Die Loveparade-Tragödie und der Zeigefinger der Schuldigen

kreuz Was dieses Jahr an der Loveparade in Duisburg passiert ist, fällt unter die Kategorie “Tragödie” und was besonders wütend macht ist die Tatsache, dass es geldgeile Organisatoren waren, und die lokale Regierung, die die Warnungen von Spezialisten ignorierten welche das Drama hätten verhindern können. Besonders schlimm ist aber das, was nun aus fundamentalistisch christlichen Mündern kommt, wie dem der Frau Eva Hermann oder den Schreiberlingen von kreuz.net . Denn von christlicher Nächstenliebe ist da nichts mehr zu spüren, eher von Schadenfreude und Verachtung. Es soll ja nun die letzte Loveparade gewesen sein – aber ich erachte die Entscheidung als falsch, denn auch wenn die edlen Ziele dieser Veranstaltung dem Kommerz wichen, so war es dennoch ein jährliches Symbol für meist friedliches Miteinander. Es ist klar das gewisse konservative Kräfte nun angesichts dieses schlimmen Vorfalls nahezu fröhlich scheinen, da dieser endlich einen Grund für die Einstellung der verhassten Loveparade bietet. Den Todesopfern und Verletzten gegenüber ist es jedoch grausam und zynisch, denn es sind genau diese konservativen Kräfte die letztlich direkt oder indirekt die Verantwortung zu tragen haben. Doch wie immer ist man gut darin, diese nun abzuschieben und mit dem Zeigefinger auf andere zu zeigen, damit es letztlich den eigenen Zielen dient. Wie eben Frau Hermann, die sicher kein Gefäss für Liebe ist, deren Probleme mit der Thematik aber, wie die vieler Erzkonservativer, in ihren eigenen Ängsten und Verdrängungen zu suchen sind. Traurig, wer auf diesen Zug angeblicher Sicherheit und Struktur aufspringt und so das Leben und somit das Göttliche in seiner Vielfalt ignoriert. Die angesprochenen Laster von Alkoholismus und Betäubung der Sinne sowie viel schlimmere Dinge praktizieren übrigens auch viele derer die mit dem Finger auf andere zeigen. Und irgendwann kommt es immer raus… Aber eben.  Hier noch der Link zu einem der schlimmsten Ergüsse zum Thema: http://www.kreuz.net/article.11590.html). Aber nicht erschrecken: Der Artikel sowie viele Kommentare sind menschenverachtend und ich würde sogar sagen sie ziehen das Christentum in den Dreck obwohl sie auf einer katholischen Plattform gepostet werden. Nichts für sensible Gemüter.

Eine Antwort auf „Die Loveparade-Tragödie und der Zeigefinger der Schuldigen“

  1. Well met, Dreamdancer 😉

    Was ich zu diesem Drama schon an Kommentaren gelesen habe, das geht echt auf keine Kuhhaut *schüttelgraus* und was sich da an Blödheiten ansammelt ist auch schauerlich!! Wie immer ist es leider so, dass Dramen (die eben passieren, weil Menschen sich nix dabei denken oder hoffen, dass es halt wieder einmal gut geht oder meinen, dass scho nix passieren wird oder einfach zu dröge sind um wirklich hinzusehen bzw nachzudenken etc pp) quasi instrumentalisiert und für eigene Zwecke “genutzt” werden. Wie wenn es ned schlimm genug wäre, wenn sowas passiert…