Was für ein Wochenende

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So, da bin ich wieder mit meinem ersten längeren Beitrag am neuen Rechner. Das Wochenende hatte es wirklich in sich. Zuerst der Schreck, dass ein neuer Rechner fällig wird, da der Alte tatsächlich das Zeitige segnete. Übrigens ein dickes Danke an Patric, der alles versuchte um die Kiste wiederzubeleben (und mir heut morgen alles installierte). Und seinen “Bodyguard” Phil .Thanks Bro und Co….Und kaum war Patric spätabends gegangen und wir warfen unsere Wii-Konsole an um ein Wenig zu golfen und zu entspannen, gings erst so richtig los….

Vor unserer Türe waren laute Stimmen zu vernehmen und als ich ging um das Fenster zu schliessen tönt mir ein lautes Hallo entgegen. Die Poliziei! Natürlich öffnete ich die Türe und Beamte stürmen mir entgegen und fragen mich nach der Nachbarin, die ich nur vom sehen kenne. Dann wollen sie auf unseren Balkon und noch immer habe ich keine Ahnung was eigentlich los ist.

Mein Freund geht mit ihnen auf den Balkon und erbleicht, denn unten liegt eine Person um die sich schon Rettung, Polizei und die Gäste einer Party kümmerten, die in einem Büro auf Bodenhöhe stattfand. Es hatte sich jemand vom Nachbarsbalkon gestürzt! Kurz darauf kommt die weinende Schwester. Es ist ein Trauerspiel und das Gewimmer der Gesprungenen sowie das Weinen ihrer Schwester gehen durch Mark und Bein.

Handybilder 029Als Polizei und ein Freund der Lebensmüden endlich gegangen sind ist natürlich noch lange ziemlich viel los vor unserer Türe. Was mich irritiert ist das Lachen, das einige Zeit später an mein Ohr dringt als der Rettungswagen mit der – vermutlich schwerverletzten – Frau bereits unterwegs ist. Warum die Kollegen der Gesprungenen lachen verstehe ich nicht, schliesslich sind alle aus Ex-Jugoslawien und sprechen in ihrer Muttersprache. Dennoch erscheint es mir fehl am Platz, genauso wie der unbeteiligte und eher klatschende Ton in den Stimmen. Denn die sich da unterhalten wirken so gar nicht geschockt. Naja, solang ich nicht weiss worum es ging möchte ich hier nix bewerten. Seltsam kams dennoch rüber. Ich zündete eine Kerze an und bat die grosse Mutter darum, ihre Hand über die Beteiligten zu halten.

Sonntag dann nahm ichs einfach. Eigentlich wollte ich bereits den neuen Rechner holen, da ich zu Hause arbeiten hätte wollen und sollen. Doch dann entschied ich mich zum zu Hause bleiben und relaxen. Ich meditierte, legte Karten, dachte viel nach, nahm ein Bad, spielte “Rayman – Raving Rabbits” las im sechsten Band der Midkemia-Saga weiter und liess die Seele baumeln. Es tat gut und vor allem brachte mir der spirituelle Teil einige neue Erkenntnisse und Bestätigungen.

Tja, und heute dann eben der neue Rechner geholt. Ich habe mir vorgenommen einfach Freude dran zu haben und mich nicht wegen der unerwarteten Investition zu ärgern. Bringt ja nix. Wenigstens kann ich nun wieder zu Hause arbeiten.

Von unserer Nachbarin bzw. dem gesprungenen Mädchen (wir wissen nicht ob sie selbst sprang) haben wir noch nichts gehört. Heut waren 2 “offizielle” Männer in ihrer Wohnung, aber sonst konnte man noch niemanden fragen. Und in der Zeitung stand heut auch nix. Ich hoffe das Beste für sie. Was auch immer das für sie ist. Sollte sie es überstanden haben, möge sie die Lebensfreude wieder umarmen…

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