Neues von Loreena McKennit und Blackmores Night

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Man glaubt es kaum: nach jahrelanger Abstinenz hat die grossartige Loreena McKennit ein neues Album herausgebracht: “An Ancient Muse”. Und die Vielveröffentlicher von Blackmores Night, bereichern mit Weihnachts- und Winterliedern den Markt. Bereichern…?

blackmoreNunja, nicht wirklich, denn eigentlich klingt ihr Sound sowieso immer ein wenig nach Weihnachten, selbst wenn sie im Sommer veröffentlichen. Dennoch ist “Winter Carols” als weihnachtlich stimmendes Album besser als die Masse dessen was sonst um diese Jahreszeit den Markt überschwemmt. Mit mittelalterlichem Sound und ohne Christmas-Kitsch genau die richtige Musik für Abende am Kamin, oder am Herdfeuer einer alten Burg. Wer allerdings Alben von Blackmores Night besitzt wird feststellen müssen, dass “Winter Carols” von ihren anderen Werken kaum zu unterscheiden ist. Und dass der schon mal veröffentlichte Schmachtfetzen “Wish you were here” noch einmal als “Christmas Version” das Album belangweilt, stimmt nachdenklich. Denn diese Version unterscheidet sich vom Original nur marginal bis gar nicht. Alles in Allem nichts das man haben muss, aber ein Album das man dennoch gerne hört. Nur liebe Blackmores Nightler: habt doch Mut zu neuem, denn sonst werden Eure Alben die längste Maxisingle der Welt.

loreenaEbenso nichts Neues bietet das heissersehnte Comeback der Kanadierin Loreena McKennit. Doch dieses “nicht Neue” muss der Liebhaber einfach haben. Warum? Im Gegensatz zu Blackmore bringt McKennit nur alle heiligen Zeiten etwas in den Handel. Und egal wie man es dreht: es verzaubert immer wieder und begeistert in jeder Beziehung. Traumhafte Weisen, magische Melodien, die ausdrucksstarke Stimme, hervorragende Arrangements,….ich könnte ewig weiterschwärmen. Da überhört man den Wiederholungsfaktor noch so gerne und wenn man genau hinhört, ist hie und da ein bisschen dynamischer als auch schon abgemixt geworden. “An Ancient Muse” entführt in Welten der Sehnsucht und der Wärme. In magische Landschaften und Klangwelten. Vermarktet wird das Album als Reise durch die Kulturen. Davon hört man nicht viel, denn alles was hier arabisch oder irisch stimmt war so auch schon auf den Vorgängern zu hören. Aber eben: man kann sich nicht satthören. Loreena, lass Dir bitte nicht wieder so lange Zeit.

Und ist es nicht ein gutes Zeichen, dass Pandora – mein Internet Radio – gerade jetzt im Hintergrund einen alten Song einspielt? (“Seeds of Love” von “A Winter Garden”). Herrlich! Und sicher kein Zufall. Oder?

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