Grossangriff auf Naturheilmittel

ArnikaGestern musste ich den Kopf schütteln ob der “News” die ich von meiner Stammdrogerie erfahren durfte: dank einer wohl sicher nicht von Fürsorge getragenen Zusammenarbeit zwischen Bund und Swissmedic werden nun an die Hersteller von Naturheilmitteln so hohe Anforderungen gestellt, dass es sich kleine Ver- und Betriebe kaum mehr leisten können, alle diese zu erfüllen und grosse Teile ihres Naturheilmittelsortiments “entsorgen” müssen.

Auch wenn die Drogerie meines Vertrauens diesen beschwerlichen Weg auf sich nehmen wird, um weiterhin ihre heilsamen Dienste anbieten zu können/dürfen, so dauert der Prozess sehr lange und gestern waren auch schon einige Regale mit von ihnen hergestellten Präparaten auf natürlicher Basis leer geräumt.

Ob das mit den diesjährigen Verlusten der Pharmaindustrie zu tun hat? Denn irgendwer muss da ganz schön Druck gemacht haben auf Bund und Swissmedic, dass die nun so rasch so eine harte Schiene fahren und damit den Markt und das Angebot an Naturheilmitteln innert kurzer Zeit massiv verkleinern. Vielleicht sogar bewusst zu einem Drogistensterben beitragen. Das ist eben das Schlimme daran, wenn eine Lobby ihre Finger überall drin hat.

Jedenfalls wird der Markt sich bei dieser Entwicklung langfristig auf von Pharmariesen kontrollierte und produzierte Naturheilmittel reduzieren und kleine Hersteller werden am finanziellen und bürokratischen Aufwand scheitern und vom Markt verschwinden. Das ist tragisch und es zeigt einmal mehr, wie wenig frei man in gewissen Dingen eigentlich ist. Profitgier überall. Ich bin überhaupt kein Feind der Pharmaindustrie, denn man darf die guten Dinge nicht übersehen, aber ich verachte, dass dort schon lange nicht mehr der Mensch und die Vielfalt als solche im Mittelpunkt stehen. Und das man dort vermutlich Macht missbraucht um “es sich zu richten”. Auf Kosten der Menschlichkeit.

Schnüff

5 Antworten auf „Grossangriff auf Naturheilmittel“

  1. Ich musste ziemlich suchen bis ich in der Schweiz ein Phyto-Produkt mit Rotklee fand. Seh nicht ein, Chemie zu nehmen, wenn’s auch so geht und wenn ich das nicht mehr erhalte, dann geh ich halt selbst pflücken. Aber ganz sicher kauf ich keine Chemie. Auslandbestellung wär noch ne Möglichkeit übers Internet.

  2. Da fällt mir ein, dass mir mal jemand aus Deutschland eine freudige Überraschung bereiten wollte und mir ein klitzekleines Fläschchen mit 2dl selbstgemachtem Met geschickt hat. Also eine undefinierbare Flüssigkeit in einer kleinen Flasche ohne Etikett.

    Ist niemals angekommen. Ich habe nie wieder etwas davon gehört. Würd nur gern wissen, ob es ein Zollbeamter gesoffen hat, ob sie es weggeworfen haben oder was. Normal würde man ja wenigstens mit einem Brief oder so rechnen. Aber nein, gar nichts… tja …

    Ich erfuhr das erst, als der Met schon unterwegs war. Sonst hätt ich das eh gestoppt, weil ich unsere Zollbeamten kenne.