Der Albtraum

supernova

Normalerweise hab ich nichts gegen Albträume. Ich komme gut mit ihnen zurecht und lerne eine Menge daraus. Heute Nacht jedoch kam einer mit solch einer Intensität und Atmosphäre, dass ich fast eine Stunde nicht mehr einschlafen konnte und wie paralysiert im Bett lag. Nicht wegen der Handlung sondern wegen der Dichte mit der die im Traum wirksamen Kräfte spürbar waren….

Gut, die Träume meiner letzten Nächte ähneln sowieso mehr ausserkörperlichen Erfahrungen denn Träumen und vermitteln mir das Gefühl von Parallelwelten die ich bereise und Parallelidentitäten die ich lebe. Es verwischen die Grenzen und um es mit der Weisheit unserer Vorfahren zu sagen: man sollte diese gar nicht schaffen denn auch die Traumwelten sind Welten für sich.

So begann meine heutige Reise eigentlich sehr interessant. Ich werde nicht alle Details erzählen, aber auch der Rahmen gibt eine Story her. Aus einem Grund entdeckten Kollegen von mir ein Zeit- und Dimensionsportal. Kein materielles, mehr ein Feld, dass dann und wann auftauchte. Wie ein feiner Nebel und ganz unspektakulär. Also begannen wir in der Gruppe durch verschiedene Ebenen zu springen.

Zuerst hatte ich Angst und das Gefühl wenn der Transport einsetzte war sehr seltsam. Als atmet man sehr dünne Luft für einen Moment um dann mit einem Kribbeln einfach die Umgebung gewechselt zu haben. So sprangen wir von Welt zu Welt, staunten, erkundeten, und erledigten kleine Aufgaben.

Dann kamen wir in eine Welt wo wir Pause machen wollten. Wenn ich von Welten spreche möchte ich anmerken, dass sie alle auf unserer Erde waren, doch eben oft in anderen Zeiten oder Dimensionen. Es war ein Ferienkomplex der fast wie in Griechenland wirkte. Oben dran ein Wald in dem eine Kollegin zurückblieb, während wir die Stadt erkundeten und uns ein wenig einrichten wollten.

Was nun folgt lässt sich in Worten nicht wiedergeben, denn noch nie verspürte ich so eine Dichte und Atmosphäre im Traum. Das Klima schien zu wechseln. Es wurde von sonnig plötzlich drückend schwer und gewitterhaft, doch vorerst ohne Gewitterwolken. Mehr eine aufgeladene Düsternis die sich übers Land zog. Dann begann ein Geräusch zu ertönen wie ein Sturm, der noch weit entfernt war. Er kam immer näher und ich sagte zu meinen Freunden, ich glaube es gibt Tornados und wir sollten besser nach unten in den Keller gehen, obwohl ein Teil von mir das mitansehen wollte.

Noch auf dem Weg hinunter wurde das Geräusch zu einem Crescendo und ein Wind kam auf. Dann bildete sich ein Schlauch, wie ein Tornado und mit einem infernalischen, brüllenden Geräusch stürzte etwas durch diesen auf die Erde herab. Leuchtende Fragmente hinter sich herziehend. Es bohrte sich in einiger Entfernung tief in die Erde und aus dem Loch quoll eine unvorstellbare Düsternis hervor. Eine zwielichtige Schwärze die die ganze Umgebung zu überziehen begann. Die Atmosphäre dabei könnt ihr Euch nicht vorstellen. So bedrohlich. So irrsinnig. So anders….

Wir gingen weiter hinunter und ich versuchte meine Kollegin im Wald oben per Handy zu erreichen, erwischte sie auch und sie konnte kaum reden, so geschockt war sie von dem was sie sah. Sie meinte nur, es sei unvorstellbar. Unerklärlich, und das der Weg zurück zum Portal abgeschnitten sei. Sie weinte beim sprechen. Unten im Kellerbereich angekommen verlor ich das Handy als wir eintauchten in die Düsternis die einerseits wie Staub wirkte, andererseits aber physisch nicht zu existieren schien. Aus dem Zwielicht kam ein Bauarbeiter hervorgerannt, aus der Richtung des Einschlags. Er wirkte irrsinnig und aller Verstand schien aus seinem Blick gewichen. Er rannte bedrohlich auf unsere Gruppe zu und begann uns zu umkreisen.

Das alles schaffte eine so intensive Atmosphäre das ich in diesem Moment mit einem Schock aufwachte schwer nach Atem rang. Es war, als wäre der personifizierte Irrsinn auf der Erde ausgebrochen. Unbeschreiblich und nur schwer rational fassbar. So stark war der Eindruck, dass dieses Etwas selbst im Schlafzimmer nachhing und sich erst langsam wieder verflüchtete, nachdem ich einfache Schutz und Harmonisierungsmagie einsetzte um wieder alles zu normalisieren.

Dann wollte ein Teil von mir wieder einschlafen und sehen wie es weiterging, ein anderer wehrte sich dagegen und sagte, ich würde das nicht verkraften. Aber das wars dann auch mit Traumaktivität. Ich verblieb in einem Halbschlaf bis zum Morgen und sehe den Traum jetzt natürlich eher interessiert. Es ist mir gar unbegreiflich, dass ich einmal einen Albtraum hatte der mich so aufrüttelte. Aber es war eben wie die Ankunft einer Macht so intensiv, dass selbst der menschliche Geist es nicht fassen konnte und sich verabschiedete.

Wow 🙂

Und natürlich muss ich so einen Traum hier mit Euch teilen. Stephen King lässt grüssen *lach*. Am schlimmsten war mit Sicherheit der Bauarbeiter der mit total entleertem Geist seine Runden um uns drehte. Ein Wahnsinn mit dem ich bislang nicht mal im Traum konfrontiert war.

So, jetzt aber auf in den Tag. Zahnarzt ist angesagt. Für manch andere wäre das ebenso ein Albtraum *g*

2 Kommentare

  1. Hey Bro! Den wirst Du lediglich dann los, wenn Du sein daheim vernichtest und er sich mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Das ist ein Tipp von mir. Ansonsten lass Dich von jemand anderem Checken, bei mir sass es dann trotzdem tief, obwohl es wie ein "verscheuen" ausschaute! Das sind andere Welten sage ich Dir… Patric