Neal Donald Walsch: “Zuhause in Gott”

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Okay, Neal Donald Walsch:

  • schreibt grausam pathetisch und im typischen US-Stil der einem manchmal die Schweissperlen auf die Stirne treibt
  • Hat in seinen “Gespräche mit Gott” Büchern viel Wissen aus anderen, authentischen Channelbüchern mit der Quelle drin (“Seth” von Jane Roberts wäre als erstes zu nennen) und muss sich deshalb den Vorwurf des Klauens öfters gefallen lassen
  • nervt in seinem neuesten Buch furchtbar mit dummen Fragen, deren Antworten er ja bereits in den anderen Büchern ausgiebig gab und
  • schreibt in erster Linie nur mehr von sich selbst ab

Dennoch empfehle ich sein neues “Zuhause in Gott”.

Warum?

Nun, erst einmal möchte ich eine Lanze brechen und darauf hinweisen dass – auch wenn man ähnliche Bücher anderer Autoren nimmt – im Verständnis immer die göttliche Quelle alles durchdringt, so natürlich auch Walschs Bücher, denn anders gehts ja nunmal gar nicht, und so macht auch dieses Werk Sinn.

Weiters macht Walsch mit seinem einfachen, wenn auch manchmal furchtbar sülzigen und triefenden Stil, diese Lehren jedermensch zugänglich und das, ohne das man vorher einen Kurs in Wissenschaft, Spiritualität und Sprache besuchen muss um es zu verstehen.

Auf Empfehlung einer Freundin las ich vor einiger Zeit das Jane Roberts Buch “Gespräche mit Seth” und war ebenso begeistert, vor allem auch da es sich um ältere Werke handelt. Aber selbst ich brauchte manchmal ziemlich Konzentration um allem folgen zu können. Walsch hat einmal mehr dieses Wissen in einfache und leicht verständliche Worte gepackt, auch wenn ich mich manchmal überwinden musste die salbungsvollen Passagen zu lesen bzw. “überlesen”.

Was “Zuhause in Gott” für mich – nach etlichen Walsch-Flops auch aus meiner Sicht – empfehlenswert macht ist die Tatsache, dass es sich in erster Linie um das Leben danach handelt und es mit etwas dealt, das viele immer noch verdrängen: dem Tod (der eigentlich ja keiner ist). Daneben wird die Erinnerung an das Göttliche in Allem, ja richtig gelesen: ALLEM, aufgefrischt und regt zu einer Sichtweise an, die auch aktuelle Filme wie “What the Bleep do we know” weitgehend bestätigt.

Wenn diese Anstösse via dieses kommerziellen Esoterikwerkes viele Menschen erreichen und sie zu einer umfassenden Sichtweise betreff Leben und “Tod” sowie dem göttlichen Alles anregen, dann ist das eine gute Sache. Vieles das ich in seinem Buch lesen durfte, bestätigt auch meine eigene Sicht auf diese Thematik und auch Erfahrungen die ich in der Meditation bzw. Trance erleben durfte.

Ist dieses Buch auch für Hexen empfehlenswert? Selbstverständlich, denn wer in die Mysterien einsteigt stellt rasch fest, dass es keine allgemeingültige Realität gibt und die Erfahrungswege zur Quelle (von der man nie getrennt ist) gerade durch ihre Individualität und Verschiedenheit leben und somit auch keiner falsch ist. Die Feri-Tradition lässt grüssen…Und wer jetzt “Monotheismus” schreit, hat den Inhalt vermutlich nicht verstanden denn die Götter leben in ihrer Vielfalt wie wir Menschen in unserer Vielfalt leben. Das Eine schliesst das Andere nicht aus und auch wer nun – modernesoterisch – alles in einen Topf wirft hat “das Konzept” nicht ganz realisiert.

Walsch mag ein “Dieb” sein (eine Freundin nennt ihn so und ich kanns ihr absolut nicht verübeln *lach*), aber auch er ist Teil des Alles und somit hat auch sein Wirken eine Berechtigung, egal wie es daherkommt. Und eben, meinen Segen hat er, denn seine Bücher sprechen viele Leute an und ermöglichen ihnen so Zugang zur Materie. So ist “Zuhause in Gott” ein “Totenbuch”, dass in jeder Hinsicht das Leben zelebriert. Und über gewisse Passagen oder Widersprüche die der Autor zu sich selbst macht, kann zumindest ich hinweglesen.

Mir gefällt das Buch und ich empfehle es gerne weiter. Walsch hin- oder her. 🙂

6 Antworten auf „Neal Donald Walsch: “Zuhause in Gott”“

  1. Hi Uwe

    was auch immer für Intentionen Herrn Walsch leiten: was er schreibt hat auf meiner Erfahrungsebene Hand und Fuss. Eins ist sicher: es ist völlig irrelevant ob ich mir sicher bin, da – was immer ich auch schreibe – ja nur meine persönliche Sichtweise und Wahrnehmung wiedergibt.

    Selber lesen und ein Bild machen. Für mich stimmts 🙂

    Lieben Gruss

  2. hi danke für die antwort !
    ich habe fast alle bücher gelesen und im grunde stimm ich mit vielem überein aber im grassen gegensatz zu ALLEM was er schreibt steht für mich, das gott sich für mich immernoch versteckt.
    ein schönes osterfest