Mittelalter und Eurovision am Wochenende

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Vorbei ist es, das Luzerner Mittelalterspektakel 2009 an dem ich wieder einmal während dreier Tage in meinem Orakelzeltchen für Interessierte gegen einen kleinen Obulus Karten legte. Es war wesentlich weniger zu tun als letztes Jahr was alleine schon daran lag, dass diesmal Freitag kalt und regnerisch unterwegs war und die meisten Leute arbeiten durften. Gewöhnlich setzen die Veranstalter das Spektakel immer nach Auffahrt an. Da sie diesmal jedoch die Woche drauf in Neftenbach ein grosses Fest ausrichten, verlegten sie Luzern eine Woche vor und somit fiel der “Fenstertag” weg, an dem sich viele freinehmen. Aber Samstag stiegen die Besucherzahlen dafür rasant an, am sonnigen Sonntag strömten die Familien gar scharenweise auf den Franziskanerplatz und an beiden Wochenendtagen einige Menschen auch zu mir ins Zelt.

 

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Es war eine grosse Freude für mich dass einige Menschen kamen, die bereits die letzten Jahre immer wieder meine “Orakeldienste” in Anspruch genommen hatten und die sich sichtlich zufrieden zeigten mit meiner Arbeit. Dabei schätzen sie es das ich meine Karten und Runen immer konstruktiv befrage und eher Werkzeuge in die Hand gebe um die Zukunft selbst zu gestalten. Und wenn sich eine Krise abzeichnet, dann befrage ich das Orakel nach einem guten Rat der die Herausforderung zu einer bewusst positiven, weil lehrreichen Erfahrung macht. Das kommt an und ich staune manchmal wie gut sich die, an sich so kurzen, 15 Minuten im Zelt nutzen lassen um dennoch ein Maximum für die Leute herauszuholen.

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Am Samstag war der Tag an dem am meisten bei mir lief und als ich Abends nach Hause kam hatten wir Gäste, da wir den Eurovisions-Songcontest gemeinsam ansahen. Da ich kaum etwas im Magen hatte, warfen mich 3 Gläser Sekt bereits in die Couch und vom Gefühl her hatte ich drei Flaschen geleert. Lustig war es dennoch, oder gerade deswegen. Meine Favoriten schafften es mit einer Ausnahme (Island) nicht gerade Bild 048hoch (ich hätte noch Malta, Dänemark und Schweden bessere Plätze gegönnt) aber hey: die grösste Trash-Veranstaltung Europas kuckt man sowieso kaum mehr wegen der Musik. Der Sieger des letzten Jahres, und somit Gastgeber in diesem, Russland, glänzte mit der aufwendigsten Contest-Show aller Zeiten. Verachtenswert und absolut verwerflich jedoch die russischen Ordnungshüter und Politiker die im Vorfeld der Show mit äusserster Gewalt gegen eine friedliche Schwulendemonstration vorgingen und zeigten, das Russland alles andere als fortschrittlich ist und durchaus primitive Kräfte an der Macht werken. Eine Schande! Gut hat ein toleranteres Land gewonnen und darf den Concours nächstes Jahr ausrichten: Norwegen.

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Sonntag hiess es dann wieder früh aus dem Bett und es fiel mir schwer, denn normal tanke ich Sonntags immer Kraft für die Woche mit Ritual und Entspannung. Am Markt war es – endlich – sommerlich heiss und es langte gar für einen leichten Sonnenbrand. Voll war es, jede Menge Familien unterwegs doch so richtig fröhlich war die Stimmung nicht. Selbst das Organisationskommitee hatte interne Differenzen aber auch sonst waren viele irgendwie schräg drauf. Sogar bei mir im Zelt lief erstaunlich wenig und so hatte ich mehr Zeit das Treiben zu beobachten. Meine Laune war gut, aber die Atmosphäre und die vielen Leute rüttelten schon am energetischen Schutzschild. Schon lange nicht mehr freute ich mich so sehr auf eine Dusche mit der ich das Wochenende abspülen und hinter mir lassen durfte.

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Was mir grosse Freude bereitete waren die vielen kurzen und längeren Besuche von lieben Menschen aus Freundeskreis, Kursen, vergangenen Jahren. Gerne hätte ich mit einigen mehr geredet oder sie wieder einmal in den Arm genommen. Doch leider reichte es bei einigen nur für ein Winken aus dem Zelt und den kleinen Freudenfunken der mit jedem Lächeln das mich traf neu entfacht wurde. Ich fange jetzt nicht an aufzuzählen, aber jene die hier mitlesen und die am Spektakel waren, die wissen das sie gemeint sind.

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Auch neue Freundschaften wurden geschlossen. So lernte ich Naemy vom Zwischenweltforum kennen, ihren netten Gemahl Dudu und den sympatischen Ali. Eine kleine Marktfamilie die mit ihrer Präsenz den Markt erhellte. Naemys hervorragende, handgemachte Seifen werden bald die Zwischenwelt bereichern. Und ich durfte zwei Patchouliseifen in Empfang nehmen die herrlich duften. Eine ist ziemlich intensiv und ich mag das! Wer nach Neftenbach geht, der halte nach dem Stand (siehe Bild unten) Ausschau. Vor allem kuckt Euch die genialen Artikel an. Die Drei haben die originellsten Visitenkarten die ich je sehen durfte…

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Auch ich wurde gefragt ob ich in Neftenbach arbeiten möchte, da ich dort viel Geld verdienen könne. Aber ich lehnte ab, denn mir ist meine Energetik derzeit wichtiger, auch wenn ich es finanziell sicher brauchen könnte. Zürich ist mir zu weit weg und Karten legen im Akkord ist ziemlich energieaufwendig. Lieber kümmere ich mich nun – endlich – um meine Workshops und schaue das ich für meine Craftingklasse fit bin und bleibe. Ich freue mich auf den Feiertag und den somit ersten Tag an dem ich dann wieder so richtig frei hätte. Natürlich werde ich ein bisschen an meinen Projekten arbeiten, aber mit Musse und ohne Stress.

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Und auch Euch wünsche ich mit diesem Montagseintrag eine gute Woche.

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…und gegen Ende zogen Gewitter auf…

2 Antworten auf „Mittelalter und Eurovision am Wochenende“

  1. Ich kann nur bestätigen was du über das Mittelalterfest schon geschrieben hast.
    Und die Komplimente geb ich gerne zurück. Danke dass wir die Möglichkeit hatten Dich und Cerridwen näher kennenlernen zu können.
    Auch hätte ich mich gefreut einige andere Leute vom Forum kennenzulernen….jaja ich hör dich schon schmunzeln…hihi.
    Schade ist einfach, dass ich im Moment zwangsläufig das Forum ziemlich vernachlässige….aber ich versuch mich mal ab und an bemerkbar zu machen.

    Eine schöne Woche

    Naemy

  2. Leider konnte ich dieses Jahr nicht dabei sein, da ich die ganze Zeit über für die Weiterbildungsprüfung lernen musste, die ich dann gestern ziemlich versiebt habe.

    Dank deinem tollen und ausführlichen Bericht konnte ich nun trotzdem noch ein wenig Teil nehmen am ganzen.

    Falls die Patschuli-Seifen ins Regal kommen, bitte gleich drei Stück für mich reservieren 🙂