Regenwetter und ein waten durch innere Sümpfe…

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Gestern Frühling, heute Winter: das Wetter ist anstrengend derzeit. Vor allem wenn man unter Wetterfühligkeit leidet und seinen Umgang mit diesen Kapriolen finden muss. Denn diese belasten nicht nur oft den Kreislauf sondern können vielfältige Einflüsse auf die Befindlichkeit auslösen…

Für jemanden wie mich (und viele andere) der/die ein Leben lang mit dem Thema Depression konfrontiert ist/sind, kann so ein radikaler Wechsel ziemliche Herausforderungen mit sich bringen und Schübe triggern. Das passierte mir in der Nacht auf heute als ich, bevor der Regen kam, nicht schlafen konnte und die bekannte, aber nur mehr selten so stark auftretende, Traurig- und Sinnlosigkeit über mich kam. Unruhe und Müdigkeit, ein Cocktail der nicht wirklich schmeckt.

Meditieren des Nächtens, lesen, Brainwaves, Lavendel, Baldrian….: nichts konnte mich in den Schlaf und aus dem Tief befördern. Erst ein Einsetzen des Regens und eine gute Portion Magnesium und Passionsblume gaben dann gegen 05.00 Uhr den notwendigen Anstoss um mich doch noch in den tiefem Schlummer zu versenken. Zumindest bis 08.00 als dann der Wecker, den ich wohlweislich auf etwas später eingestellt hatte, mit sanften Klängen in den Alltag rief.

Eine Kerze für Brigid entzündet und um ihre Heilung gebeten war dann des Morgens ein wichtiger Akt, zu dem man sich allerdings – Teil der Symptomatik – ziemlich aufraffen muss. Wie generell das Aufstehen und Funktionieren in solchen Momenten herausfordernd werden.

Und auch wenn ich wenigstens nicht wirklich müde bin, so dauert es ein wenig länger bis sich auch die dunklen Schatten der depressiven Verstimmung durchlichten und sich wieder auflösen oder in die Tiefe zurück reisen.

Da heute ein neuer Kurszyklus beginnt kann ich mich darauf fokussieren und an der Schwere die an mir zieht vorbei schummeln. Atem- und Aufmerksamkeitsübungen helfen dabei und das Licht der Göttin begleitet liebevoll.

Was bin ich dafür dankbar in meinem Leben so viel gelernt zu haben und selbst wenn das Umsetzen in die Praxis während dieser Episoden auch für mich noch ein Kraftakt ist, so lernte ich doch diese Schritte zu tun und ich kann es jedem der dies kennt nur als Inspiration mitgeben, wenn alles in Grau und Schwarz getaucht ist und jeder Schritt zu einer Wanderung durch eine Sumpflandschaft wird, deren Nass die Beine nicht loslassen möchte und an ihnen zieht, während man sich vorwärts bewegen möchte.

Eine gute Portion Aminosäuren (Eiweiss) ist ebenso sehr empfehlenswert denn dies stellt die Grundlagen zur Produktion der wichtigen Wohlfühl-Hormone dar. Und so ein Drink mixt sich auch gut wenn man eigentlich keinen Hunger hat. Macawurzel und Früchte mische ich gerne darunter, für Vitamine und Vitalität. Und L-Tryptophan (Serotonin) und L-Tyrosin (Dopamin und mehr) sind in jeder Beziehung ein Segen (für mich zumindest) auch wenn die Umwandlung ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Viel Bewegung an der frischen Luft ist ebenso wichtig, aber in meinem Fall jetzt gerade nicht möglich. Weshalb ich visualisiere, atme, Aurasprays um mich neble und mich ablenke vom Tief das – und so komme ich wieder auf den Einstieg zurück – auch im Wetter Ausdruck findet bzw. wegen des Wetters wohl überhaupt erst so überraschend zu Besuch kam.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit, lasst Euch nicht unterkriegen und wer fasnächtelt, dem wünsche ich eine schöne solche.

Be yourself. You are beautiful and not alone

Und bei dem Thema betone ich immer wieder für alle die denken das Spiritualität und Magie alle Probleme lösen müssten: wenn es ganz schlimm wird sucht Euch Hilfe und schreckt auch vor medikamentöser Unterstützung nicht zurück.