Mensch sein – Ein Runenabend und seine Fragen

Man Gestern gab ich den Runenkurs für Fortgeschrittene zu den Runen Ehwaz und Mannaz des Älteren Futhark und es war ein wirklich spannender Abend, auch für mich. Bei der tieferen Erforschung der “Mensch-Rune” Mannaz stellte ich den Teilnehmerinnen die Frage danach, was den Menschen als solchen innerhalb der Tierwelt eigentlich ausmacht. Ich dachte eigentlich, dass dies eine einfache Frage wäre doch es kam fast schon eine philosophische Diskussion zustande, was bei einer solchen Frage auch irgendwie nachvollziehbar ist.

Ich mag hier nicht ins Detail eingehen, aber es war ein wenig erschreckend, dass Anfangs fast nur negative Wahrnehmung auf unsere Spezies Raum fand. Dies mag damit zu tun haben, dass naturspirituelle Menschen meist sehr sensibel sind und unter der derzeitigen Entwicklung und Einstellung der gegenwärtigen “Wohlstandsgesellschaft” zur Umwelt das kalte Grausen bekommen und auch im Miteinander eher die machtgierigen, dominanten Kräfte sehr im Mittelpunkt stehen und so viel unmenschliches fördern. Vom “Miteinander” gar nicht zu reden.

Ich konnte viele Beispiele für die positiven Aspekte des Mensch-Seins, unserer Verantwortung und unserer Eigenschaften finden und ins Zentrum rücken und damit sichtlich zum nachdenken anregen.Doch auch ich stellte mir im Verlauf des Kurses und darüber hinaus Fragen die mich sehr tief bewegten, auch da ich selbst so vieles nicht nachvollziehen möchte und mir mit meinen Gedanken und Intentionen manchmal wie ein Alien vorkomme, wohl bewusst, das es manch anderem Menschen ebenso geht. Übrigens etwas das ich schon als Kind fühlte, wenn ich das Leid und den Schmerz den Menschen absichtlich anrichten nicht nachvollziehen konnte.

Und doch bin auch ich durch und durch Mensch – Mannaz – und finde immer noch viele Punkte die unsere Spezies wunderbar macht, aber eben auch schrecklich. Mir geht es in diesem Blogbeitrag nicht wirklich darum jetzt Beispiele zu geben, aber ich finde es ist ein sehr guter Denkanstoss für jeden, über das “Mensch sein” nachzudenken und eben über die Frage was uns Menschen als solche eigentlich ausmacht. In Licht und Schatten. Im Göttlichen und Animalischen. In der Vereinigung der Gegensätze. Und wenn Ihr das macht, fokussiert Euch ein wenig auf die wunderbaren Dinge und nicht nur auf die Negativen, auch wenn letztes irgendwie im Trend zu sein scheint.

Und niemals vergessen dass diese Frage nicht zur Folge haben soll, das man sich als “etwas besseres” vorkommt. Denn wir sind ein Teil des Netzes, wir gehören mit den anderen Spezies auf unserem Planeten untrennbar zusammen und stehen in keiner Weise darüber. Zumindest aus meiner Sicht nicht.

Mensch!