Land Gottes: christliche US-Fundis auf dem Vormarsch?

Ich sah heute Teile einer Dokumentation mit dem Titel: "Gottes neue Armee", in der gezeigt wurde, wie in den USA die Grenzen zwischen Politik und Religion zunehmend verschwimmen und sich die Republikaner regierungstreue Marionetten heranzüchten, die helfen sollen das Regime – sorry – die Regierung an der Macht zu halten. Leute: Amerika ist f****** Scary!

Und das mit jedem Monat mehr. Wenn man den Fanatismus in den Augen der jungen und biederen Studenten sieht, dann fröstelt einen. Dies ist nicht der normale "Freak" wie man ihn meist mit Fanatikern in Verbindung bringt, das sind junge, gut- und intelligent aussehende Menschen die hier das Hirn an der Türklinke zum versprochenen politischen Erfolg abgeben und die sich für Waffen im Heim, gegen die Homo-Ehe, gegen die Abtreibung, gegen andere Religionen, gegen Sex vor der Ehe und so weiter einsetzen. Die braven, biederen Werte von Machthabern die – wie sich immer wieder zeigt – selbst die Kacke moralisch am Dampfen haben und im Verborgenen alles das tun (und noch viel mehr) was sie öffentlich als "unmoralisch" verdammen. Lustig im Fall, dass immer wenn sowas auffliegt, es so wenige Wellen macht….

Gut, auch die rechten Tendenzen in Deutschland machen nachdenklich und vor allem die peinliche politische Hilflosigkeit mit der man diesem Phänomen dort gegenübersieht. Aber in Deutschland sind es mehr (aber nicht nur) Menschen der Unterschicht, viele die keine Perspektiven haben und die ihre "Sicherheit" hinter angeblich "starken Vorbildern" suchen. Die Ziele des Hasse brauchen auf die sie all ihren Frust projezieren können. Dort entsteht ein destruktiver Strudel aufgrund mangelnder Zukunftsaussichten und zunehmender Armut. Und die Religion ist hierbei (noch) nicht beteiligt.

Aber in den USA sind es weisse Bürger aus meist gutem oder zumindest mittelständischem Hause, die sich in die Fänge der organisierten und menschenverachtenden Politreligion werfen, meist mit dem Ziel oder Versprechen, irgendwann in die Politik einsteigen zu können und dann selbst die Fäden zu ziehen. Und die nach aussen hin bibeltreue republikanische Politikerfront versteht es, mit geschickter Rhetorik immer wieder Leute auf ihre Seite zu ziehen. Die Kids werden willige und gehirngewaschene Puppen im Spiel der Fädenzieher denen nur die Macht und die Kontrolle am Herzen liegen. Da wie dort allerdings ist es die geschürte Angst, die diese Kontrolle erst ermöglicht.

Ich meine, sind wir doch mal ehrlich: was derzeit in den USA (immerhin dem mächtigsten Staat der Welt) läuft und wie dort politisiert und manipuliert wird, ist ein Skandal erster Güte. Da ist ein dumpfbackiger Präsident an der Macht, der als Marionette einen macht- und kriegsgeilen Staat aufbaut in dem die Bürger es aufgrund mediengeschürter Ängste zunehmend zulassen, ständig überwacht und kontrolliert zu werden. In dem man Touristen bei der Einreise immer mehr wie Verbrecher und potentielle Attentäter behandelt (ich höre immer mehr Gruselgeschichten von Leuten die dort Ferien machen und dann sagen: "es war das letzte mal").

Gut, es ist noch nicht alles verloren (das ist es niemals) und es stehen wieder (Kongress-)Wahlen an. Das Volk steht derzeit nicht mehr hinter Bush, wie Umfragen verlauten, aber das war vor den letzten Wahlen ebenso der Fall und dennoch haben die Republikaner wieder gewonnen. Medien und vermutlich auch der Manipulation sei Dank.

