das Buch löste bei mir ein Interesse für dieses Genre aus, das mich bis heute fesselt. Natürlich war ich sehr neugierig auf die ersten Bilder von Marc Fosters Version der Buchvorlage und nervte mich vorab schon ein wenig als klar wurde, das der Schweizer Regisseur aus der langsamen aber in der Masse unaufhaltsamen Bedrohung der lebenden Toten eine hektische Achterbahnfahrt machen wird, die ihr Vorbild wohl eher in “28 Days Later” als in Romeros “Dawn of the Dead”  fand. Jetzt wo der ganze Trailer draussen ist, bin ich etwas zerrissen, denn einerseits sieht er – aus meiner Sicht – wirklich klasse und apokalyptisch aus, doch es ist noch nicht abzusehen wie weit der Film – der auf einem fiktiven Charakter aufbaut der NICHT aus der Buchvorlage stammt – die kritischen Aspekte und die Fehler in Politik und Gesellschaft die letztlich zur Katastrophe führen aufgreifen wird. Im Buch wäre diese Infektion nämlich noch aufzuhalten gewesen und es liegt an äusserst menschlichen Faktoren, dass das Unglück solche Ausmasse annimmt. Mit den schnellen Zombies der Filmversion ist das anders, denn hier ist es letztlich logisch das sich der verantwortliche Virus aufgrund der Dynamik der Untoten rasch verbreiten würde. Des Weiteren glaube ich, das die Drehbuchschreiber fleissig bei anderen Autoren geklaut haben. So erinnerten mich einige Bilder des Trailers an die actionorientierte Buchserie “The Gathering Dead” von Stephen Knight und das in einigen Bereichen nahezu 1:1. Dass die Fans der Buchvorlage weltweit gerade völlig negative Kommentare ablassen finde ich etwas übertrieben, denn es werden bereits Dinge angenommen die sich aufgrund dieser Ausschnitte schlicht noch nicht bewerten lassen. So kann kein Mensch jetzt schon sagen, dass der sozial- und gesellschaftskritische Touch wirklich weggelassen wird. Erst kucken, dann motzen (oder auch nicht) ist diesbezüglich mein Motto. Und so werde ich mich mit voreiliger Kritik zurückhalten, mich auf den Start nächstes Jahr freuen und bis dorthin einfach amüsiert die massiven Internet Rants beobachten. Marc Foster ist in jedem Fall ein anspruchsvoller Regisseur und Brad Pitt wird letztlich auch wissen wo er seine Kröten und sein Talent hineinsteckt.

Originelles TV-Krimimärchen: Grimm

Grimmpic

Und wieder einmal habe ich eine Serie entdeckt, die wohl demnächst auch im deutschen Fernsehen anlaufen wird und die es sich lohnt zu kucken, da bereits eine zweite Staffel bestellt wurde (ich mag das nicht wenn ich mich an etwas gewöhne das die Fernsehverantwortlichen gleich einstampfen). Grimm heisst die Krimiserie mit überraschenden Wurzeln im Fantasy- und Märchengenre, welche uns mit einem Nachfahren der Gebrüder Grimm bekannt macht, der nichts von seinem “Glück” weiss und mit plötzlichen Wahrnehmungsveränderungen und durch einen Besuch seiner krebskranken Tante ins kalte Wasser seiner Ahnen geworfen wird, was sein ganzes Leben von einem auf den anderen Tag umkrempelt. So wird Nick Burkhardt, seines Zeichens Cop, mit einer herausfordernden Parrallelwelt konfrontiert die mitten in der unseren ihre Existenz zelebriert und in der er zum Spielball zwischen den Mächten wird. Auch wenn die Effekte noch nicht so ganz sitzen und ein paar Logikfehler die einzelnen Episoden ein klein wenig durchlöchern, so sind und bleiben sie echt unterhaltsam, originell und spannend. Eine klassische Polizeiserie mit einem krassen Twist, könnte man sagen. Ich freue mich auf weitere Folgen und hoffe das NBC dem Experiment noch ein paar Chancen einräumt und Zeit gibt, eine Fanbase aufzubauen….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Grimm_%28TV_series%29

Ganz grosses Fantasy-Kino im Fernsehen: MERLIN (BBC) Staffel 4

Merlin Cast

Man nimmt es nicht so genau mit der Legende und dem Sagenstoff, aber ist immer noch nahe genug daran um Freunde der Artussage dennoch zu begeistern und mit einer sympathischen Darstellerriege die Zuschauer auf seine Seite zu schlagen: Merlin (BBC 1, Super RTL, ScyFy) ist eine Fantasy-Serie mit Spannung, Drama, Witz, Magie, Intrigen und einer der schönsten aber auch bösartigsten Morganas die man je auf dem Bildschirm betrachten durfte…

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Ein pfiffiger Merlin im Fantasygewand

Merlinserie

Ich habe sie lieb gewonnen, die BBC Serie “Merlin” die in England jeden Samstagabend über die Bildschirme flimmert und welche nun auch jeden Mittwoch die deutschsprachigen Fernsehzuschauer verzaubert, oder nervt, je nachdem wie offen die jeweiligen Hingucker für die doch etwas eigenwillige Interpretation des hundertfach variierten Themas rund um König Arthur und seine Gefährten sind.

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Kathy Griffin zur Selbstmordwelle unter Schwulen US-Teenagern

In den USA findet derzeit eine scheussliche Selbstmordwelle unter schwulen Jugendlichen statt, die vielen den Atem raubt, über die sich aber auch einige zu freuen scheinen da nun “dieses Unkraut” sich selbst ausrottet. Das Rapper wie der unsägliche 50 Cent dann noch so Äusserungen fallen lassen, wie das “alle über 25 die noch keine Pussy geleckt haben” sich am besten umbringen sollen, ist da nicht unbedingt förderlich. Neben der lesbischen Moderatorin Ellen DeGeneres hat nun auch die Komödiantin Kathy Griffin ein öffentliches und ernstes Statement abgegeben, um diesem traurigen Trend Einhalt zu gebieten. Man darf ihr dazu gratulieren. Charmant und hoffentlich bei den Betroffenen auch ankommend. Sie hat jedenfalls keine Angst auch den erzkonservativen Trend in den USA dafür verantwortlich zu machen. You Go Kathy!

Wer will da noch ins Kino?

maxx Gestern gingen wir zu fünft “Resident Evil Afterlife” gucken. Der Film war nicht schlecht, aber es hätte durchaus genügt auf eine BluRay Veröffentlichung zu warten. Das Zauberwort das uns dennoch ins Kino lockte hiess “3-D” und damit wird grosse Kasse gemacht, denn ich staunte beim Kauf der Tickets nicht schlecht. 20.- für einen Eintritt, und da wäre die Brille noch nicht mal dabei. Das macht 100.- für 5 Personen und wie man weiss konsumieren die meisten ja auch noch ein bisschen vor und während dem Film. Es ist eindeutig verrückt, wie die Preise gestiegen sind und da fragt man sich echt, wie viel einem das Erlebnis “Kino” noch wert sein soll und wer dann auf Dauer noch bereit ist, solche Preise hinzublättern…

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