Meditation: wo Disziplin sich auszahlt…

MeditationMan kann nicht oft genug darauf hinweisen, wie wichtig die tägliche Meditation für Körper, Geist und Seele ist. Ich persönlich merke es jedes Mal wenn ich damit aus irgendwelchen Gründen wieder aussetze, selbst wenn es nur ein paar Tage sind, wie rasch man sich wieder auf den stressigen Alltag einschwingt und sich einer wichtige Basis des Wohlbefindens beraubt. Dabei rutsche auch ich manchmal in den typischen Fehler hinein (vor dem ich im Fall andere immer warne), besonders dann nicht zu meditieren wenn ich Stress empfinde und das Gefühl präsent ist, keine Zeit zu haben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das, wenn man in solchen Augenblicken meditiert, sich die Zeit streckt und alles viel leichter von der Hand geht. Und obwohl man es eigentlich weiss, versagt man sich diese Kraftquelle dennoch und plagt sich lieber Adrenalinaufgepumpt und mit Vollgas durch die Herausforderungen die das Leben in der Gesellschaft so mit sich bringt.

 

Geholfen ist damit letztlich keinem, nur eben dieser Gesellschaft in die man mit seinem Stress dann so hervorragend mit hinein passt und die einen dann mit offenen Armen im Kreis des zeitgeistigen Kollektivs willkommen heisst. Gerade die letzten zwei Tage durfte ich dies wieder einmal erfahren, als ich mich in dieser so schönen Beltanezeit durch den Tag stresste und erst während und vor allem nach dem Ritual herunterfahren konnte. Ich nahm mir die Zeit zum meditieren nicht, zum ersten mal seit Wochen übrigens, und die Saiten begannen intensiver und ungesund zu schwingen. Heute morgen liess ich es mir nicht nehmen und streckte die durchschnittlichen 30 Minuten auf 50 und siehe da: der Tag sah wieder viel rosiger aus und die Relativität der Zeit bzw. des Zeitempfindens machte sich gleich wieder bemerkbar. Nicht umsonst ruft selbst die Wissenschaft inzwischen zur täglichen Meditation als Gegenmittel gegen die Reizüberflutung unserer Zeit auf. Aber wie so oft braucht es dazu jene Eigenschaft die ein so ungeliebtes Wort zum Namen hat: Disziplin! Nicht nur im Bereich des Meditierens darf ich feststellen: Disziplin kann ein guter Freund sein (wenn sie nicht als Ausrede zur Selbstkasteiung dient) und zum Ausdruck dessen werden, das man sich auf gesunde Weise wichtig nimmt und sich gutes tut. Meditation ist auch ein verbindendes Element der spirituellen Wege. Eine tägliche Praxis die sich auf allen Ebenen auszahlt. Wie auch das rechte Mass an Disziplin zur rechten Zeit.