Wochenendrückblick

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..Kein Altar, unser kleiner Fest- und Dankestisch.Brot, Met und Früchte..

Ihr könnt mir glauben: ich habe es genossen gestern den ganzen Tag “Aion” zu testen und den Alltag auszublenden. Denn seit Freitag waren Arbeit und temporäres Chaos angesagt, welches sich heute und morgen vermutlich weiter fortsetzt. Eigentlich war der Freitag so schön vorhergeplant: “….ich bereite mich auf unseren Lughnasad-Vorabend vor, habe nachmittags ein bisschen frei, gehe ins Fitness, dann in den Wald….” …..DENKSTE!….

Am Freitag hatte, wie im letzten Beitrag kurz angetönt, mein Freund die Idee Regale zu kaufen, was er dann auch durchzog. Somit durfte ich schleppen helfen anstatt mich wie geplant schön auf den Abend einzustimmen. Also hiess es schon morgens früh Brot gebacken, damit nachmittags alles parat ist. Dieser war dann bestimmt von körperlicher Arbeit und immer enger werdender zeitlicher Planung.

Denn selbstverständlich wurde Freitags und Samstag dann bereits geschraubt, gehämmert, auseinandergenommen, usw… Soviel zum Thema Feiertag und freier Tag.

Freitagabend glänzte dafür wie eine Oase im Chaos, denn der Wald war friedlich, das Geleit harmonisch und unser kleines Treffen locker und freudvoll. Mein Brot schmeckte unerwarteterweise sehr gut, denn ich hatte in der ungewollten Hektik zuviel Wasser erwischt und musste provisorisch die anderen Zutaten anpassen. Auch wenn es oben etwas “dunkelte” so war die Kruste schmackhaft und knusprig.

Wir ritualisierten eigentlich nicht, sondern dankten eher für die Fülle und die Kraft der Sonne. Wie spannend, das gerade heute kurz der Herbst einen Vorgeschmack bietet und daran erinnert, dass der Sommer selbst nicht mehr allzulange anhält.

Samstag war dann eine solche Unordnung zu Hause, das an Entspannung kaum zu denken war (obwohl ich zwischendurch immer ein bisschen spielte). Bücher wurden geschleppt, Sachen ent- und versorgt, Staub lag in der Luft und meine Stimmung war ziemlich gedämpft. Abends waren wir bei Freunden zum grillieren eingeladen und obwohl ich erst mal so gar keine Lust dazu hatte, entpuppte sich das Treffen als feuchtfröhliche Angelegenheit bei der ich lernte, das ein puertoricanischer Rum vermutlich dafür sorgte, das Schnäpse auch “Feuerwasser” genannt werden. 75%. Uff. Ich hielt mich zwar zurück, aber schon ein Gläschen brannte sich die Gedärme runter um dort wohlig warm zu verweilen…

Gestern dann Ausstieg und – mit Unterbrechungen – einfach nur spielen. Was für eine Wohltat. Abends lesen und die Nacht dann voller spannender und lebhafter Träume. Was die Woche nun bringt? Keine Ahnung. Mein Sonntagsritual mit Karten kündigt unerwartetes aber spirituell interessantes an.

Heute jedoch erst mal Wäsche und weiter Möbel zusammenbasteln sowie umräumen. Auch morgen ist nicht an Entspannung zu denken, denn die alten Sachen müssen entsorgt werden und abends geht “Crafting” wieder los. Planen kann und darf man eh nicht. Flexibilität zu integrieren: eine wichtige aber herausfordernde Lektion.

Eigentlich wollte ich diese Woche ja so etwas wie “Ferien” machen, doch das Leben hat seine eigenen Pläne und so werde ich die entspannten Momente die sich zwischendurch auftun besonders in Ehren halten.

Guten und entspannten Wochenstart wünsch ich Euch

PS: das durchaus positive wäre, das ich nun coole Regale im “Hexenzimmer” habe, und auch sonst alles letztlich etwas ordentlicher aussieht. Also das Ergebnis ist durchaus positiv… 🙂

Eine Antwort auf „Wochenendrückblick“

  1. Ciao Wilhelm
    Danke für deine guten Wünsche zum Wochenstart. Deine Worte taten mir echt gut. Ich bin im Moment deprimiert und sehr müde, wir feierten am 1. August den 80. Geburtstag meines Vaters und ich hatte 3/4 vom Fest alleine in der Küche verbracht. Jemand musste ja den “Abwasch” tätigen und die Küche in Ordnung halten, wir hatten 40 geladene Gäste im Haus.

    Mein Vater bat mich am nächsten Tag eine Kartenlegung für ihn zu machen und im gleichen Atemzug meinte er, dass er nicht daran glauben würde und er nicht verstehen könne wie das mit den Karten funktionieren soll.
    Dies alles nachdem ich seit einigen Jahren schon öffers für ihn Kartenberatungen gemacht hatte und das Vorausgesagte auch wirklich eingetroffen ist.
    Seine Worte schmerzten mich brutal und machten mich sehr traurig.
    Ich werde seine gewünscht Legung nicht machen, so habe ich definitiv keine Lust dazu!
    Die Zeit nutze ich lieber für etwas Erfreulicheres und Erfüllenderes!

    Ich wünsche dir trotz dem Stress einen angenehmen Montag.