Sterbendes Fröschlein….

froschIch durfte heute einen sterbenden Frosch von seinem Elend erlösen, lag er doch mit seinem weissen Bäuchlein nach oben und mit gequetschten Beinen an einem abgelegenen Wegesrand des Waldes. Vertrampelt bzw. angetrampelt vermutlich, oder einem Vogel aus dem Maul gefallen. Es fiel mir nicht leicht, das arme Tier zu töten und so sein Leiden zu verkürzen. Wir hatten ihn auf der Hand und friedlich sah er uns an, unfähig seine Hinterbeine zu bewegen, da sichtlich gequetscht. Ein Auge war bereits getrübt und ich sprach einen Segen über ihn bevor ich wir ihn nach langer Abklärung in die Arme der grossen Göttin beförderten. Ich wusste, ich tat das Richtige und dennoch war da ein Teil in mir, der sich vor dieser Verantwortung drücken wollte. Es war ein grosser Frosch und Cerridwen hatte ihn entdeckt. Nicht mal seinen Bauch gleich gesehen, sondern direkt einen Blick in die Augen erhascht. Tja, Fröschlein, so “klein” und unbedeutend Du vielleicht für jemand anderen gewesen wärst, bei mir hast Du nun ein kleines Plätzlein im Herzen erobert. Ich erinnere mich an letztes Jahr, als Cerridwen und ich uns – ebenso nach dem vollen Mond – um eine angefahrene Katze am Strassenrand kümmerten, die wir dann in der Tierklinik auf ihre letzte Reise begleiten durften. Diesmal war es “nur” ein Frosch, doch es ist etwas anders zuzusehen und zu begleiten, als selbst die Handlung auszuführen und ein Wesen so in die Anderswelt zu schicken. Ich habs vollbracht und es war gut und richtig so, denn eine Heilung war unmöglich. Jedenfalls hinterliess das Fröschlein einen bleibenden Eindruck bei mir. Schnüff….Es war dennoch ein sehr schöner und harmonischer Nachmittag im Wald.