Zuviel des Guten: Worte aus dem Glashaus :D

 fingerausdemarsch Also die Sozialen Netzwerke sind ja nun wirklich zur Lebenshilfe Nummer Eins im modernen Menschenleben mutiert. Glaubt Ihr nicht? Dann müsst Ihr mal genauer hinsehen. Von Gandhi bis zum Dalai Lama, von Deepak Chopra bis Kreszentia Lichtblick, werden dort mit der Wucht eines Maschinengewehrs weise Worte und Lebensmotivationen veröffentlicht. Ihr kennt Frau Lichtblick nicht? Ich auch nicht, macht aber nix, denn im Wilden Westen, äh, wilden Web gibt es noch viel tollere eigenkomponierte Namen und Avatare. Sogar eine “galaktische Föderation” ist dort am Lichtwirken. Ich dachte eigentlich, die trifft man eher im Star Trek Universum. Nun, tut ja auch nix zur Sache, und ich gestehe: auch ich poste von Zeit zu Zeit Weisheiten. Zitierte, selbst komponierte, und ich freue mich wenn sie weiter geteilt werden. Also warum werfe ich dann aus einem Glashaus Steine? Weil manche es übertreiben! Und das oft Plattformübergreifend. Nirgends jedoch stehen Weisheitstempel und Trollburg so eng nebeneinander wie auf dem herzallerliebsten “Gesichtsbuch”. Dort wird man oft erschlagen von all den grossen Worten die uns an “unser Sein”, “unsere Bestimmung”, “unser positives Denken”, unser “Licht” und unsere “Liebe” erinnern sollen. Ist ja wunderbar. Wir sollten uns sogar so oft wie möglich daran erinnern. Manchmal reicht  jedoch eine Weisheit und diese, sowie die restlichen an die man sich erinnert, sie aber nicht unbedingt gleich versprüht, versucht man zu leben! Da hab ich es lieber wenn dann offen darüber diskutiert wird, wie sich das bewerkstelligen lässt und man Erfahrungen austauscht über die Praxis. Aber nein: hunderte zustimmende “Ja”…”Wunderbar”… “Oh Du meine Meisterin, oh Du mein Meister” (okay, das hab ich mir aus den Fingern gezogen), zeigen das man nicht darüber reden möchte, sondern einfach kurz klickt damit das tägliche Pensum an Erleuchtung recht schnell abgehakt wird. Und dann gibt es daneben natürlich die Trolle mit ihren Attacken die beweisen, dass viel Weisheit eine Plattform nicht unbedingt niveauvoller und intelligenter werden lässt.  Meinen Respekt jedoch haben all jene die wirklich an sich arbeiten und das teilen. Die nicht nur posten und verbreiten, sondern auch leben. Und da bin ich echt froh einige zu kennen. Denn die leben, lieben, lachen, weinen, leiden, erfahren, und LERNEN. Aus dem prallen Leben, das neben weisen Sprüchen vor allem eines lehrt: es ist nicht immer so einfach diese weisen Sprüche umzusetzen. Schreiben jedoch, lassen sie sich schnell. Und gelegentlich spenden sie Trost. Den anderen und uns selbst. Also doch nicht so schlimm…. So, und jetzt mach ich nen neuen Spruch bereit. Denn heute kann ich einen brauchen 🙂