Die Legende beginnt: Der Aion Launch

Gestern abend um 21.00 Uhr war es soweit: die Aion-Server öffneten für Vorbesteller ihre Tore und nach einer kurzen Wartezeit stürmte ich die Welt Atreias auf Seiten der Elyos, jener engelsgleichen Wesen mit dem grossen Kampfgeist. Ich war positiv überrascht, denn trotz eines riesigen Ansturmes lief alles weitgehend ruckelfrei, die Community blieb freundlich und hilfsbereit und auch wenn es zu Engpässen bei den Questzielen kam, so konnte man doch relativ rund starten. Die Quests selbst kannte ich zwar schon aus den Open-Betas, doch nun wo man weiss das die Charaktere nicht mehr gelöscht werden und man kontinuierlich wachsen kann, machte es gleich noch einmal so viel Spass.

Ich muss auch nach meinem gestrigen Spiel sagen: es gefällt mir massiv besser als “World of Warcraft” mit dem es sich immer wieder vergleichen muss. Alleine die Graphik sieht auf meinem PC trotz mittlerer Einstellungen wesentlich besser aus und dennoch ruckelt es kaum. Die Atmosphäre ist wunderbar, sphärisch, verspielt und dennoch völlig ernst zu nehmen.

Das neue Setting ist auch eine gelungene Abwechslung gegen die immer wieder stereotypen Fantasywelten, derer sich fast alle RPGs bedienen. Obwohl ich auch diese liebe, so ist das Aion Setting unverbraucht und dadurch reizvoll.

Der epische Kampf zwischen zwei Fraktionen bekommt hier einen neuen Stellenwert, denn der Mythos erklärt eigentlich, das keine so richtig böse ist und das ganze Aufeinanderprallen von Elyos und Asmodiern auf einem Missverständnis und gegenseitigen Vorurteilen beruht. Fast wie im echten Leben *g*. Die dritte Fraktion der Balaur wäre der eigentliche Aggressor der immer wieder für Überraschungen sorgt.

Das PvP Gebiet auf den riesengrossen Abgrund zwischen den beiden Planetenhälften zu legen erachte ich für eine geniale Idee. Die Sache mit den Rifts – Öffnungen die sich temporär auftun und durch die man oder die gegnerische Fraktion ins Feindgebiet durchschlüpft – ist garantiert von Midkemia abgekupfert und eine hervorragende Bereicherung die die Welt gleich nochmal lebendiger und ein wenig unberechenbarer macht.

Aion hat Suchtpotential, ganz klar, und natürlich mit vielen Vorurteilen innerhalb der Spieleszene zu kämpfen. Die MMO Szene ist manchmal etwas kurzsichtig und behandelt “ihr” Game wie eine Religion und nicht wie ein Spiel. Für mich jedoch ist Aion genau das! Eine spielerische Abwechslung mit jeder Menge Herausforderungen und neuen Fantasy-Ideen im Bereich der Rollenspiele. Mit viel Individualismus in der Charaktererstellung (was einem diese ans Herz wachsen lässt) und tatsächlich: ich habe noch keine zwei gleichaussehenden Spielecharaktere erspähen können.

Ich hätte Freude daran, Mitglied in einer Legion (Gilde) zu werden. Wenn mein lieber Freund Patric dabeibleibt, dann werden wir wohl selbst eine gründen :). Ansonsten hätte ich schon eine gefunden, die auch Gelegenheitsspieler und Laien wie mich aufnimmt *g*. Aion macht nämlich in der Gruppe tatsächlich noch mal mehr Spass, auch wenn man gerne Solo unterwegs ist. Und ich freue mich erstmals auf PvP (Player vs. Player) denn das hat mich in WoW mehr geärgert als motiviert.

In Aion jedoch macht es mich so richtig an :-)))

Übrigens gibt sich die Herstellerfirma NC-Soft wirklich enorm Mühe und betreut ihr neues Baby mit einer sympathischen und schnell reagierenden Moderatorenschar, die auf Kritik reagiert und der es wirklich am Herzen liegt, das Aion uns lange erhalten bleibt. Das ist klasse und auch ein bisschen logisch: schliesslich will man ja monatlich etwas in der Kasse haben. Aber das zahle ich gerne, denn den Spass ist es mir wert.

2 Antworten auf „Die Legende beginnt: Der Aion Launch“

  1. Sieht und hört sich klasse an 😀

    Schade, das ich dafür im moment echt keine Zeit mehr habe und kaum zu 6 Stunden schlaf am Tag regelmässig komme, da darf ich nicht noch mit sowas anfangen^^……

    Dir und Patric viel Spass beim questen 🙂

    Gruss P.