Letzthin ein Bericht über New Orleans, wo man die Armenviertel verrotten lässt und den Weissen so den Einzug ermöglicht. Eine Stadt die Legende ist aufgrund ihrer Kultur (vermutlich eine der wenigen amerikanischen Städte die sowas wie Kultur besass und erschuf), wird umgemodelt zum weissen Vergnügungspark und eben jene religiösen Fundis besiedeln immer grössere Gebiete. Alles gestützt von der Politik die froh ist, den "Sündenpfuhl" endlich gereinigt zu sehen und die Schwarzen aus ihrer Heimat zu vertreiben weil sie nicht ins Bild des "reinen" Amerikas passen.

Nunja, es ist Sonntag und eigentlich viel zu schade um solche düsteren Gedanken hier niederzuschreiben. Ich hoffe nur von Herzen darauf, dass das Herz in den Menschen wieder zu schlagen beginnt, sie einen kritischeren Blick bekommen und dort wieder zulegen, wo dieses wirklich christlich schlägt: in der Nächstenliebe und der Menschlichkeit. Und nicht in Diskriminierung und elitärem Denken. Es ist genug für alle da, nur wollen sich dieses "genug" einige wenige unter den Nagel reissen. Und sie gehen dabei über Leichen. Und das ist nix neues: weder in der Religion, noch in der Politik.

Solange diese beiden nebeneinander laufen kann man damit umgehen, wenn sie eine Hochzeit eingehen, wird es gefährlich. Das war schon immer so, und das wird vermutlich noch lange so sein.

Gut, dass es noch die Freiheit gibt, solche Dokus zu drehen und den Menschen zu zeigen um sie zum Denken (und handeln?) anzuregen.

Amerika ist so ein schönes Land mit sovielen guten Menschen. Warum bloss, lassen die es zu dass dieses schöne Land immer mehr in die Fänge der Reichen und Gierigen gerät, die sich nicht zu schade sind die Jugend nach ihrem Wunschbild zu formen und für ihre Ziele gehirnzuwaschen, damit letztlich sie auf der Siegerseite stehen.

Komische Welt…Immer wieder…..

4 Antworten auf „Land Gottes: christliche US-Fundis auf dem Vormarsch?“

  1. Da stellt sich mir die Frage, wie lange man als Wicca oder überhaupt Heide in den USA noch vor Übergriffen sicher ist und wann der Vatikan von Italien nach Texas umzieht, bzw. wann sich eine ähnliche Institution als Sprachrohr Gottes dort etablieren wird. Was meinst?

  2. Hmmm…im "Bible Belt" – Amerikas religiösem Nabel – haben es "Heiden" und "Wiccas" sowieso schwer und fallen immer wieder Übergriffen zum Opfer.

    Derzeit ist die Religionsfreiheit ja noch via Verfassung geschützt, aber verwundern würde mich dort nix mehr und in den stockkonservativen Zonen wird das alles sehr individuell ausgelegt.

    Sprachrohre Gottes gibts in den USA ja mehrere. Ob sich eines als besonders mächtig erweisen wird? Keine Ahnung, bin ja nicht vorort, aber mit Hilfe und Unterstützung der gegenwärtigen Mächtigen der Politik würde es mich nicht gross wundern…

    Mal schauen, ob sich die Vernunft dort wieder irgendwann etabliert….In den Metropolen und urbanen Zentren jedoch werden es die Fundis nicht so leicht haben und darin liegt eine Hoffnung auf den Kurswechsel oder mindestens ein Gleichgewicht…

    Greets 

  3. Hallo, auch in Deutschland spielen die braunen Massen mit der Religion – tragischer Weise grade mit dem alten Weg der nordischen Götter, und rekrutieren ihre Trupps auch zunehmend in der Grauzohne aus Asatruar/Metal-Fans. Gruselig zu beobachten. Kommt mir das nur so vor, oder sind religiöse Fundis allerorten auf dem Vormarsch? Polen z.B. und auch in der Türkei und Israel… Oh Götter, gebt den Menschen Verstand! Gruß, Rabenzahl

  4. ja es ist nicht mehr schön das ganze von aussen mitanzuschauen. aber darin möchte ich auch nicht leben.  obwohl auf eine art und weisse betrifft es ja alle menschen. und sind wir ehrlich. es ist nicht nur im ami land so. überal wird nur noch angst gesätt. so das die lieben menschen ganz brav das machen was einige wenige möchten. Liebe Grüsse Bea

Kommentare sind geschlossen.