Fröhliches Gedankenwirrwarr oder: Göttin und Gott auf der Wippe

tibetischeacht Ich weiss nicht ob es am Wetter liegt und der angekündigte Schnee sich bemerkbar macht, oder ob der nahe Vollmond seine Fäden spinnt, ob ich in einem Umbruch stecke oder die kollektive Energie sich bei mir bemerkbar macht: jedenfalls habe ich eine Woche hinter mir in der ich völlig hin- und hergerissen bin zwischen unterschiedlichen Zuständen. Geben sich aktiv und passiv die Türklinke in die Hand. Göttin und Gott schaukeln auf der Wippe die sie verbindet und eins mit ihnen ist. Und trotz Meditation und Entspannungsübungen bekomme ich das Gleichgewicht nicht so ganz zufriedenstellend hin. Aber brauch ich das überhaupt?

Eigentlich sollten wir unsere Gefühle zelebrieren und ehren, auch jene die wir nicht so ganz gerne haben, vor allem wenn sie im falschen Moment und in den unmöglichsten Situationen nach Ausdruck streben. Nur, manchmal passt es eben so überhaupt nicht. Da hätte man unzählige Aufgaben zu erledigen und sollte eigentlich aktiv die Dinge angehen, und doch merkt man, das einem dieses “Muss” dahinter völlig widerstrebt. “Müssen” ist sowieso so ein Ding in das wir uns allerdings auch viel zu oft bewusst hineinmanövrieren. Oft aus einer Laune heraus oder aus einer Zusage die man macht. Oder weil man um gewisse Notwendigkeiten weiss, die man auch oft noch selber erschaffen hat.

Wie wir ja eigentlich immer am Erschaffen sind, eben auch von Zuständen die wir eigentlich gar nicht anstreben. Es ist für mich dabei gut zu erfahren, dass ich das völlig Bewusst erlebe und die Macht dabei nicht abgebe, aber so richtig davon abhalten, tut mich dieses Wissen eben auch nicht immer.

Das Schöne an meinem Weg ist für mich mit die Erkenntnis, das man so sein  darf wie man ist, aber eben auch um die Verantwortung weiss die in diesem bewussten (Aus-)Leben, auch von Gefühlen und Emotionen steckt. Man muss nicht immer friedlich sein, darf auch mal auf den Tisch hauen, mal erschöpft sein oder die Euphorie auskosten solange sie hält. Kann zu seinen Zuständen stehen und braucht keine Maske aufzusetzen um irgendwem das Bild zu vermitteln, das er oder sie sehen möchte. Obwohl: das ändert nix daran dass das Bild im Kopf der anderen sowieso ein Eigenleben führt, egal ob man man selbst ist oder eben eine Maske trägt. Ausgenommen davon sind die wirklich engen Freunde, deren Blick meistens in die Seele geht und die sich am Kern orientieren und nicht an dem das gerade Aussen rum kreist…

Nun, worauf wollte ich eigentlich hinaus? Richtig! Es ging ja ums Gleichgewicht dass diese Woche nicht so ganz tat wie ich es wollte. Und darum, dass ich das wusste und bewusst lebte. Und letztlich auch darum wie gut das tut, dass man einfach so sein kann wie man ist und sich nicht verstellen muss. Aber daran arbeiten, das darf man weiterhin, denn irgendwie ist es dann doch eine Erleichterung, wenn alles wieder in entspannteren Bahnen fliesst. Und bis es soweit ist heisst es jeden Zustand zu erleben und auszukosten. Solange es niemandem schadet… 😉