Wiederannährungen und Erkenntnisse (mit einer Schnupfennase)

Anstatt jetzt ein paar Zeilen lang loszujammern, dass mich die Erkältung nun doch erwischte und mich selbst zu bemitleiden, gibts mal was wichtigeres. Blogs sind ja Interntet-Tagebücher. Da öffentlich werden sie wohl nie sooo intim – meines zumindest nicht – um alles im Privaten zu durchleuchten. Aber eigentlich sollten wichtige Momente im Leben ruhig auch offen zumindest gewürdigt werden, auch wenn man dadurch eigene Unzulänglichkeiten preisgibt. Wer will denn schon perfekt sein *g*. So eine wichtige Sache ist für mich der wieder aufgefrischte Kontakt mit einer Kollegin, für deren Freundschaft ich vor einem Jahr wohl noch nicht bereit war und wo ich es tatsächlich schaffte, diese noch im Aufbau abzuwürgen…

Nun, nobodys perfect und eigentlich ists doch witzig, dass ich mit damaligen 39 Jährchen noch nicht reif genug war, mich auf eine aussergewöhnliche Erfahrung mit einem ungewöhnlich direkten Menschen einzulassen. Alt genug sollte ich da ja eigentlich schon gewesen sein. Aber eben, das Leben ist ein ständiger Lernprozess und diesen Kredit gebe ich mir uneingeschränkt selbst, ist er doch auch Teil meines Weges und eine Essenz dessen, das ich bislang bereits lernen und lehren durfte.

Derzeit baue ich mit dieser Kollegin (ob eine Freundschaft daraus entsteht, wird sich weisen) wieder eine Kommunikation auf, bzw. wir bauen sie beide auf und natürlich bin ich gespannt wie sich das Ganze entwickeln wird. Wenn man eigentlich weiss, dass man selber an einer Sache schuld ist ist dies natürlich besonders pikant und spannenderweise wusste ich die ganze Zeit über, dass der Hund diesbezüglich in erster Linie bei mir begraben lag. Was mich aber nicht daran hinderte, mich weiterhin hinter meinem Schatten zu verstecken.

Die Kollegin ist Elli, ihren Link findet Ihr rechts, die freifliegende Hexe von “Witchcrafting”. Ein Blog-Kommentar hat dazu geführt, dass wir uns wieder annähren und ich bin sehr froh darüber, hatte ich doch dadurch endlich die Gelegenheit loszuwerden, was mir schon seit einem Jahr auf dem Herzen lag. Ihre Seiten sind wie sie: direkt, unverblümt, kritisch und dennoch für Argumente offen und mit einer Herzlichkeit.

Ich bin – wie man an einem Blog ja sieht – ein sehr kommunikativer Mensch mit einem grossen Mitteilungsbedürfnis, von dem mir schon mancher als “gefährlich” abriet. Dies hat sich zwar in den letzten Monaten etwas reduziert, aber ich empfand diese Offenheit immer als grosse Stärke. Bis ich eben vor einem Jahr feststellen musste, dass ich doch manchmal rumdrücke und ausweiche anstatt Dinge auf den Tisch zu bringen, wenn es gefordert ist. Harmoniesucht pur, die sicher gerne hinter meinen diplomatischen Fähigkeiten verschanzt. Und in diesen bin ich meisterlich *g*, was gelegentlich auch sehr nützlich ist. Doch was nützt die beste Diplomatie, wenn man sie oft um der Harmonie willen pflegt und sie nicht aus dem Herzen kommt? Meine Freyja ist eine Göttin der Liebe, aber auch eine Kämpferin. Die Liebesgöttin habe ich bin anhin gerne angenommen, die Kämpferin zwar gekannt und Begegnungen mir ihr im Bereich der Anderswelt nicht gescheut, sie aber “im wirklichen Leben” heisst, auf unserer Handlungsebene etwas ignoriert.

Die Göttin wertet nicht, aber irgendwann werden ihre Lektionen herausfordernder bis irgendwann die Erkenntnis kommt. Und für diese Lektion bin ich ihr sehr dankbar. Ein Dankeschön an Elli, und an meine lieben Freunde, die mir das schon lange bewusst machten, die aber immer viel Geduld mit mir hatten und haben, denn die Erfahrungen auf dem magischen Weg sind zahlreich und werden es bleiben. Für Jedermensch 🙂

Blessed Be

4 Antworten auf „Wiederannährungen und Erkenntnisse (mit einer Schnupfennase)“

  1. Tja, was soll ich sagen? Ich lauf meiner Intuition manchmal nahezu blindlings hinterher, weil ich sehr früh gelernt habe, dass ich so unterm Strich immer die besten Wege erwische. Keine Ahnung, warum ich dir ins Blog geschrieben habe. Ich hab hier ab und zu mitgelesen und hatte doch nie das Bedürfnis verspürt, etwas dazu zu sagen. Bis eben kürzlich. Da musste es heraus. Der Rest ist Geschichte. Sehen wir mal, wohin es diesmal führt. Aber eins muss ich dir sagen, meine direkte, spontane Art kann ich nicht ändern. Sie ist wesentlicher Bestandteil von mir. Ich halte mich nur gegenüber Menschen zurück, die ich nicht ernst nehme, weil Diskussionen da eh keinen Sinn hätten. Und auf dieser Liste warst du halt nie *fg* Nochmal gute Besserung 🙂 Elli 🙂