Ich will alles und zwar jetzt!

Ich will alles
will es jetzt
gib mir die Magie sofort
und lehrst Du mich nicht jetzt gleich
such ich an nem andern Ort

Möchte möglichst alles wissen
was Mysterien verhüllen
dafür tun möchte ich nichts
doch rasch den Wissenshunger stillen

Zeig mir alle Rituale
jetzt, hier, gleich und auch ganz schnell
sollen sie die Tiefen öffnen
was kratzt mich der Gang zur Hel

Macht Magie nicht alles heil?
Eilt nicht auch das Glück herbei?
Wenn ich besitz den grossen Schlüssel
zum hexen und zur Zauberei

Will nichts hör’n von der Geduld
die damit verbunden sei
schliesslich weiss ich’s doch viel besser
und es ist mir einerlei

Ob sie von Erfahrung faseln
von Langsamkeit und ohne Hast
schliesslich ist in diesem Leben
keine Zeit für eine Rast

So nun lehr mich, lehr mich alles
gib mir das Wissen in die Hand
Am besten alles, hier, jetzt gleich
sonst such ich in nem andern Land

Wechsle einfach die Kulturen
bis ich bekomm was ich begehr
Den schnellen Pfad zum innern Frieden
die nächste vielversprechend’ Lehr

Man sagt so einfach geht das nicht?
Ich soll erst meine Schritte machen?
Soll es etwas lock’rer nehmen?
Und ein wenig öfter lachen?

Soll praktizieren? Wirken lassen?
Und langsam mein Bewusstsein steigern?
Soll annehmen die kleinen Dinge?
Und mich dem Leben nicht verweigern?

Was wissen die schon was ich brauche
was wirklich alles in mir steckt
gibst Du mich nicht jetzt gleich das alles
dann ist’s der Nächste, der’s erweckt

(c) Dreamdancer 2008
Inspiriert durch Gespräche und Beobachtungen

8 Antworten auf „Ich will alles und zwar jetzt!“

  1. Ich eile durch die Zeit
    gehetzt und zu allem bereit
    soll für dies verantwortlich sein
    setzt ich mich hin und mach es fein

    es schmerzt mich hier und da und dort
    doch die Arbeit trägt mein Fühlen fort
    Wie lange halte ich das durch
    bin auf dem Grat und habe Furcht

    Ich weiss nicht wo ist meine Seel
    achtend dass ich nicht verfehl
    die Schritt in der Eile auf dem Grat
    wo ich atemlos hetzend balanciere und tret

    links fällt der Hang ins Bodenlose ab
    Rechts ebenso, ich bleib im Trab
    Wann werd ich fallen und wohin
    frag ich bang während ich schwimm

    Hilflos der Welt der andern verschrieben
    Frag ich, wie kann ich dem entfliehen,
    Was mir droht wenn ich so weitermach
    find ich den Ausweg nicht und krach

    Eines Tages direkt in den Boden
    Der schräge, der abfällt bis zu den Toden
    Was muss ich tun um am Leben zu bleiben
    Muss spüren die Kraft in mir und sie zeigen

    Rutsch bis ganz unten und erst dann
    schaff ich mit letzter Kraft und fang an
    zu kämpfen für mich und mein Leben
    und strampel mich zurück ganz gegen

    die anderen die versuchen gegenzusteuern
    doch meine Stimme kann mich anfeuern
    Ich schaffe es knapp und bleibe dabei
    schlucke rosa Pillen auf dass ich mich freu

    Nun will ich nicht zurück aufs Grat
    und klammre mich heftig an alles was fragt
    Ich kaufe viele Bücher und Dinge auf dass
    ich nicht mehr Zeit hab zu spüren was

    hab ich gesucht was wollt ich tun
    nur eins will ich, hier bleiben und drum
    an jedem fraglichen Datum, in panischer Not
    versuche zu finden von Neuem ein Brot

    auf dass es mich nährt doch kann es das nicht
    denn ich hetze von Bäcker zu Bäcker und flücht
    Doch nun ich hab erkannt, der Turm
    Er bricht zusammen. Ich bin der Wurm

    der unterirdisch suchen geht,
    wo ist das Fundament welches mich trägt
    was ist mein Inneres, das mit dem Aussen sich trifft
    wo ist meine Hand, meine Tat, mein Gesicht

    Geh suchen und nehme mir Zeit zu finden
    und wird keine Bibliothek mehr gründen
    suche den Gott, die Göttin die mich führen
    auf dass ich mich nicht mehr werde verlieren.

  2. Also es war so. Etwas zufällig spazierte ich gestern hier vorbei, und las Deinen Text. Ich fühlte mich erschrocken und angesprochen, auch wenn ich vielleicht gar nicht gemeint war und zog eben den Turm und auch die Fünf der Kelche und die zehn der Scheiben noch.

    Jedenfalls wollt ich noch anmerken, dass “Brot” nicht Brot meint, sondern eher Buch/Orakel, etc., also Seelennahrung. Weiss nicht, ob man dass erkennen konnte.

    Aber das ist ja eine tolle Entdeckung, das Schreiben. Das gefällt mir. War etwas eilig und deshalb holprig.

    Vielleicht hattest du ein Noro-Virus (da weiss man nicht wie man auf der Toi zuerst machen soll, weil alles gleichzeitig und so. Ist extrem ansteckend, unangenehm, aber sonst eher ungefährlich. Ist in Spitälern sehr gefürchtet, weil es derart ansteckend ist, dass es ALLE kriegen. Alle Patienten, alle Aerzte, alle Besucher. Alle eben.) Zur Ansteckung reicht etwas anzufassen und alles Putzen und Händewaschen ist zwecklos… Dauert 3 Tage. Es kursiert eigentlich ständig irgendwo.

    Gute Erholung noch und danke für die Lehre, auch wenn sie nicht mir gewidmet gewesen sein sollte.
    LGs
    Ethaine

  3. Nein, war niemandem explizit gewidmet. Aber wenn man sich angesprochen fühlt, dann muss mal wohl in sich selbst schauen und sich fragen warum 😉

    Ich hatte übrigens weder Durchfall noch musste ich Erbrechen, auch wenn mir sehr übel war. Eher Verstopfung, aber das will jetzt wohl eh keiner mehr wissen. Am wenigsten ich selbst *ggg*…

    Greetings