Kingdoms of Amalur: Reckoning. Eine RPG-Fantasy aus der Feder Salvatores (PS3-Version)

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Und wieder einmal etwas zur Unterhaltung aus dem Bereich Konsolen-Games. Es ist seit Februar auf dem Markt und hat sich zwar schon eine Fangemeinde gesichert, ging aber im Aufgebot der grossen Blockbuster-Games etwas unter: Kingdoms of Amalur: Reckoning. Ein RPG das immerhin zwei der ganz grossen Namen in der Fantasywelt als kreative Köpfe vereint. R.A.Salvatore und Todd McFarlane. Reckoning ist genau die Art von Game nach dem mir derzeit ist: gross wie Skyrim aber etwas verspielter und verträumter, ohne dafür atmosphärische Abstriche in Kauf nehmen zu müssen. Die Welt von Amalur strotzt vor bekannten und bisher unbekannten Fantasywesen und einem gewissen Esprit. Wie immer ist es eine dunkle Macht, diesmal aus dem Norden, die das Reich bedroht. Der leicht individualisierbare Held hat denn auch einen interessanten Einstieg: er stirbt! Und wird in einem Seelenbrunnen so etwas wie wiedergeboren. Und das bringt das Reich von Amalur ziemlich durcheinander, denn in dieser Welt ist das Schicksals jeden Einzelnen eigentlich vorherbestimmt. Der Hauptprotagonist hat aber spannenderweise keines, wie die verantwortlichen Gelehrten verwundert feststellen müssen, und das hat einen Einfluss auch auf die Schicksale anderer, die nun veränderbar sind und nicht mehr fest stehen. Somit ist vieles in Eurer Hand und ihr lauft, kämpft und craftet durch eine herrlich anzuschauende und abwechslungsreiche Welt, habt Tonnen von Quests und jede Menge an Möglichkeiten zur Individualisierung. Man merkt “Reckoning” an, das es ursprünglich als MMO geplant war, denn der Aufbau und die Graphik erinnern an “World of Warcraft” und Co. Wobei gerade die Graphik natürlich massiv besser ist und die vielen Zwischensequenzen eine Freude für das Gemüt sind. Das Highlight sind die actionbasierten Kämpfe die an “God of War” erinnern und die – das muss man so sagen – einfach Spass machen und sehr gut dynamisch umgesetzt wurden. Ich stehe erst am Anfang meiner Reise und es geschah etwas herrliches: ich vergass beim spielen die Zeit. Man merkt eben, das Salvatore auch bei den Dialogen die Hände mit im Spiel hat. Und da kommen wir zum wirklich bisher einzig negativen Punkt am Spiel: im Dialogsystem sprechen nur jene Charaktere mit denen man interagiert. Man selbst kann zwar viele Antworten wählen, diese bleiben aber unausgesprochen. Das ist altmodisch und in Zeiten von Skyrim, Mass Effect und Dragon Age 2 (beim 1er machte man den selben Fehler), nicht wirklich nachvollziehbar. Aber dafür stimmt alles andere und da mich World of Warcraft, Aion und Co. am PC begeisterten und ich nach einer moderneren, opulenten und freien Fantasy-Welt Sehnsucht hatte die nicht so düster wie das epische Skyrim daher kommt, erwies sich “Kingdoms of Amalur” als wahrer Glücksgriff und ich freue mich auf die weiteren Geschichten und Quests in den Anderswelten dieses gigantischen RPGs das – so schreiben die Kritiken – auch ohne die bereits verfügbaren Zusatzinhalte über 100 Stunden Spielspass garantieren soll und welches mit einer Questfülle und grossen Gegner- sowie Begleiterschar kaum bemerken lässt, das man kein MMORPG zockt. Und ich kann jedem empfehlen es einmal anzuspielen und abzutauchen in diese neue Fantasywelt, die zukünftig mit Büchern und Comic auf mehreren Ebenen überzeugen soll…. Bei World of Games (www.wog.ch) und Amazon (www.amazon.de) übrigens bereits sehr günstig zu haben…