Zurück zum alltäglichen Wahnsinn

DSC00477Tja, nach meinem Erlebnis am Samstag ging ich es gestern sehr ruhig an, dachte viel nach, versuchte wieder in die vertrauten Strukturen zurückzufinden ohne die Erkenntnisse des Rituals dabei zu ignorieren. Es half mir, mich mit meiner lieben Freundin Cerridwen im Wald aufzuhalten und mich von der Schönheit der Natur berauschen zu lassen, um das Erlebte zu verdauen. Heute war dann auch schon wieder Alltag angesagt mit all seinem globalen Wahnsinn und dem alltäglichen Kram…

…Nordkorea testet die Atombombe: noch ein ein verdichteter Krisenherd, in Russland wird eine Regimekritikerin brutal ermordet: ein Zeichen mehr für den Machtmissbrauch alter Männer, tja, der alltägliche Wahnsinn hat sich wieder um ein paar Dinge zugespitzt.

Eigentlich will man über die derzeitige Verrücktheit des kollektiven Bewusstseins ja gar nicht gross nachhirnen. Wohl hirnen darf man aber über die Tatsache, dass ein paar Wenige soviel Macht haben, dass sie die Masse so schön unter Kontrolle halten, sie quasi so steuern, dass sie nach ihren Regeln tanzen. Und der Faktor mit dem es erreicht wird? Angst.

Auch hier in der noch sicheren Schweiz ist es spür- und sichtbar, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser wird, der Mittelstand mittels Banken und Co… quasi langsam ausgemerzt wird. Auch eine Art ungleicher Machtverteilung die sicher irgendwann eskalieren wird, denn bereits jetzt sterben immer mehr kleine Läden aus, und das medial vermarkete Wirtschaftswachstum findet bei den Grossen statt.

Tja, viel verrücktes und was auch immer geschehen wird: wir tragen unseren Teil dazu bei. Durch Schweigen, durch Hinnehmen, durch gelebte und als solche empfundene Machtlosigkeit…

Der alltägliche Kleinkram?: Verlustanzeige aufgeben, Einzahlungen machen, Rechnungen bezahlen, über die Zukunft hirnen….

Das Leben ist dennoch schön. Seht nur, wie die Sonne sich in den Blättern reflektiert….:-). Und der Tag ist ja noch nicht mal halb vorbei *g*

2 Kommentare

  1. *seufz* Ach Dreamy…. mehr als zustimmen kann ich dir da in allem auch nicht. Ich nehme die Nachrichten über die üblen alten Männer auch täglich wahr und darf nicht zu sehr darüber nachhirnen, weil es mich allzu sehr schwächt und ich dann womöglich ebenfalls Angst bekommen würde, was ich auf keinen Fall will. Manchmal denke ich mir, es ist feige, solche Sachen einfach zu verdrängen. Andererseits ist es besser, es ein wenig in den Hintergrund zu drängen und dafür meine kleine innere Sonne strahlen lassen zu können. Und möglichst in allem so zu sein, dass die andere, schöne Seite der Medaille gestärkt wird. Jene, die glücklich macht. Sei ganz lieb umarmt. Hila

  2. ….wie haben eine grosse Welt und eine kleine. Die kleine Welt ist mein eigenes Universum, dabei habe ich  fast freie Hand in der Gestaltung. Ich weiss dass die kleinen Welten in die Grosse übergehen . So gesehen hat mein Tun, egal wie nichtig es ist, immer eine Auswirkung und ich hüte mich davor, Gleichgültigkeit in mir wachsen zu lassen. Was nicht heisst dass ich über allem erhaben bin, Zweifel sind durchaus berechtigt ;-). Wenn aber die Sonne so sehr meine Seele streichelt wie gerade jetzt, fällt es mir schwer trübe Gedanken über die Welt zu haben.