Müde auf Balkonien – Und vom Gewitter wachgeküsst

Was für ein faules Wochenende. Gestern, Sonntag, lümmelte ich die ganze Zeit lesend und schlafend im Ferienland “Balkonien” herum, müde und völlig unmotiviert etwas anderes zu tun als zu lesen. Das wunderbare Lichter- und Gewitterspiel am Samstagabend hatte einen Eindruck hinterlassen und der hervorragende Film “Ex Machina” – der frisch aus den UK im Postfach gelandet war – die philophischen Gehirnzellen angeregt, aber der Sonntag war dann, bis zum Monstergewitter hin,  einfach müde und chillig. Und das war absolut gut so, denn ich neige sowieso dazu mir auch in den freien Momenten immer eine Beschäftigung zu suchen die mit Arbeit zu tun hat.

Es reichte dennoch zwischen den Nickerchen, für Kartenarbeit, denn ich musste einige Dinge für mich persönlich abklären, wozu ich diesmal in einer Kombination zweier Göttinnen-Decks und eines Götterorakels die notwendigen Denk- und Handlungsanstösse erhielt. Das ich aus dem Göttinnen- und Götterdeck jeweils aus dem gleichen Pantheon zog, wies ich als zusätzliches Zeichen der Aussagekraft.

sense8

Abends starteten wir die Serie “Sense 8” von den Wachowskis und Strachninsky (hoffe ich schreib seinen Namen korrekt, ohne jetzt googeln zu gehen) und obwohl wir nur eine Episode schauen konnten (einer von uns musste ins Bett) waren wir gleich begeistert. Ich verstehe, das manche irritiert reagieren und die Serie bereits abwerten, jedoch ist das noch oft so bei komplexen Handlungssträngen die auch zum denken anregen. Aber mehr dazu, wenn ich die Serie dann ganz gesehen habe. Ich verstehe wenn sich Visionäre der Freiheit einer Serienversion bedienen und sich Zeit lassen um eine Geschichte in Fahrt zu bringen. Leider kommt das im Zeitalter der Adrenalinjunkies nicht immer gut an.

Für das heftige Gewitter das dann draussen losbrach (für viele war es leider kein schönes Erlebnis, da es Schäden anrichtete und sogar Menschenleben kostete, wie ich gerade lesen musste) musste ich dann raus auf den sicheren Balkon und ich fühlte mich so lebendig und wunderbar als mir der Regen ins Gesicht peitschte und die Blitze nah an uns den Himmel erhellten, der Donner die Haut erzittern liess und die Sinne klar und scharf wurden.

Da war die Müdigkeit plötzlich wie weg geblasen und die letzte Nacht war so traumstark wie schon lange nicht mehr.

Allerdings hielt sich das mit der Frische nicht bis heute und so habe ich – jetzt wo ich diesen Blog schreibe – etwas Mühe mich zu motivieren. Der Kopf drückt und die Müdigkeit möchte mich ins Bett locken. Doch das liegt nicht drin. Es muss gearbeitet werden und mal schauen ob die Waschküche frei ist. Vielleicht gewittert es ja später wieder und deshalb ist die Watte im Kopf so dicht.

Ich wünsche Euch einen grossartigen Wochenstart, hoffe das Ihr die Gewitter ebenso sicher erleben durftet und sie keine Folgen hatten.

Bright Blessings