Echt Leiwaund :) (a bisserl wos üba die letzten Tog…)

Geburtstagstorte

Gestern “reklamierte” ein Freund, das ich doch hier schon so lange nichts mehr geschrieben hätte. Recht hat er! Also wo beginne ich jetzt am besten? Vielleicht an Silvester? Ja, ich denke das ist ein guter Start. Obwohl: eigentlich war der nicht einmal so spektakulär. Wir hatten Freunde zu Besuch und rutschten gemeinsam bei Bleigiessen, jeder Menge Sekt und mit einem dicken Kater am nächsten Tag. Und nein, ich rede von keinem putzigen Fellknäuel sondern von jener unangenehmen Sorte, die ihre unsichtbaren Krallen dann in die physische Verfassung schlägt. Bei mir – der kaum mehr was verträgt – sogar über einige Tage lang…

Die Woche darauf hatte ich eigentlich “Betriebsferien” und doch standen mit Inventar im Geschäft und jeder Menge Kram zu erledigen kaum erholsame Momente an. Das mich mein Schatz dann als Geburtstagsgeschenk dazu einlud mit ihm nach Wien zu düsen und mit der Familie zu feiern war ein unerwartetes, aber sehr gut durchdachtes und äusserst liebevolles Präsent. Nicht nur für mich, sondern auch für die Familie, die sich riesig freute uns wieder zu sehen.

Nachdem ich eine halbe Panikattacke hatte, weil ich am Vorabend meinen Pass nicht finden konnte, flogen wir – mit Pass wohlgemerkt – dann Freitag frühmorgens auf Wien und genossen – nachdem wir ins Hotel eincheckten – einen Tag in Kaffeehäusern und Hotelbett, da wir total müde waren und ein bisschen Schlaf brauchten.

Wiener Graben

Abends dann wurden wir von meiner besten Jugendfreundin, ihrer Tochter (einer davon) und meinem ehemaligen besten Kindheitsfreund abgeholt und in den “Millennium Tower” chauffiert. Dank Facebook und *hüstel* mir sind die beiden nun ein Paar und ziemlich verliebt. Besonders spannend: in der Jugend war sie in ihn total verliebt, öfters, aber da klappte es nie. Also besser spät als nie :). Und ich muss sagen das ich bemerkte, das manche Freundschaften ewig dauern, auch wenn man sich kaum mehr sieht oder über Jahre keinen Kontakt hatte.

Tags darauf war dann Treffen mit Mutter und ihrem Schatz, sowie meinen Brüdern und der Freundin meines “mittleren” Bruderherzens, den ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Wir verbrachten einen ganzen Nachmittag in einem XXL Restaurant namens “Leopoldauer Alm” das ganz in der Nähe des Ortes war an dem ich aufgewachsen bin. Und die Portionen (ich ass übrigens einen Hexengrillteller) waren riesig, der Nachmittag/Abend toll und die Freude auf allen Seiten gross. Das wir dann mit “Kartoffelknödelteig” und anderen Leckereien wie Käsekrainern versorgt wurden, freute uns beide sehr. Mehr aber noch das Wiedersehen an sich und ich liebe sie alle!

Gleiches kann ich zum nächsten Tag bemerken, als wir Vater, Stiefmutter, Halbbruder mit entzückender und bildhübscher Freundin, und Halbschwester mit ebenso sympathischem Freund trafen und von Mittag bis Nachts bei Leckereien, von meiner Schwester gebackenen Torten, viel Bier und von enorm viel Herzlichkeit verwöhnt wurden. Die Vorführung eines Super 8 Filmes aus Kindheitsferien war witzig (ich trug mal Lederhosen *g*) und wir fühlten uns geborgen und “daheim”. Meine Familie ist einfach toll. Auf beiden Seiten!

Mein Schatz und ich wurden an beiden Tagen richtig verwöhnt und unsere  Geburtstage (ein runder ein halbrunder) waren wunderbar und liebevoll in jeder Hinsicht. Ein dickes Danke an alle die uns diese Tage begleiteten !!! Ich hab Euch lieb!

Wien Donauzentrum

Da wir Montagabend bereits wieder zurück flogen checkten wir zuerst einmal Mittag unser Gepäck am Flughafen ein und gingen dann noch ein wenig zurück nach Wien shoppen. Ins “Donauzentrum” das in den letzten Jahrzehnten zu einem Shoppingmoloch gewachsen ist und nun völlig in US Manier mit einer Vielzahl an Möglichkeiten auftrumpft. Tja, Wien blieb in vielerlei Beziehung gleich, aber die Konsumzentren wurden alle aufgeblasen und wuchsen zu wahren Entertainment Tempeln.

Gerne hätte ich noch andere Menschen getroffen und liebe Freunde wieder gesehen, aber das müssen wir wohl auf die nächsten Male verschieben. Wohnmöglichkeiten hätten wir nun ja genug in meiner alten Heimatstadt, denn an Zimmern für uns in denen wir willkommen wären, mangelt es nicht.

Wien Pratersicht

Das war eine wahrlich kurze Zusammenfassung. Seit Anfang Woche hat mich der Alltag wieder im Griff und es gibt kaum Zeit zum ausspannen. Was mir in Wien in der viel zu kurzen Zeit auffiel ist, das die Mittelschicht zurückgeht, das es dennoch enorm viele Leute mit Pelz unterwegs hat. Das in Cafes und Gasthäusern alt und jung nebeneinander trinken (was man hier in der Schweiz so kaum sieht), die Leute trotz grosser wirtschaftlicher Herausforderungen etwas gelassener wirken und ihren Humor pflegen aber die wirtschaftliche Lage doch sichtlich aufs Gemüt drückt und die Menschen in der Stadt etwas resigniert wirken, was aber auch am kalten und grauen Wetter liegen könnte. Und Starbucks überall! Wir sollten mal im Sommer hin, wenn alles grünt und die Stadt ihrem Namen als einer der “grünsten” alle Ehren macht. Und so schön: viele kleine Läden die ich noch aus Kindheit und Jugend kannte, haben nahezu unverändert überlebt. Das rief Erinnerungen wach 🙂

Es war einfach genial oder – wie der Wiener sagen würde – “echt leiwaund” 🙂