Lonely Yule

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Gestern war das erste Yule-Fest, an dem ich mich alleine in den Wald aufmachen musste, da alle keine Zeit hatten und mit den Vorbereitungen und Arbeiten für die Weihnachtstage belastet schienen. Und ich habe gestern eine klare Botschaft bekommen: Yule, ist kein Ritual das man alleine feiern sollte….

Zum ersten war der Weg zu meinem Ritualplatz schon ein schräger, denn einige Leute suchten nach einem Hund und riefen dessen Namen unaufhörlich durch die Stille, die so keine mehr war. Und natürlich hatte ich Verständnis dafür und hoffte sie würden ihren Liebling wieder finden.

Am Platz selbst umarmte ich meinen Lieblingsbaum und trat in Kommunikation mit ihm. Ich zog Lichtsäulen um mich und eine Trägersäule in der Mitte, von der aus sich das Licht wie eine Kuppel über den Platz legte. Nicht zum Schutz, denn mir waren die Wesen des Waldes willkommen, sondern um einen heiligen Raum für mich zu schaffen….

Und dann folgte:…..die grosse Stille. Es war ruhig um mich (ausgenommen die Hundesucher) und es schien, als wären alle sonst anwesenden Geister anderswo am festen und warten. Ich rief Freya und Frey und trat in einen Dialog mit ihnen und dann begriff ich: Yule ist kein Fest der Besinnlichkeit. Es ist kein Fest das man alleine feiern sollte. Es ist ein Fest der Freude, der Geselligkeit und es war zwar nicht falsch, aber in meinem Fall auch nicht angebracht alleine – ohne menschliche Gesellschaft – im Wald zu verweilen.

So visualisierte ich ein Licht in meine Handflächen, welches sehr intensiv zu lodern begann, und setzte es zum Dank in die Mitte des Platzes. Dann übergab ich ein paar Nüsse als Geschenk an den Ort (und die Eichhörnchen die dort immer zahlreich verkehren), verabschiedete mich und machte mich auf den Weg nach unten.

Unterwegs hatte ich dann noch eine Begegnung mit der Taschenlampe der Hundebesitzerin die mir direkt ins Gesicht leuchtete, wie bei einem Verhör, und die mich fragte ob mir ihr Hund begegnet sei. Ich leuchtete mit meiner zurück und irgendwann begriff sie, dass es nicht sehr höflich war mich zu blenden. Aber ich verstand sie, denn sie erzählte, dass sie bereits seit 11.00 Uhr mittags suchte und ihr Hund ein ganz ein lieber sei. Ich wünschte ihr noch viel Erfolg um ein Stück weiter unten eine andere Blendbegegnung mit den Lampen ihrer Söhne zu machen. Ich betete zur Göttin, dass der Hund auftauchen würde, hatte aber das Gefühl, das ihn schon jemand gefunden hatte und er sicher wieder daheim ankommen würde.

Dann ging ich nach Hause und genoss den Abend noch mit meinem Schatz, dachte an meine Freunde und Kollegen und prostete ihnen in Gedanken zu während die Fenstersimse von Kerzenlicht erhellt waren und der Altarraum im warmen Licht erstrahlte. Yule ist kein Fest zum alleine sein. Yule ist ein Fest der Freundschaft und der Fröhlichkeit.

Und nun mache ich mich auf, die Weih- und Raunächte etwas geselliger anzugehen.

Bright Blessings

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