Just a “first” Saturday Night

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Auf Worte sollten Taten folgen und so waren wir gestern endlich wieder mal unter Leuten und im Ausgang. Zuerst auf der Geburtstagsparty unseres lieben Freundes Kurt, der dem Club der 40er beitrat und wo wir von zwei entzückenden Damen bewirtet wurden (siehe Bild “Die Cousinen”). Anschliessend auf der Menergy-Party im Adagio wo besagte Damen dann ebenso auch noch hervorragend schrilles Barpersonal abgaben. Das war das erste mal seit langem, dass ich wieder mal diesen Club im Hotel Flora besuchte, den ich schliesslich 2 Jahre lang managte und wo ich schon zuvor als er noch “Flora-Club” hiess, viel erleben durfte (beruflich und privat)…eine Zeit von der mir heute vorkommt als hätte sie sich in einem anderen Leben abgespielt…

Nun, logischerweise kommen Erinnerungen zurück wenn man solche Orte nach langer Zeit wieder einmal aufsucht. Jedenfalls tat es verdammt gut auszubrechen und wieder mal das “ganz normale” Leben zu geniessen.

Aber von vorne: die Geburtstagsparty von Kurt war witzig hergerichtet und wenn man den kilometerlangen Treppenaufstieg endlich hinter sich gebracht hatte, trat man direkt in “die Bar” ein, hinter der ein Barmann, der nachher ebenso an der “Menergy” arbeitete, Getränke servierte. Dieser Kurt, selbst am Burzltag kreativ professionell *g*. Schnell waren alte und neue Gesichter entdeckt und ich muss zugeben: anfangs langweilte ich mich ein wenig doch mit der Zeit wurde es lockerer und witziger. “Die Cousinen” betreuten das Buffet und sorgten mit ihrem schrillen Witz für Unterhaltung unter den Leuten. Das war echt eine witzige Partyidee und ich frage mich, ob wir die nicht auch mal für einen Event engagieren sollen….

Nach Mitternacht dann traten wir eben den Gang ins “Adagio” an und auch dort: vertraute Gesichter überall. Ganz entkam ich an diesem Abend meinem Job nicht, denn öfters wurde ich aufs Geschäft bzw. meine Tätigkeit angesprochen. Oder auch nur auf die Tatsache, dass man mich kürzlich im 20Minuten gesehen hätte. Naja, ich glaube für einige ist es immer noch schräg, dass ich nach meiner “Partyvergangenheit” und dem Gastgewerbe nun einen Hexenladen besitze und einer völlig anderen Berufung folge (obwohl mich das Hexentum schon vorher begleitet hatte, was aber nicht so offensichlich war *g*). Das tolle an solchen Abenden ist aber, dass eh niemand gross Lust hat über solche Dinge zu quatschen und so blieb es diesbezüglich immer beim Smalltalk und ich konnte den Alltag wunderbar abstreifen.

Die Musik war okay, ein bisschen zu wenig “Progressive House” für meinen persönlichen Geschmack, aber gut genug um über lange Strecken einfach abzutanzen, zu flirten und quasi so einen mentalen Kurzurlaub zu geniessen. Leider ohne Ohrenstöpsel, was sich heute in einem tollen dumpfen Gehör und einem permanenten Gepfeiffe rächt. Nächstes Mal, ein bisschen vernünftiger bitteschön. Der Alkoholkonsum hielt sich in Grenzen und ich war heute morgen sehr dankbar dafür.

Es sind eben genau diese Oasen des “zwischendurch” abschaltens, die ich seit 4 Jahren immer mehr verbannt hatte. Einen Teil dessen, “wer ich bin”, den ich im übereifrigen Verantwortungsgefühl für meine Berufung unterdrückt hatte – entgegen eigentlich besseren Wissens. Ich habe nun über 5 Jahre lang meinen Laden. Und irgendwann muss es begonnen haben, dass ich einen wichtigen Bereich in mir immer mehr drosselte und abwürgte. Mich total in die Spiritualität stürzte und mich selbst unter einen Druck setzte, der im Nachhinein betrachtet absolut unnötig gewesen scheint. Andererseits ist es wie es ist und hatte mit Sicherheit auch seine Richtigkeit. Ich lerne nun wieder Freiräume zu schaffen in denen ich die notwendige Energie für meinen Beruf und meinen Weg tanke.

Man kann nicht eine der lebenslustigsten Göttinnen an seiner Seite wissen, und dann diesen Part von ihr komplett unterdrücken. Und nicht nur einmal hatte ich gestern das Gefühl, dass Freyja und Frey mich verschmitzt angrinsten. Ein weiterer Schritt in ein vertieftes Hexentum und ein fröhlicheres Menschsein.

So fiel ich etwa um 04.00 Uhr erschöpft und fröhlich ins Bett. Heute war Wald angesagt, aber die vielen Leute liessen uns nicht lange verweilen. Zuviel Lärm. Zuviel Betrieb. Ein Bummel in die Stadt und jetzt rasch diesen Eintrag getippelt, um der Leserschaft etwas zu berichten *g*…

Und jetzt wird weiter vorerst “nichts” getan. Mit einer DVD und einem ordentlichen Pfeiffen in den Ohren. Morgen gehts sowieso wieder los 🙂

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